Manfred Riemer zu »Silbentrennung«
Dieser Kommentar wurde am 11.07.2026 um 01.16 Uhr verfaßt.
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"klein-ste" ist nicht regelrecht, weil kein deutsches Wort mit "ste-" beginnt (nur mit "schte-")
Gibt es denn so eine Regel im Deutschen? Ich finde sie weder vor noch nach der Reform im Duden. Höchstens im Lateinischen soll es wohl so etwas geben, das kenne ich aber zuwenig, und es spielt für uns auch keine Rolle.
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Manfred Riemer zu »Silbentrennung«
Dieser Kommentar wurde am 11.07.2026 um 00.50 Uhr verfaßt.
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Wieso ist "he-" (von heran, herab, heraus, herauf, herein, herunter, herüber) keine mögliche Silbe? Wenn wir diese Wörter nicht mehr als Zusammensetzungen erkennen (was ich lächerlich finde, aber sei`s drum), dann müssen wir sie nach Sprechsilben trennen. Die erste Sprechsilbe all dieser Wörter ist "he-", also doch eine mögliche Sprechsilbe!
Zusammensetzungen sollte man m. E. immer nach Bestandteilen trennen und nicht so tun, als könne ein Deutsch-Muttersprachler nicht erkennen, daß her und an usw. vollständige deutsche Wörter sind, he jedoch nicht.
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Wolfram Metz zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 10.07.2026 um 19.52 Uhr verfaßt.
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Ich muß aber gestehen, daß ich in letzter Zeit auch gelegentlich Putin gesagt habe, wenn ich Trump meinte. Allerdings habe ich es sofort gemerkt und auch gleich korrigiert.
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Theodor Ickler zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 10.07.2026 um 12.17 Uhr verfaßt.
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Auf einer Pressekonferenz in Ankara sprach Trump von der „Islamischen Republik Japan“ und nannte den neben ihm sitzenden Selenskij „Putin“. Wohlwollende Medien nennen es „Versprecher“, aber objektiv sind es Zeichen beginnender Demenz. Seine Leute standen mit steinerner Miene um ihn herum. Noch gehorcht ihm das Militär, aber irgend jemand wird die Notbremse ziehen müssen.
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 10.07.2026 um 12.15 Uhr verfaßt.
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Unter den turbulenten Meldungen rund um VW spielt auch das Modell "Touareg" wieder eine Rolle, so daß wir noch einmal über Automarkennamen sprechen könnten. Ich weiß schon, das Rennen von Dakar usw., aber es ist doch ziemlich provinziell, mit wirklichen oder scheinbaren "Wörtern aus der Fremde" beim deutschen, urlaubsseligen Autofahrer zu werben. Wie kommt es dem Targi vor, wenn er davon erfährt? Wer würde ein afrikanisches Auto, wenn es das gäbe, "Ostfriesen" nennen?
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Theodor Ickler zu »Silbentrennung«
Dieser Kommentar wurde am 10.07.2026 um 05.44 Uhr verfaßt.
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Da wir "heran" nicht mehr als Zusammensetzung sprechen, ist die Trennung "her-an" nicht plausibel. Andererseits finden wir "he-ran" auch nicht gut, weil eben "he-" keine mögliche Silbe ist. Bei "da-ran" habe ich kein Unbehagen; regional sagt man ja auch "dadran" usw.
"klein-ste" ist nicht regelrecht, weil kein deutsches Wort mit "ste-" beginnt (nur mit "schte-").
Worttrennung am Zeilenende ist eben immer etwas Künstliches und gehört eigentlich nicht zur Sprache.
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Manfred Riemer zu »Silbentrennung«
Dieser Kommentar wurde am 09.07.2026 um 20.32 Uhr verfaßt.
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beste, meiste sind natürlich sowieso unregelmäßige Sonderformen, wo man dann auch Ausnahmen bei der Trennung machen könnte, jenachdem, welche Regel angewandt wird.
Ich glaube, mein Unbehagen bei der Trennung innerhalb der Superlativendung kommt daher, daß es der einzige Fall ist, bei dem ein einzelner Konsonant an ein komplettes Morphem angehängt und der Rest abgetrennt wird. (So ist es wohl besser formuliert, als ich es gerade mit dem "Zerreißen" getan habe.)
Ob die Sprechsilben z. B. klein-ste oder kleins-te heißen, finde ich nicht so eindeutig.
Allgemein habe ich bei Wörtern mit st immer den Eindruck, daß die Reform aus dem einem Extrem "Trenne nie st" das andere "Trenne immer bei st" gemacht hat, egal, ob sinnvoll oder nicht.
Beispiele:
reformiert: Demons-tration
Die im Deutschen bewährte und auch lateinische Trennung Demon-stration ist gar nicht mehr erlaubt.
reformiert: Kons-truktion
Ist für mich völlig abwegig, wobei die bewährte Kon-struktion wenigstens auch noch erlaubt ist.
reformiert: As-tronomie
Es gibt doch auch die Regel, daß von drei oder mehr Konsonanten nur der letzte abgetrennt wird. Wie man hier in allen drei Fällen sieht, gilt diese Regel nicht, sobald ein st vorkommt.
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Theodor Ickler zu »Pädagogik vom Tage«
Dieser Kommentar wurde am 09.07.2026 um 15.35 Uhr verfaßt.
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Es sollte mich bei jedem anderen nicht interessieren, aber hat Josef Kraus eigentlich Kinder? Er schreibt seit Jahrzehnten über die Jugend von heute, da wäre das schon interessant zu wissen. Bei Hartmut von Hentig zum Beispiel ist es unbedingt relevant, schon weil seine pädagogischen Texte, wie er selbst nicht bestreiten dürfte, einen sehr persönlichen "Subtext" haben.
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Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 09.07.2026 um 14.26 Uhr verfaßt.
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Manche Gäste stellen das gebrauchte Geschirr zusammen, um dem Kellner das Abdecken zu erleichtern. Das läßt einen französischen Psychologen nicht ruhen: „Tabernero erklärt, dass selbstlose Hilfsbereitschaft gegenüber dem Kellner auf Empathie und Altruismus hinweisen könne.“ Usw. (FOCUS 9.7.26)
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Theodor Ickler zu »Silbentrennung«
Dieser Kommentar wurde am 09.07.2026 um 11.48 Uhr verfaßt.
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Nee, ganz im Gegenteil. Erstens trennen wir nach Sprechsilben, und be- ist keine. Das merkt man beim Vorlesen, was immer ein Hinweis auf Verständlichkeit ist. Außerdem ist bes- am Zeilende informativer als be-, was die zu erwartende Fortsetzung nach dem Zeilensprung angeht.
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Manfred Riemer zu »Silbentrennung«
Dieser Kommentar wurde am 08.07.2026 um 10.49 Uhr verfaßt.
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Suffixe werden nicht morphologisch getrennt, das sollte sich auch nicht ändern, aber war es nicht ein lesefreundlicher Nebeneffekt der st-Regel, daß die Superlativendung dennoch immer ganz blieb?
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Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 08.07.2026 um 07.31 Uhr verfaßt.
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Gegen „Theory of mind“: Das Kind lernt nicht „Du bist einer wie ich“, sondern „Ich bin einer wie du“. Das ist das ganze Geheimnis.
Neu ist es natürlich nicht, vgl. http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1106#52100 (Nietzsche, Spengler).
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