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Neues aus dem Rat - von Theodor Ickler

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25.09.2005
Bremser

Folgende Ratsmitglieder sind entschlossen, weitere Rückbaumaßnahmen zu verhindern:

Wolf (IDS)
Wermke (Duden)
Krome (Bertelsmann)
Hoberg (GfdS)
Tangermann (Germanistenverband/Berliner Schulsenat)
Banse (VdS Bildungsmedien)
Eckinger (DBB/DGB)

Blüml
Schrodt
Steiner
... ?

Sitta
Gallmann
Lindauer
Looser
Müller
... ?

Alle Genannten haben sich öffentlich in diesem Sinne geäußert. Leider ist die Liste nicht vollständig. Viele Mitglieder machen nie den Mund auf und stimmen gegebenenfalls im Sinne ihres Verbandes. Argumente prallen ab.



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Kommentare zu »Bremser«
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Kommentar von Jan-Martin Wagner, verfaßt am 06.10.2005 um 20.34 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=230#1081

Zur Ratsbesetzung läßt sich sicherlich manches sagen. Hier möchte ich einen hoffentlich allgemeinverständlichen Gedanken äußern: Die Übergangszeit von 1996 bzw. 1998 bis 2005 und die Begleitung der Reform in dieser Zeit durch die Zwischenstaatliche Kommission waren von vornherein eingeplant. Die Kommissionsmitglieder hatten die Chance, etwas an der Reform zu korrigieren. Aber obwohl schon 2004 eine umfangreiche Änderung der GZS offiziell beschlossen wurde, geht der Rechtschreibrat nun weiter darüber hinaus. Dies zeigt unmittelbar, wie unausgereift die Neuregelung war und ist – und vor allem auch, daß jetzt andere als die ehemaligen Kommissionsmitglieder die Arbeit machen sollten.

Explizit waren folgende Ratsmitglieder schon Kommissionsmitglieder: Blüml, Schrodt, Steiner (alle A), Gallmann, Sitta, Hauck (alle CH) und Hoberg (D). Davon waren Blüml, Gallmann, Sitta und Hoberg bereits Mitglieder im Internationalen Arbeitskreis für Orthographie und damit Urheber der Reform, hätten also nach wissenschaftlichen Maßstäben schon in der Kommission nichts zu suchen gehabt. Nicht in den Rat kamen die ehemaligen Arbeitskreis- und Kommissionsmitglieder Augst, Nerius und Heller (alle D). Ich weiß nicht, ob es ehemalige Beiratsmitglieder gibt, die jetzt im Rat sitzen.
 
 

Kommentar von kratzbaum, verfaßt am 06.10.2005 um 22.14 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=230#1082

Inzucht

Augst und andere haben ja selbst eine Schrift herausgegeben: Zur Neuregelung der deutschen Orthographie. Begründung und Kritik.
Also die zu Kritisierenden kritisieren sich selber. Das ist doch ungemein praktisch, effizient und billig dazu. Man nennt es wohl Selbstevaluation. - Da fällt einem wieder der alte Lehrlingswitz ein: "Meister, die Arbeit ist fertig. Soll ich sie gleich reparieren?"

 
 

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