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16.09.2009
Etymogelei hoch zwei
Wer war's?
Ingelore Oomen-Welke kritisiert "die Fehler der Gegner der Rechtschreibreform, die aus der Etymologie die heutige Schreibung ableiten wollten" (In: Helga M. Epp (Hrsg.): Gender Studies – Interdisziplinäre Ansichten 1 = http://opus.bsz-bw.de/phfr/volltexte/2007/24/pdf/genderstudies_ansichten1.pdf)
Aber das tun doch gerade die Reformer um Augst! Wenn wir selber mal zaghaft auf die Etymologie hinweisen wie bei rau(h), haben wir immer noch andere, nicht-historisierende Argumente vorzuweisen.
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Kommentar von Urs Bärlein, verfaßt am 17.09.2009 um 03.44 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#14976
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Bei der Legendenbildung kommt es auf Tatsachen gerade nicht an, sondern darauf, eine Formel zu finden, mit der möglichst viele Leute möglichst gut leben können (vor allem natürlich diejenigen, die die Legende in die Welt setzen). Für den Versuch einer Legendenbildung spricht die Vergangenheitsform. Daß die Reformgegner Schreibung aus der Etymologie ableiten "wollten", soll ja wohl nicht heißen, sie verstünden es inzwischen besser, sondern daß ihr Wille überhaupt der Vergangenheit angehöre – und das in einer Publikation aus dem Jahr 2004 (laut Vorsatzblatt). Die Aussage von Frau Oomen-Welke legt skurrilerweise nahe, die Reform sei richtig, weil sich ihre Gegner durch fehlerhafte Argumente selbst ins Unrecht gesetzt hätten. Der staatliche Eingriff in die Orthographie wäre dann gewissermaßen die ex post legitimierte Strafe für diejenigen, die sich seiner nicht gescheit zu erwehren wußten.
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Kommentar von Wolfram Metz, verfaßt am 17.09.2009 um 08.07 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#14977
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Wie gut kennt sich die Autorin denn mit den Einzelheiten der Reform aus? Vermutlich denkt sie an Fälle wie »Tollpatsch« und »platzieren«. Solche Beispiele werden oft von Leuten zitiert, die sich nur oberflächlich mit der Sache beschäftigt und vorschnell Schlüsse gezogen haben.
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Kommentar von Manfred Riemer, verfaßt am 17.09.2009 um 23.54 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#14979
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Wer will denn aus der Etymologie von behende durchaus die Schreibung mit Umlaut ableiten, obwohl das Wort eine völlig neue Bedeutung bekommen hat und heute niemand mehr außer den Reformern die Hand darin gesehen hat?
Wer möchte die Trennungen vol-lends und sogar vol-lenden aus etymologischen Gründen durchsetzen und lehnt voll+Ende als Volksetymologie ab, nur um sich gleich darauf nach dem Motto „Ich bin das Volk“ ganz neue, eigene „Volks“-Etymologien zurechtzubiegen, wie z.B. bei einbläuen und Zierrat?
Frau Oomen-Welke bringt ihre Reformkritik in den Zusammenhang, die Reformgegner begingen den gleichen Fehler wie die Gegner des Geschlechtersplittings (Studenten und Studentinnen usw.), indem sie den Sprachgebrauch nicht beachteten, sondern leiten wollten. Sie tut damit gerade so, als ob die Reformer belämmert, aufwändig usw. dem Volke abgeschaut hätten.
Die ganze Arbeit, in der es eigentlich um das Verhältnis von Genus und Sexus geht, hat mich sehr interessiert, wenn ich auch bei der Trennung „abs-trakt“, bei einem Satz wie „Das verblüffende Ergebnis ergibt ...“ u.a. vorsichtig geworden bin. Auch befremdet mich manchmal der artikellose Gebrauch des Wortes Genus: „Sprachen, die Genus haben“.
Es mag sein, daß Jakob Grimms archaische Argumentation für das Primat des Sexus gegenüber dem Genus voreingenommen und unwissenschaftlich war, weil sie auf dem falschen Rollenverständnis der Geschlechter der damaligen Zeit beruhte. Aber nur, weil die Begründung falsch war, muß noch nicht die ganze Theorie auch falsch sein. Zumindest fehlt mir hier ein klarer Beweis des Gegenteils. So weit, wie im folgenden das Genus aufgefaßt wird, könnte die Reihenfolge der Entstehung ja auch von Sprache zu Sprache unterschiedlich gewesen sein?
Frau Oomen-Welke schreibt, manche Sprachen hätten ein Genus, manche nicht. Sie definiert aber das Genus in einem derart weiten Rahmen, als Klasseneinteilung der Substantive im weitesten Sinne, daß so eine Behauptung immer gefährlicher wird. Zu den Sprachen mit Genus zählt sie die australischen, weil es dort Einteilungen wie 1. eßbares Fleisch und Tiere, 2. Werkzeuge/Waffen/Geräte, 3. Gemüse, 4. übrige Substantive gibt. Chinesisch habe dagegen kein Genus. Aber auch das Chinesische ordnet alle Substantive einem Sammelbegriff (Zähleinheit) zu, da gibt es z.B. eine Gruppe flacher Gegenstände (Tisch, Tür, Tafel, ...), linienförmige (Fisch, Fluß, ...), die Gruppe der Fahrzeuge und viele andere. Wenn man den Begriff des Genus schon so universell faßt wie im Australischen, dann zählt das Chinesische m.E. auch dazu.
Englisch sei eine Sprache ohne Genus, das aber mit Fragezeichen, wegen des Reliktes he/she. Dann hätte aber wiederum auch das Chinesische zumindest die Fragezeichen verdient, denn auch da unterscheiden sich diese Pronomen, zumindest in der Schrift.
Vielleicht haben in einem so weitgefaßten Sinne sogar alle Sprachen ein Genus?
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 18.09.2009 um 04.50 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#14981
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Ja, wir Reformkritiker wollen gar nichts herleiten, denn wir wollen ja nichts ändern, daher liegt die Beweispflicht nicht bei uns, sondern bei den Reformwilligen.
Was Herr Riemer anführt, ist die weitverbreitete Nominalklassifikation, ein sehr interessanter Gegenstand. Die Chinesen haben gewissermaßen eine Doppelklassifikation, erstens durch das Zähleinheitswort, wie von Herrn Riemer erwähnt, zweitens in der Schrift durch die immer noch erkennbaren "Deuter" als Bestandteil der Zeichen. Die Bantusprache benutzen kongruierende Präfixe, wir haben das Genus usw. (s. Stichwort Nominalklasse).
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Kommentar von Klaus Achenbach, verfaßt am 18.09.2009 um 06.16 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#14982
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Lieber Herr Riemer,
ich meine, wir sollten uns nicht mit Petitessen abgeben. Als eine solche sehe ich die Nebenbemerkung von Frau Oomen-Welke an. Sie hat allerdings durchaus recht, wenn sie eine Argumentation mit der Etymologie für einen Fehler hält. Sie hätte natürlich unrecht, wenn sie meinen sollte, das sei das einzige Argument der Reformkritiker. Das läßt sich aber aus dieser hingeworfenen Bemerkung nicht ableiten.
Ich halte die Argumentation mit der Etymologie für falsch und – noch schlimmer als falsch – für einen Fehler, und zwar deshalb, weil es das Klischee bestärkt, die Reformkritiker seien rückwärtsgewandt, "Puristen", Anhänger einer historischen Orthographie, nähmen den Sprachwandel nicht zur Kenntnis usw. Dieses Klischee wird von den Reformanhängern sorgsam gehegt und gepflegt und dürfte zur Durchsetzung der Reform erheblich beigetragen haben. Darin sehe ich auch den Hauptgrund dafür, daß viele, die die Reform für falsch oder zumindest überflüssig halten, sich scheuen, sich öffentlich als Gegner der Reform zu "outen".
Die Reformer argumentieren ja nicht mit der historischen Etymologie, sondern mit einer angeblichen Volksetymologie. Es ist zwecklos und schädlich, dieser behaupteten Volksetymologie die historische Etymologie entgegenzuhalten. Vielmehr muß diese Volksetymologie als pure Fiktion entlarvt werden. Das fällt bei "behände" und bei "Stängel" leicht, bei "Tollpatsch" und "Zierrat" schon weniger leicht.
Ich bezweifle, daß irgendjemand die Trennungen vol-lenden und vol-lends "durchsetzen" will, schon gar nicht "aus etymologischen Gründen". Schließlich sind die herkömmlichen Trennungen ja weiterhin erlaubt (Im Gegensatz zum "Tolpatsch"). Ich vermute, daß sich die Reformer hierbei von phonetischen Überlegungen haben leiten lassen. Manche sprechen nun einmal "vollenden" und "vollends" gebunden und nicht etwa "voll'enden" oder "voll'ends" (mit hörbarem Knacklaut vor dem e) aus. Entsprechendes gilt für "einander". Kaum jemand spricht das "ein'ander" aus. Das ist ganz analog zu "inte-ressant". Kein Mensch, nicht einmal ein Altphilologe, spricht das "inter'essant" aus. Ich vermute auch, daß die meisten Leute von "der Insel Mai-nau" sprechen und nicht von "der Insel Main'au". Weiß jemand, wie die Mainauer das aussprechen?
Übrigens sind in den Regeln von 2006 im § 113 (früher § 112) die Beispiele ei-nan-der/ein-an-der, vol-len-den/voll-en-den, Klei-nod/Klein-od, Liebe-nau/Lie-ben-au weggefallen. War das ein förmlicher Beschluß des Rechtschreibrats? Wenn ja, was hat man damit bezweckt? Weiß das jemand?
Jedenfalls hat diese Änderung ja offenbar keinen Einfluß auf die Wörterbücher gehabt.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 18.06.2010 um 13.25 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#16388
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Etymologie kann so einfach sein! Wikipedia verweist gelegentlich auf die Seiten der Sprachexpertin Gunhild Simon, die nebenbei auch Rechtschreibung lehrt, und dort liest man:
"So heißt das Pferd lateinisch equus. Das Adjektiv aequus mit der Bedeutung »gleich« legt eine Verwandtschaft nahe und deutet auf seine landwirtschaftliche und militärische Nutzung als Gespann- und Reittier hin."
(www.magazin.institut1.de/682_Sprache_Das_Genus_bei_Mensch_und_Tier.html)
Die Etymologie von "equus" ist ja nun sehr gut erforscht, und man sieht auf den ersten Blick, daß lat. aequus nicht damit zusammenhängen kann. Was das Ganze mit den Gespann- und Reittieren zu tun haben soll, sehe ich leider auch nicht.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 28.05.2011 um 07.20 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#18750
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Oomen-Welke meint in dem genannten Text übrigens auch, daß lat. genus mit dt. gebären verwandt sei. Solche Herleitungen sind vom Schlage der Spekulationen in Platons "Kratylos".
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 25.03.2012 um 00.01 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20291
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Im Duden-Herkunftswörterbuch (2001) finden sich immer wieder kleine Schnitzer, aber auch inkonsistente Angaben zur Sache. Zum Beispiel liest man unter Krammetsvogel ("Wacholderdrossel"), das Bestimmungswort Krammet "Wacholder" gehe zurück auf mhd. kranewite, ahd. kranawitu, und dies sei eine Zusammensetzung aus ahd. krano "Kranich" und ahd. witu "Holz, Wald" – direkt danach die Aufforderung: vgl. Wiedehopf.
Unter Wiedehopf taucht "Holz, Wald" aber gar nicht auf. Stattdessen heißt es: "Der Vogelname ... ist lautnachahmenden Ursprungs. Zugrunde liegt etwa *wudhup, das den Paarungsruf des Vogels wiedergibt ..."
Möglicherweise war in einer früheren Auflage vermerkt, daß ahd. witihopfa "Wiedehopf" volksetymologisch mit ahd. witu in Verbindung gebracht wurde, solange es dieses Wort für "Holz, Wald" noch gab, vgl. die Angaben in Wikipedia. Seit der (vermuteten) Tilgung dieser Information geht der Verweis bei Krammetsvogel ins Leere.
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Kommentar von Wolfram Metz, verfaßt am 25.03.2012 um 11.01 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20293
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In der ersten Auflage von 1963 findet sich unter dem Stichwort »Wiedehopf« ebenfalls kein Hinweis auf Holz und Wald.
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Kommentar von R. M., verfaßt am 25.03.2012 um 12.43 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20295
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Die Duden-Etymologie ist natürlich großenteils vom Kluge abgeschrieben. Dort findet sich denn auch der vermutete Zusammenhang.
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 15.04.2012 um 18.54 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20430
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Drei Beiträge weiter unten hatte ich geschrieben, daß sich im Duden-Herkunftswörterbuch (2001) immer wieder kleine Schnitzer finden. Hierzu ein Beispiel.
Der Eintrag in..., In... (betreffend die lateinische Vorsilbe) erscheint wegen der verschiedenen Bedeutungen "ein, hinein" und "un..., nicht" zweifach.
Im ersten Eintrag geht es so weiter:
(vor Vokalen angeglichen zu:) il..., Il..., im..., Im..., ir..., Ir...
Im zweiten Eintrag dann dasselbe richtig:
(vor Konsonanten angeglichen zu:) il..., Il..., im..., Im..., ir..., Ir...
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 15.04.2012 um 19.45 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20431
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Noch ein Beispiel. Unter Donner wird per Verweiszeichen behauptet, mit lat. tonare (donnern) sei das Wort Tornado verwandt.
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 16.04.2012 um 09.46 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20440
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PS: In meinem Wahrig (1970) steht tatsächlich, daß sich Tornado von span. tronada ableite, zu tronas [sic, mit s] (donnern). Davon weiß aber der Duden mit dem genannten Verweis auf Tornado nichts. Unter Tornado steht im Duden, daß span. tornado eine Bildung zu span. tornar (drehen) sei, aus lat. tornare.
Ich weiß nicht, was an dem angeblichen Bezug zu tronar (donnern) dran ist. Falls es ihn gibt, bestünde der Schnitzer im Duden nicht in einem falschen Verweis, sondern in einer mangelhaften Erläuterung beim Stichwort Tornado.
Komisch, der Tornado ist doch ein häufiges und sehr eindrucksvolles Ereignis, das die Spanier in Westindien oft mitbekommen haben müssen. Kennzeichnend ist der gewaltige Wirbel und nicht in erster Linie ein "Donnern". Es müßte doch zu klären sein, ob die Spanier den Sturm tronada oder tornado nannten. Oder sollten beide Ausdrücke nebeneinander verwendet worden sein?
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 16.04.2012 um 12.28 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20445
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span. tronada Gewitter; tronar donnern; tronado verkracht
tornado Wirbelsturm; tornar wiederkehren
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 19.04.2012 um 21.33 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20478
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Hier noch ein gravierender Mangel im Duden-Herkunftswörterbuch (2001): Es tauchen immer wieder Verweise auf den Eintrag groß auf, dieser fehlt jedoch. Jedenfalls in meinem Exemplar.
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Kommentar von R. M., verfaßt am 19.04.2012 um 22.13 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20479
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Daß ein Wirbelsturm ein Drehsturm ist, bedarf im Grunde keiner Erklärung, ¿verdad?
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 20.04.2012 um 03.48 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20481
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Natürlich nicht. Um so verwunderlicher ist es ja, wenn im Duden per Verweis angedeutet wird, daß Tornado von lat. tonare (donnern) abstamme. Wahrig (1970) bestätigt dies bei Tornado; dort taucht lat. tornare (drehen) nicht einmal auf. Also könnte der neugierige Leser meinen, daß er wieder einmal einer Volksetymologie angehangen hat. Aber wiederum erstaunlich, der Duden-Eintrag Tornado weiß nichts vom Donner und erklärt die Herkunft schlicht aus lat. tornare (drehen). Damit widersprechen sich der Verweis auf lat. Tornado und die dortige Erläuterung. Solche Inkonsistenzen kommen im Duden-Herkunftswörterbuch öfter vor.
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 20.04.2012 um 04.08 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20482
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Diese Auflösung leuchtet ein:
Tornado has its genesis in the Spanish language, the root being the word tronada ('thunderstorm'). Tronada stems from the Latin word tonare ('to thunder'). However, language specialists opine that the present form of the word derives from a combination of the Spanish tronada and tornar, which means 'to turn'. [Hervorhebungen von mir.]
www.buzzle.com/articles/tornado-facts.html
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 20.04.2012 um 16.48 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20488
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span. tronar - tornar: Sollte hier etwa eine Liquidametathese vorliegen?
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 02.05.2012 um 13.14 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1210#20590
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Maikäfer schlüpfen nicht aus Larven, da hat Kratzbaum recht (heute im Diskussionsforum). Sie werden vielmehr "handgefärtigt", wie ich gerade im Vorbeiradeln an einem Erlanger Café gelesen habe. Daran müßten die Reformer eigentlich ihre Freude haben.
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