18.01.2009


Theodor Ickler

Arme Kinder!

„Veraltete“ Bücher

Im Januar 2009 demonstrieren Schüler in Darmstadt (siehe hier):

"'Wir wollen kein G8 und keine Unterrichtsgarantie plus mehr', erklärt Tijen (13), eine der GBS-Schülerinnen. Ihre Klassenkameradin Usha (12) findet, 'dass wir viel zu viel Nachmittagsunterricht haben', und auch Janina (13), Maike, Ronja und Tina (alle 12) sprudeln nur so los, erzählen, dass G8 nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer Stress bedeute. Einige seien inzwischen total überarbeitet. Außerdem müssten die Klassen zum Teil mit veralteten Büchern arbeiten: Ihr Deutsch-Buch sei noch in der alten Rechtschreibung verfasst, und das Ethikbuch stamme aus dem Jahr 1989."

Die Schüler halten nach jahrelanger Propaganda die Interessen der Schulbuchverlage für ihre eigenen. Niemand hat ihnen gesagt und wird ihnen je sagen, daß wir drei amtliche Reformen in zehn Jahren hatten, daß die nächste bevorsteht und daß die besseren Schriftsteller in der "alten" Schreibweise erscheinen.


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