08.10.2011


Theodor Ickler

Schreiben heißt Rechtschreiben

Gegen den Soziologismus der Normenkritik

Der Vortrag, den Kirill Levinson im Januar 2012 im Einstein-Forum halten will (s. Diskussionsforum), ist offenbar derselbe, den er unter gleichem Titel schon 2001 als Stipendiat am Institut für Europäische Geschichte in Mainz veröffentlicht hat:
www.ieg-mainz.de/likecms/media/public/ieg_pdf/Jahresbericht2001.pdf (S. 63; nur Terminangabe, kein Text).

Man kann das Wesentliche hier nachlesen:
Kirill Levinson: "Rechtschreibunterricht und Erziehung zum Gehorsam" (books.google.de, S. 195–220).

Darin wird übergangen, daß überall auf der Welt, wo überhaupt geschrieben wurde, zugleich "richtig" geschrieben werden mußte, ganz unabhängig von den sozialen und politischen Verhältnissen. Man müßte also überall "Rechtschreibunterricht als Erziehung zum Gehorsam" deuten, was ja nicht schwerfallen dürfte.

Im Hintergrund taucht immer mal wieder der Gedanke einer "Liberalisierung" auf. Wie soll man sich das vorstellen? Man kann natürlich auch daran denken, die Aussprachenorm im Fremdsprachenunterricht zu "liberalisieren". Aber wäre den Schülern damit ein Dienst erwiesen?


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