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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 12.59 Uhr verfaßt.

„»Hurenkind« und »Schusterjunge« sind sicherlich derbe Begriffe, die für manch einen diskriminierend klingen. Aber sie stammen eben aus einer Zeit, als politische Korrektheit noch keine Rolle spielte.“ (Monika Hoffman: Besser schreiben für Dummies. Weinheim 2015:112)




Theodor Ickler zu »Selbstlähmung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 10.56 Uhr verfaßt.

Es ist recht amüsant zu beobachten, daß Eisenberg heute vieles vorschlägt, wohlwollend kommentiert oder einfach kritiklos verbreitet, was er in seinem "Kompromissvorschlag" von 2003 "unsinnig" oder "völlig unverständlich" genannt hat. Er könnte ja auch einfach mal still sein und den verkorksten Dingen ihren Lauf lassen, wenn er schon die Reformkritik völlig aufgegeben hat.

Als Adressat seines neuen Buches kommt ja nur der Rat für deutsche Rechtschreibung in Betracht. Ratsuchende Schreiber sind mit dem Duden in jeder Hinsicht besser bedient. Aber der Rat wird sich über die so unvollständig und nachlässig formulierten Regeln lustig machen.


Theodor Ickler zu »Selbstlähmung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 10.26 Uhr verfaßt.

R56:
„Einschübe und Nachträge jeder Art können in Klammern gesetzt werden. Mit Klammern bringt sich der Schreiber selbst als Kommentator ins Spiel. Auch grammatisch integrierte Ausdrücke können in Klammern gesetzt werden, soweit sie fakultativ sind.“

Der zweite Satz gehört kaum in eine Rechtschreibregel.

R59:
„Wörtlich wiedergegebene Ausdrücke jeder Art setzt man in Anführungszeichen. Damit wird signalisiert, dass jemand anders als der Schreiber zu Wort kommt.

Unbedingt jemand anders?


Manfred Riemer zu »Selbstlähmung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 10.18 Uhr verfaßt.

Ich dachte, Substantive werden sowieso immer oder wenigstens im allgemeinen groß geschrieben. Wieso muß das dann für "feste, offene Konstruktionen" noch einmal besonders betont werden?

Zu regeln sind ggf. nur die Ausnahmen, wann Substantive klein geschrieben werden. Und zuallererst natürlich, was überhaupt ein Substantiv ist.


Theodor Ickler zu »Selbstlähmung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 09.29 Uhr verfaßt.

(Eisenberg) R41:
„Substantive in festen, offenen Konstruktionen werden großgeschrieben.
(Kommentar:)
Eine feste Konstruktion enthält nur festliegende grammatische Positionen. Sie ist offen, wenn jede der Positionen mit einer größeren Anzahl von Wörtern besetzt werden kann.“

Ist das nun verständlicher als das amtliche Regelwerk, und ahnt der Leser, welcher Gegenstand damit geregelt wird? Es geht um a) schnellen Schrittes, schweren Herzens, b) heute Morgen.


Theodor Ickler zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 07.47 Uhr verfaßt.

Der vielseitige Menno Aden veröffentlicht dieser Tage eine „Kulturgeschichte der deutschen Erfindungen und Entdeckungen: von Albert Magnus bis Konrad Zuse“ – um das „Mannschaftsgefühl“ der Deutschen zu stärken.


Theodor Ickler zu »Umfragen«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 06.05 Uhr verfaßt.

Journalisten berichten über Zufriedenheit oder Frust bei einzelnen Politikern oder ganzen Parteispitzen und merken selbst nicht, daß sie sich all das nur ausgedacht haben, ohne privilegierten Zugang. Das ist so üblich geworden, daß die Täuschung der Leser ohne jedes Unrechtsbewußtsein geschieht. Auch ein Aspekt des Überwiegens von Kommentar über Reportage.


Theodor Ickler zu »Entbildungsprogramm«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 05.15 Uhr verfaßt.

Gleichzeitig gibt Duden sub-urbikarisch an und will dort von der su-burbischen Trennmöglichkeit gar nichts wissen. Den mutmaßlichen Grund kann man nachvollziehen, aber insgesamt ist das Bild unbefriedigend und wird wohl keinen Bestand haben.


Germanist zu »Entbildungsprogramm«
Dieser Kommentar wurde am 28.03.2017 um 00.02 Uhr verfaßt.

Durch Scherz-Trennungen verschieben sich die Wortgrenzen, und es können lustige neue Wortbildungen mit völlig anderen Bedeutungen entstehen.


Theodor Ickler zu »Grammatica ancilla orthographiae«
Dieser Kommentar wurde am 27.03.2017 um 19.03 Uhr verfaßt.

„Schreibunsicherheiten können auftreten, wenn nicht klar ist, ob der erste Teil tatsächlich ein selbständiges Wort ist oder nicht. Beim Verb gérnhaben ist gérn kein selbständiges Wort: gérnhaben, gérngehabt; weil er sie gérnhat; Er hat sie gérn. Die Bestandteile gern und haben bilden eine trennbare Zusammensetzung.“

(Peter Eisenberg: Deutsche Orthografie. Regelwerk und Kommentar. Verfasst im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Berlin, Boston 2017:70)

Warum sollte gern kein selbständiges Wort sein?

Wieso ist aufheben EIN Wort?


Theodor Ickler zu »Umfragen«
Dieser Kommentar wurde am 27.03.2017 um 17.44 Uhr verfaßt.

FAZ-Umfrage: Ist der Schulz-Effekt mit der Saarland-Wahl vorbei?

Welcher Schulz-Effekt?

Übrigens titelt die Zeitung:

Das Erfolgsgeheimnis der Kramp-Karrenbauer

Längere Namen scheinen diese Konstruktion zu begünstigen. Das Erfolgsgeheimnis der Merkel würde man kaum sagen.


Manfred Riemer zu »Gräulicher Lerm«
Dieser Kommentar wurde am 27.03.2017 um 14.27 Uhr verfaßt.

Einträge auf dict.leo.org:

stalk ........ der Stängel Pl.: die Stängel
stem ......... der Stängel Pl.: die Stängel
caulis [Bot.] ... der Stängel Pl.: die Stängel
column [Min.] ... der Stängel Pl.: die Stängel [Kristallographie]
stipe [Bot.] .... der Stängel Pl.: die Stängel

amplexicaul Adj. [Bot.] .... stengelumfassend
stem-clasping Adj. [Bot.] ... stengelumfassend
clasping twisted-stalk [Bot.] .... Stengelumfassender Knotenfuß
clasping-leaved twisted-stalk [Bot.] ... Stengelumfassender Knotenfuß
white Mandarin [Bot.] ..... Stengelumfassender Knotenfuß wiss.: Streptopus amplexifolius


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