04.03.2009


Theodor Ickler

Sogenannte Rezensionen

Bei amazon ist nicht viel los, jedenfalls in Deutschland

Bei amazon gibt es ja unzählige sogenannte Rezensionen, die allerdings sehr oft wie bestellte Verlagswerbung wirken. Es gibt natürlich Ausnahmen, zum Beispiel meine. Die gehen meist in die Einzelheiten, aber das scheint den meisten Besuchern zu anstrengend zu sein.
Schreibt jemand, ein Buch sei "lesenswert" oder "einfach genial!", dann wird seine "Rezension" als "sehr hilfreich" eingestuft. Meine eigenen Besprechungen sind zwar auch hilfreich, aber prozentual bei weitem nicht so sehr wie die völlig inhaltsfreien Jubelrufe. Der Fall liegt natürlich auf meinem Interessensgebiet besonders klar. Wenn jemand pauschal die Wörterbücher von Duden oder Bertelsmann – oder etwa die Grammatiken – in den Himmel hebt, kann er sie ja nicht genauer angesehen haben.

Bei Spezialwerken, die sich nicht in die Hände solcher Anonymi verirren, sieht es besser aus.

Bei meinen Streifzügen durch die Bücherwelt habe ich den Eindruck gewonnen, daß im angloamerikanischen Raum die amazon-Besprechungen im Durchschnitt gehaltvoller sind. Oft haben sie uns die Entscheidung, ein Buch oder einen DVD zu bestellen, wirklich erleichtert.


Den Beitrag und dazu vorhandene Kommentare finden Sie online unter
http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1117