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Beiträge zum Thema

»Gibt es keine Lektoren mehr?«

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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 20.09.2011 um 10.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8152


Ich las gerade einen Kriminalroman der durchaus anspruchsvolleren Klasse. Inhalt und Schreibstil sollen hier nicht kritisiert werden. ABER: In der Handlung kommt ein Hammer vor und dessen Stiel (!). Das letztere Wort, es erscheint im Text in dieser Bedeutung etwa zehn- bis fünfzehnmal, ist durchgängig ohne ‚ie’ geschrieben: Stil. Es kann sich also wohl kaum um einen Flüchtigkeitsfehler handeln. Ferner findet man das Pronomen ‚das’ mehrmals als ‚dass’ geschrieben.
Man fragt sich: Liegt es am Autor oder am Lektor? Die Frage ist aber überflüssig, denn letztlich bliebe die „Schuld“ immer an letzterem hängen.
Ich meine, es ist nicht nötig, hier Autor und Titel des Buches zu nennen. Der Verlag soll aber genannt sein: ‚Pendo’ (Piper Verlag GmbH).
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.01.2012 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8481


Mit homorganen Verschlußlauten bei welt.de heute: »„Diese tolle Errungenschaft wird den Westen überraschend, weil die westlichen Länder darauf gesetzt haben, dass der Iran keine atomaren Brennplatten herstellen kann“, hieß es zudem in einem Bericht der „Teheran Times“.«
Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß da bei welt.de Leutchen losgelassen sind, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die aber da freien Lauf haben.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 02.01.2012 um 14.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8483


WAZ 2.1.12 Politik
Überschrift: Kopftuch-Debatte gefordert

"SPD-Vize ....fordert eine neue Debatte über Kopftuch-tragende Frauen..."
"Ich habe den Eindruck, dass einer Kopftuch-tragenden Frau...."

So zieht sich der Schreiber eben mit Bindestrich aus der Affäre.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2012 um 18.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8502


"Damals hielt er sich mit 32 Jahren für zu jung, lies deshalb Philipp Rösler den Vortritt." (welt.de, heute, wo wer dem neuen FDP-General die Leviten liest.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.01.2012 um 22.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8629


Richtig abschreiben ist auch schwer. "Michael Jackson von seinen Kinder in Hollywood verewigt [/] Los Angeles (dpa) - Popstar Michael Jackson ist von seinen drei Kindern vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood mit Hand- und Fußabdrücken verewigt worden." (Bild.de, heute, 21:52)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2012 um 19.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8650


Hier etwas zur Unterhaltung: "Blessed Be the Proofreaders"
http://netscape.compuserve.com/whatsnew/package.jsp?name=fte/bibletypos/bibletypos&floc=wn-cx
Interessant auch für uns Sprachinteressierte: "New Bibles: No 'Father and Son' in Trinity" bei
http://netscape.compuserve.com/whatsnew/default.jsp?story=20120130-1307
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2012 um 15.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8699


Lieber Herr Ludwig, leider sind die von Ihnen genannten Seiten nicht frei zugänglich. Kann man das Material eventuell auch woanders zu sehen bekommen?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2012 um 16.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8700


Lieber Herr Wagner, ich habe die beiden Sachen tatsächlich wiedergefunden und sogar herunterladen können. Ich schicke Sie Ihnen per E-Post und hoffe, daß alles gut ankommt. Da bei der Umsetzung in andere Sendeprogramme so häufig Schwierigkeiten auftreten (und ich ein Computeridiot bin und dazu noch nur mit ganz alten Programmen arbeite), lassen Sie mich bitte wissen, ob bei Ihnen alles leserlich angekommen ist. Sollte noch wer an diesen Texten interessiert sein, — dürfte ich sie dann auf Sie verweisen? Oder sollte ich hier in der Diskussion vielleicht sogar lang zwei Seiten und die auf englisch bringen? Aber eben doch wohl irgendwie zu ernster Unterhaltung. — Mit schönen Grüßen (aus einem bisher ungewöhnlich warmen Winter heraus) Ihr Horst Ludwig
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2012 um 17.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8702


Die fraglichen Artikel sind leicht zu finden, wenn man die angegebenen Zitate bei Google eingibt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 um 16.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8722


Fälle gibt's: „Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern, den ich mich vor allem verantwortlich fühle, eine gute Zukunft.“ (welt.de, heute)
Aber zu fragen wäre zusätzlich, welchen Bürgerinnen und Bürgern der Bundespräsident sich *nicht* verantwortlich fühlt. Gibt's in dem Amt da denn nicht wen, der dem Amtsinhaber die Reden schreibt? Und in diesem Fall bestand doch nun wirklich kein Zeitdruck für ein sauber vorbereitetes Manuskript.
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Kratzbaum
*

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 um 16.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8723


Ja, lieber Herr Ludwig, das ist eben "grammatischer Alltag"...

Zum Abschluß: Empfindet man nun Genugtuung oder gar Schadenfreude ob des Abgangs? Bei mir entdecke ich nur Mitleid mit einem Menschen, dessen erster und einziger Fehler (wenn man so will) darin bestand, sich in ein Amt drängen zu lassen, von dem er hätte wissen können, daß er ihm nicht gewachsen sein würde. Auf der Seite seiner Förderer entsprach dem eine unglaubliche Geringschätzung ebendieses Amtes. Sie sind die wahren Schädiger.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 um 18.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8726


Es paßt nicht wirklich in den Strang, aber doch immerhin zu Kratzbaums Fazit.

Vor allem Frau Merkel sollte bei der nächsten Kandidatenkür kleinere Brötchen backen. "Both?... To lose one p[resident], Mr[s. Merkel], may be regarded as a misfortune; to lose both looks like carelessness." Oscar Wilde kann sich zum Glück über meine Eigenmächtigkeit nicht mehr beklagen!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2012 um 20.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8945


Sorglosigkeit ist dem Genitiv sein Tod: "Das ganze Gedicht durchzieht ein Subtext, ein lyrischer Etikettenschwindel, der, wenn man ein paar Begriffe verändert, wie die Schwundform eines Textes eines hellsichtigen Widerstandskämpfer des Jahres 1934 wirkt". (faz.net, heute). Naja, eben "grammatischer Alltag".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2012 um 18.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9122


Mehr als 60 der Iren ist doch wohl auch bei diesem kleinen Land noch keine große Mehrheit: "Dublin (dpa) - Die Menschen in Irland haben mit großer Mehrheit dem Beitritt des Landes zum europäischen Fiskalpakt zugestimmt. Nach dem offiziellen Endergebnis stimmten bei dem Referendum mehr als 60 der Iren für den Beitritt, der dem Land weitere Sparmaßnahmen aufbürden könnte." (dpa, 01.06.2012 18:10 Uhr)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.06.2012 um 15.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9129


Da muß schon wer persönlich Korrektur lesen: "Moskau (dpa) - [...] Russland gilt als enger verbündeter Syriens." (04.06.2012 13:30)
Bildunterschrift bei welt.de: "Auch bei der Amtseinführung Papst Benedikts XVI. auf dem Petersplatz zu Rom waren Chargierte deutscher Studentverbindungen anwesend."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2012 um 16.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9132


"UVA ist verantwortliche für die Falten." (welt.de, "Der Sonnen-Trucker mit den zwei Gesichtern".) Natürlich, lausiges oder gar kein Korrekturlesen. Aber ich habe auch die Vermutung, daß sich da bei welt.de Hilfskräfte tummeln, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Doch auch bei der dpa steht's mit dem Korrekturlesen nicht gerade zum besten: "Washington (dpa) - Ein US-Drohnenangriff auf ein Haus in den pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan soll dem hohen Al-Kaida-Führer Abu Jahja al-Libi gegolten."
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2012 um 22.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9133


Es [das Gesetz] war allein mit den Stimmen der von Union und FDP verabschiedet worden und trat im Dezember 2011 in Kraft - fünf Monate nach...

stern.de zum Bundestags-Wahlrecht.

Ich habe nur wenige Minuten gebraucht, Herrn Ludwigs Feststellungen bestätigt zu finden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.06.2012 um 20.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9144


»Gauck [...] äußert die Erwartung, dass das "gemeinsame Erinnern an die Ereignisse vor 70 Jahren" Tschechen und Deutsche noch weiter zusammenführen" werden.« (Anführungsstriche wie im Original!) Bei allen Pluralformen hier letztlich doch "wird"! — Im ganzen schlecht Korrektur gelesen. Später: "Er hält zu dieser Zeit einen Vortrag aus einer Konferenz in Los Angeles." (welt.de, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.07.2012 um 12.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9209


Geschlechts- und anderes Fragliche in der *bild.de*-Newstickerei: "Ein Fluglehrer wurde von einem Militärtribunal der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung schuldig gesprochen. Die sieben Geschworenen befanden den Ausbildnerin allen sieben Anklagepunkten schuldig. [...] Insgesamt sind 13 Ausbildner der Lackland-Luftwaffenbasis in Texas wegen sexueller Übergriffe gegen mehr als 30 Flugschülerinnen angeklagt." Wer die bei bild.de da wohl ausgebildnet hat!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2012 um 15.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9220


Vorbildliches Korrekturlesen für die Schulkinder?
Kommasetzung: "Ihrer Meinung nach, sei es als Promi schwierig einen Freund zu finden, Dates unter Kollegen hingegen finden sich leicht." Das System dazu (bei adverbialen Ausdrücken) ist im Englischen anders.
Denn denn und nochmal denn: »"Ich habe am Anfang des Prozesses die Athleten befragt und auch die psychologische Seite beleuchtet". Denn Mode für 47 Disziplinen und über 900 Athleten zu entwerfen sei eine anspruchsvolle Aufgabe. [/] Denn jedes Outfit habe hier seine ganz speziellen Anforderungen. Besonders intensiv habe sie sich mit den weiblichen Athleten befasst, denn, "alle sagten, dass das Aussehen einen Einfluss darauf hat wie man im Wettkampf ist".«
Fürs Mädl im Dirndl gibt's Brathändl: "Schweiz: Freihandlsabkommen EFTA-Montenegro tritt im September 2012 in Kraft [//] Das Freihandelsabkommen EFTA-Montenegro wird am ersten September dieses Jahres in Kraft treten."
Und "Großbritannien: Transgender Schülerin muss bei Prüfung Jungenuniform tragen [//] In Großbritinnen ist die transgender Schülerin Ashlyn Parram vor der Abschlussprüfung nach Hause geschickt worden, um sich die Jungsuniform der Schule anzuziehen."
(Alle Zitate aus dts Nachrichtenagentur, heute.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2012 um 20.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9222


Wieder mal welt.de (heute, 18:46) doch den Schulkindern vorbildlich: "Beide male mit Bettina an seiner Seite." Und: "In seinem Berliner Büro versucht er sich, der Arbeit zu widmen."
Und bei "Nach dem Rücktritt ist dies alles Tabu" ist "Tabu" doch nicht wie etwa "Märchen" ein Prädikatssubstantiv, sondern ein Prädikatsadjektiv.
Während "selbst verordnet" ("Trotz der selbst verordneten Privatsphäre spielt die Wulff-Affäre auch heute immer wieder eine Rolle in den Medien") noch den Schulkindern in die Schuhe geschoben werden kann, kann man derart nachlässige Verschriftung mit nichts entschuldigen. Die welt.de-Journalisten können halt nicht schreiben.

Auch dies fällt auf, zu weiterer Kommasetzung (welt.de, 27.7., 13:17): "Zwar hat die "Lustseuche" nicht mehr den Schrecken, der tödlichen Pustelkrankheit, die Kolumbus Männer 1492 wahrscheinlich aus Amerika mitbrachten und prominente Opfer wie Casanova, Friedrich Nietzsche oder Heinrich Heine forderte."
Und: "Kolumbus Männer"? Dem Kolumbu seine? — Und eine Fortsetzung mit "aber", statt Absatzende(!), wäre mir hier (nach "zwar") auch lieber. Doch die sei geschenkt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.08.2012 um 04.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9293


Auch bei der FAZ Geschlechtsschwierigkeiten mit dem Alkohol: "Mazzon will erst einmal das Studium beenden, streng vegetarisch leben, kein Alkohol trinken und sich noch mehr in die Vedischen Schriften vertiefen." (07.08.2012) — Phonetisch ist der Fall jedoch interessant: Wir haben hier ein "langes [n]" im Deutschen! Bei der Aussprache von "kein'n" löst sich zwischen den "n" die Zunge nicht von den Alveolen. Und die Ausspache von "kein" (Nominativ) und "kein'n" (Akkusativ) ist durchaus verschieden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.08.2012 um 21.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9307


faz.de, heute: "Heute lernen Erstklässler regulär, Buchstaben, Silben und schließlich ganze Worte zu entziffern. Im Mittelalter war das hingegen ein Privileg für wenige. Damals lernten man mit aufwendig gestalteten Fibeln." — Jaja, aber damals lernte man damit auch noch etwas, wenn man sich Mühe gab (wenn auch meist nur lesen und nicht unbedingt auch schreiben). Weiter im faz-Text: "Hinter ihr steht ihre Namenspatronin, die eilige Anna." Richtig geschrieben mußte es natürlich sein, sonst lernte man nichts von dem, was man damals gleichzeitig mit dem Lesen lernen sollte, nämlich beten. Heute hilft unter Umständen nur Beten, wenn die Kinder in der Schule schreiben lernen sollen, um anständig z. B. auch auf die Erlernung des Journalistenberufs vorbereitet zu sein.
Zu "Wörter/Worte": Spürt da eigentlich noch jemand so wie ich, daß "Wörter" einzelne Wörter sind (trotz "Sprichwörter") und "Worte" eben Aussagen mit Inhalt?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 16.08.2012 um 16.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9308


Mehrzahlprobleme: "Die Jungen soll zwar schon volljährig gewesen sein, allerdings ist in Texas ein Verhältnis zwischen Schülern und Lehrer nicht erlaubt." (DTS-Meldung, 16.08.2012, 14:23 Uhr) — Der Titel zu dieser Meldung ist übrigens "USA: Lehrerin soll fünf Schüler verführt werden".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 16.08.2012 um 18.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9309


dpa-Infinitve ohne und mit "zu" heute: "Großbritannien will Assange kein freies Geleit zum Flughafen gewähren, sondern den in Schweden wegen Sexualdelikten gesuchten Assange nach Skandinavien auszuliefern."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.08.2012 um 09.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9325


Haplologie voll volkstümlich: "Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich heute beim Tag der offen Tür der Bundesregierung unters Volk mischen." (19.08.2012, 04:25 Uhr)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.08.2012 um 10.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9348


Der Artikel von Pierre-Laurent Aimard (bei welt.de, heute) verdient es doch, daß man ihn Korrektur liest: "Lange Zeit war Debussy – wahrscheinlich gemeinsam mit Maurice Ravel – in Frankreich der einzige Komponist, der man absolut erstklassig erachten konnte. [//] Am Ende kann die Musik nur richig atmen, wenn man ihr die richtige Freiheit lässt. [//] Bei ihm Zuhause hing eine Sammlung japanischer Zeichnungen an der Wand."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.08.2012 um 15.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9359


Jedem Spell-Check fällt doch sowas auf: "Die Bonitätswächter halten einen solchen Schritt sogar für sinvoll." (welt.de, 23.8., 9:40) Vielleicht mit Interferenz von engl. "sinful" bei den welt-de-Volontären von überall her? Dann sollte ihnen jemand von hier doch etwas helfen, anständig deutsch zu schreiben.
Starke Genitive: "Bei Kamelen wird der Eisprung durch das Eindringen des Männchen hervorgerufen, also induziert." Während die starke "s"-Endung aus dem schwachen "Name" eine gemischte Gen.-Sg.-Form macht, wird sie hier einfach ganz weggelassen. (derNewsticker.de, heute) Auch das müßte ein Spell-Check doch finden. Oder bringt das "en" am Ende von "Männchen" die Maschine durcheinander? (Ich verstehe nichts von Rechnersystemen.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 24.08.2012 um 23.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9364


Mehrzahl nicht so einfach: "BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte auf Lukasz Piszczek verzichten müssen, der sich während der Woche beim Training eine Muskelverhärtungen im Oberschenkel zugezogen hatte. Die Hoffnungen, dass der Polen trotzdem spielen kann, zerstoben endgültig am Freitag." (welt.de, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 27.08.2012 um 16.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9379


O mein Gott! Aber, naja, man versteht ja, was gemeint ist: »New York (dts Nachrichtenagentur [heute]) - "Die Bäume, die Vögel, die Insekten das geht eine Stunde gut, dann muss ich zurück in die Stadt und in Straßen schlendern, wo Geschäfte, Restaurants, Theater, Büchereien und viele Menschen sind." sagte Allen dem Magazin "Für Sie". [...] Im Falle von Denkblockaden kennt er zwei Tricks: Entweder geht der 76-jährige spazieren oder nimmt eine dusche, bei der ihm die Ideen wieder zufließen.«
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.08.2012 um 04.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9385


Jähriger gibt's zwar nicht, aber es ist ein Adjektivsubstantiv und hat deshalb Adjektivendungen: »Fast drei Jahrzehnte nach Ende seiner Kanzlerschaft ist Schmidt nach wie vor hoch populär, mancher würde gar heute noch von dem 93-Jährige regiert.« Naja, anderes wäre da noch anzuzeigen: »In Hamburg nämlich habe es die im Süden übliche "deutsche Unart" eines Separatismus nie gegebene, "und wird sind ein bisschen stolz darauf".«
Eigenartige Kommasetzung fällt auf bei »Nein, die Namen Horst Seehofer und Edmund Stoiber, fallen an diesem Abend nicht ein einziges Mal« und »Nun ja, der einstige bayerische Regierungschef, hatte Schmidt zum Ende von dessen Kanzlerschaft "eine silberne Schnupftabakdose geschickt".«
Und journalistische Fähigkeit stellt welt.de mit »und Ude stellt seine journalistische Herkunft mit klugen und recht unparteiischen Fragen unter Beweis stellt« nicht unter Beweis. Auch nicht mit »Mit dem Zeigefinder beharrt er auf der kruden Thesen: "Ich hatte dafür in der SPD eine Mehrheit."« (welt.de, 28.8.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 13.09.2012 um 02.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9425


"Reinhold Würth macht seinen Außendienstmitarbeiter Beine." Im Text später aber dann (in der grammatisch gleichen Situation) "dass wir uns von Außendienstlern, die vielleicht nicht mehr als ihre eigenen Kosten verdienen, trennen müssten". (welt.de, 12.9.) Die starke Dativ-Plural-"n"-Endung wird öfter weggelassen, wie ich sehe. Beim Sprechen auch? Als ob man beim ja langsamen Schreiben eher vergißt, wie's sprachlich richtig weitergeht, als beim (ja schnelleren) Sprechen. So drückt "Außendienstmitarbeiter" für den Schreiber zwar den gemeinten Plural aus, aber er benutzt nicht die für diesen Fall sprechsprachlich gewohnte Form.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 13.09.2012 um 23.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9430


Gibt's keine Lektoren mehr? Jedenfalls nicht bei welt.de am 13.9.

Wieder mal was zum Mal: "Zwei mal der Falsche in Bellevue". Gott sei Dank wird gleich darauf auch gefragt, "[w]arum Angela Merkel ein zweites Mal den Falschen nach Bellevue schickte."

Wie man sich schlechte Schreibung zuzieht: "Auch eine Pfeilspitze im Rücken sowie Schlagspuren auf dem Schädel verweisen für die Forscher auf eine Kriegsverletzung, die sich Richard in den zahlreichen Kämpfen seiner nur zweijährigen Herrschaft 1483 bis 1485 zu gezogen haben könnte."

Welcher Fall auch immer, in der Erregung ist er dem Dativ sein Tod: "Forscher zufolge soll auch Safran die Liebeskraft und die sexuellen Funktionen verbessern."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.09.2012 um 19.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9464


"Die wenige Prozente, die gefehlt haben, könne man nur mit harter Arbeit herausholen." (dpa ["Kein Kurswechsel...], 21.09.2012 10:55 Uhr) Auch bei denen kein System, das Schreibanfängern in der Schule helfen würde.
Auch hier nicht: "Bei den Nürnberger trumpfte zuletzt vor allem der japanische Neuzugang Hiroshi Kiyotake groß auf." (derNewsticker.de, "Erste Bundesliga", heute)
Und faz.net steht denen nicht nach: "Die CDU-Landesregierung haben der Merkel-Regierung die Gefolgschaft im Bundesrat verweigert" (Bildunterschrift, heute).
Aber hier geht's doch bei welt.de, heute: »Wenger lobt Podolski – "Er spricht gut englisch"«!
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 04.10.2012 um 23.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9523


Groß- und Kleinschreibung bei einem Nachrichtendienst: »Daraufhin rief Beck: "Können sie mal das Maul halten, wenn ich ein Interview gebe? Einfach das Maul halten." Nachdem der Mann nur meinte dass er ehrlich sei, entgegnete Beck: "Sie sind nicht ehrlich, Sie sind Dumm.« (derNewsticker.de-Meldung, 04.10.2012, 17:34 Uhr) Hier braucht man doch nicht mal einen extra Korrektor. Das Geschriebene noch einmal selbst durchlesen, müßte doch genügen.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 12.10.2012 um 18.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9544


Was??? "Er agierte er während der Kraftprobe zwischen Kennedy und Chruschtschow weit aggressiver agierte als bislang bekannt" (Bildunterschrift bei welt.de [121012]).
Im Artikel selbst dann auch Schwierigkeiten mit Numerus und Adjektivendungen:
"Umgerechnet 1000 DM in kubanischer Währung, vor allem aber weitere 1000 DM in jeder beliebigen westlichen Währung und einzuzahlen auf ein beliebiges europäisches Bankkonto sollte die deutschen Söldner bekommen."
"Der naheliegende und wahrscheinlich Schluss ist, dass Castro sich aus der völligen Abhängigkeit von sowjetischen Waffen und Ausbildern befreien wollte."
"Offenbar hatte der Nachrichtendienst dank verschiedener leistungsfähige Quellen in der Karibik auch sonst erstaunlich oft zutreffende Meldungen über die insgeheim vollzogene Aufrüstung."
"Zur gleichen Zeit ging die CIA nach Aktenlage von davon aus, nach Kuba würde nur konventionelle Waffen gebracht, keine Atomwaffen."
Und hatten direkte Zitate nicht mal keinesfalls auf reformiert gebracht werden sollen? Aber "Neun Tage später hieß es dann: 'Bis Ende November werden auf Kuba Raketen-Abschussbasen einsatzbereit sein.'"
Sind heutzutage Schulabgänger für Arbeit als Journalisten im Schreiben so wenig vorbereitet, daß derartiges wie das hier zitierte halt nicht mehr ausgeschlossen werden kann?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 22.10.2012 um 07.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9594


Schwieriger Numerus: "Die britische Familie, auf die sich die Ermittler zunächst konzentriert hatten, sei demnach nur getötet worden weil sie Zeuge des Verbrechens waren." (dernewsticker.de, gestern)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 28.10.2012 um 19.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9613


welt.de heute: "Die 10 häufigste Sportverletzungen und ihre Therapie" .
"Skistar Lindsey Vonn sucht einen neuen Freund. Sie weißt auch, welche Eigenschaften ihr am wichtigsten sind." Da haben die jetzt sicher gut bezahlten Volontäre im Deutschunterricht nicht hineichend ihre Hausaufgaben gemacht. Typische Fehler da.
Schwaches Korrekturlesen: "Am 19. Januar 2000 wurde [Hedy Lamarr] tot in ihrem Haus bei Orlando in Florida aufgefunden worden." (Bildunterschrift)
Gibt es keine Lektoren mehr? welt.de wohl: Was solln denn die?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 13.11.2012 um 22.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9674


derNewsticker.de (heute): »Der CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber las seinen Kindern und Enkeln gerne "Dornröschen" vor.« Adjektivsubstantive! Kann's der Spellcheck denn nicht?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 04.12.2012 um 23.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9736


Superlative: "Der Tunnel ist mit 9,4 Kilometern Länge das größte Einzelbauwerk auf der 182 Kilometer langen Rheintalbahn Karlsruhe–Basel, Europas vielbefahrenster Schienengüterstrecke." (dts Nachrichtenagentur, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.12.2012 um 16.50 Uhr eingetragen.
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Zeitproblem bei welt.de: "Ein Skandal unbekannten Ausmaßes erschüttertet Deutschland: In den vergangenen Tagen wurden offenbar Millionen Kinder von ihren Eltern bewusst getäuscht." (7.12.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.12.2012 um 16.26 Uhr eingetragen.
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Erweiterter Superlativ: »Brüssel (dpa) [...] Der Obelix-Darsteller gilt als einer der bestbezahltesten Akteure Frankreichs. [//] 10.12.2012 12:55«
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.01.2013 um 20.26 Uhr eingetragen.
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dpa auf die schnelle: "Washington (dpa) - [...] Die Stadt Aurora hatte ein Mann in einem Kino zwölf Menschen erschossen." (05.01.2013 18:35) — Hatte dpa nicht mal Kindern besonders vorbildlich sein wollen, was richtiges Schreiben betrifft?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.01.2013 um 17.59 Uhr eingetragen.
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"Laut Weltverfolgungsindex 2013 wird es für Christen in vielen arabischen Länder und in Subsahara-Afrika immer gefährlicher." (welt.de, heute). Ich bin im Ruhestand, aber gelehrt habe ich immer: The dat. pl. gets an extra "n" unless the plural form has already one or ends in "s". Verschwindet denn dieses "n" auch in der Aussprache?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.01.2013 um 23.05 Uhr eingetragen.
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welt.de heute unter "MEISTGELESENE ARTIKEL": "3. Faszination Dekollet [/] Und ewig lockt die weibliche Brust". — Wenigstens bei dem Thema sollte es doch wen geben, der da etwas genauer Korrektur liest.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2013 um 21.16 Uhr eingetragen.
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Wenn der E-Korrektor das Sagen hat: "Zudem soll es ab dem heutigen Montag bis zum 26. Januar jedes Vorverkaufstickets der zweiten Klasse online für 23 Euro geben." (derNewsticker.de [21.1.])
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.03.2013 um 16.23 Uhr eingetragen.
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Beziehungsweise bei welt.de, heute: "Betrunken erwischte die Polizei den [dänischen Nationalspieler Nicklas Bendtner] von Juventus Turin, als er auf der verkehrten Straßenseite fuhr."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.03.2013 um 22.59 Uhr eingetragen.
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dernewsticker.de heute:
"[Einem 23jährigen Belgier, den die Bundespolizei jetzt am Flughafen Düsseldorf verhaftete,] wird vorgeworfen, im Oktober 2012 während einer Verfolgungsjagd einen Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht zu haben.
Der Beamte wurde durch das schnelle Eingreifen seiner Kollegen nicht verletzt und der 23-Jährige Belgier konnte festgenommen werden."
Soweit so klar. Dann aber:
"Während seiner Überführung in die JVA durch die belgischen Behörden gelang es dem 23-Jährigen dann jedoch gewaltsam zu fliehen. Die Bundespolizei übergab den jungen Belgier nach seiner Festnahme dem Haftrichter des Amtsgerichtes in Düsseldorf, welcher weitere strafrechtliche Maßnahmen einleite."
Was???
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2013 um 11.00 Uhr eingetragen.
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Sollte man nicht bei allen möglichen Internetartikeln etwas nachsichtiger sein? Für Fehler in Gedrucktem, also in Büchern, Zeitungen u.ä., habe ich auch wenig Verständnis, aber Online-Nachrichten im allgemeinen, da muß ich immer daran denken, daß wir uns selbst hier in der Diskussion oder im Tagebuch ja auch mal vertippen oder im Ausdruck vertun. Ich würde Internet-Schreibfehler nicht mit Gedrucktem auf eine Stufe stellen. Oder wie sehen Sie das, lieber Herr Ludwig?
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2013 um 15.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10098


Herrn Ludwigs Problem mit dem Text liegt vermutlich woanders. Von den USA aus gesehen ist es nicht so selbstverständlich wie für uns, daß Düsseldorf nicht in Belgien liegt und es in Belgien keine Bundespolizei gibt. Wenn man den Text schon für verworren hält, und etwas verwirrend aufgebaut ist er zweifellos, dann hält man es womöglich auch für nicht ausgeschlossen, daß ein "Newsticker" Anfang März über einen Vorfall im vergangenen Oktober berichtet. Mich hat eher eine Formulierung im ersten Teil des Zitats irritiert: "Der Beamte wurde durch das schnelle Eingreifen seiner Kollegen nicht verletzt..."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2013 um 16.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10099


Man muß doch Mensch bleiben! Natürlich, lieber Herr Riemer. Aber ich zitiere hier fast nur aus Nachrichtendiensten und e-Artikeln aus etablierten Zeitungen mit professionellen Journalisten oder solchen, die nahe dran sind, es zu werden, und meine, ich weise da auf ein Problem in unserer Kultur allgemein hin. Wichtig ist mir auch im e-Leben: Man muß doch Mensch bleiben! Und ein rechter Zeitungsmensch liest sich doch noch mal durch, was er da geschrieben hat, bevor er's seinen Mitmenschen als professionell Zubereitetes zur Einnahme vorsetzt, — gerade weil wir alle uns "ja auch mal vertippen oder im Ausdruck vertun."

Ich habe auch mal Publizistik studiert und nehme die Informationspflicht durch die Medien, die ja "vierte Gewalt" in einer Demokratie, sehr ernst. Und deshalb wurmt mich, wenn ich z. B. sowas lesen muß: "Die Komikerin Carolin Kebekus hatte sich dem Kardinal bei einer Pressekonferenz genähert – und zwar im Auftrag des ZDF. Kebekus sagte, sie interessiere sich für Aufstiegschancen von Frauen in der katholischen Kirche. Sie habe die Absicht, so präzisierte sie, sich um die vakante Stelle des Papstes zu bewerben. Kebekus hatte eine Bewerbungsmappe dabei."
Da soll nach dem mir Beigebrachten der gute Interviewer immer mehr zum Thema wissen als der Interviewte, so daß er intelligent nachfassen und dann richtig berichten kann. Und hier a. "bei einer Pressekonferenz" und b. "und zwar im Auftrag des ZDF" dieser Unsinn! Und diese Leute ohne jegliches Format wollen für derartige Informationsarbeit für das Volk auch noch vom Volk legal abgesichert vom Volk ihr sicheres Einkommen haben!

Nein, es schadet gar nichts, wenn man sein professionell Abgefaßtes noch mal durchliest. Vielleicht fällt einem dann sogar noch mehr Bedenkliches auf. Zum Wohle dann aller. Ich unterscheide da also gar nicht zwischen Gedrucktem und e-Erschienenem bei der journalistischen Information.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2013 um 10.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10100


Ja, eine Differenzierung innerhalb des Netzes ist sicher auch möglich und notwendig. Von größeren Anbietern kann man schon mehr erwarten.
Ich bin immer froh, daß hier im Forum die Möglichkeit besteht, selbst zu korrigieren, und es wundert mich, daß auf Online-Nachrichtenseiten kaum nachträglich korrigiert wird. Dieses "durch" z. B. könnte man sehr leicht durch "dank" (+Gen.) ersetzen.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 11.03.2013 um 17.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10120


Noch zu #10099 mit welt.de (heute): "Rente mit 69 [/] Länger Arbeiten? Ja, bitte gern". — Schlamperei beim Korrekturlesen? Einfluß des Englischen auf deutsche Titelschreibe? Einfaches Unwissen? Kaputtes Korrigierprogramm oder eins, das es auch nicht richtig weiß? Es spielt keine Rolle; irgendwas ist hier bei der ganzen Innung nicht richtig.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.03.2013 um 17.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10156


Geschlechtsschwierigkeiten? Aufmerksamkeitsdefizit? Der Komparativ einfach schon zu schwer, um ihn einfach richtig zu haben? — "Berlin (dpa) - [...] Chanson von Carla Bruni [...]. Die früherer First Lady Frankreichs tritt bei der Verleihung des deutschen Musikpreises Echo am 21. März in Berlin auf." (17.03.)

Und wie schnell doch aus einer völlig betrunkenen Frau, die "ein Zivilfahrzeug der Polizei mit einem Taxi verwechselt" hatte, eine Dame werden kann: "Die Beamten brachten die Frau, die ihren Ausweis nicht mit sich führte, anschließend auf die Dienststelle, um dort die Herkunft der Dame und den Grund ihres Aufenthalts in Arzberg zu klären. [//] Die 33-Jähriger erklärte, dass sie mit ihrer Familie zu Besuch gewesen sei und nach dem Konsum von Alkohol die Wohnung verlassen hatte und weggelaufen sei." (derNewsticker.de, 18.03.)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 22.03.2013 um 07.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10160


Englisch bei dpa: "Stuttgart (dpa) - [...] Unter anderem Bundesumweltminister Peter Altmaier will Gorleben als Standort nicht ausschließen. [//] 22.03.2013 06:50 Uhr"
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 05.04.2013 um 23.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10182


"Polizei überwältigt Geiseldrama in Kölner Kita [/] Köln (dpa) - [...] 05.04.2013 20:55 Uhr". Wie hieß der/die VerbrecherIn laut dpa doch nochmal?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 08.04.2013 um 07.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10184


Adjektivendungen — offenbar nicht nur ausländischen Deutschstudenten ein Greuel: "Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor allem die Durchsuchungen deutschen Stiftungen (Konrad-Adenauer-Stiftung und Friedrich-Ebert-Stiftung) in Russland sorgen für Ärger." (derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 10.04.2013 um 19.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10191


Infinitivkonstruktionen bei modalen Hilfsverben: "Der 'Spiegel' berichtete, Winkelmeier-Becker habe schon mehr als zehn Verbündete auf ihrer Liste, die zusammen mit SPD, Linkspartei und Grünen für eine Quote zu votieren wollten". (derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 17.05.2013 um 10.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10231


Ganz witzig, wenn auch unbeabsichtigt, der Korrektur-Fehler am Ende der dpa-Nachricht "Schleswig-Holstein stellt «Endlager-Ultimatum»":
"Bis Mitte Juni müssten sechs noch offene Punkte geklärt werden, heißt es in einem Schreiben von Ministerpräsident Torsten Albig an Altmaier. Altmaier zeigte sich im ZDF zubversichtlich, dass eine, dass eine Lösung gefunden wird."
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