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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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R. M. zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 28.05.2017 um 01.29 Uhr verfaßt.

Schreiben die immer noch »Assad-Regime«?


Klaus Achenbach zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 28.05.2017 um 00.06 Uhr verfaßt.

Jeder, der regelmäßig die deutschen Medien verfolgt, weiß doch, daß zivile Opfer in Syrien nur Schuld des Assad-Regimes oder der Russen sind.

Bei dieser Meldung kann es sich folglich nur um "fake news" handeln.


Germanist zu »Aus der Zeitung«
Dieser Kommentar wurde am 28.05.2017 um 00.03 Uhr verfaßt.

Sie haben recht, das Alte Testament brauchen nur Juden.


Theodor Ickler zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 17.44 Uhr verfaßt.

Was da bei Schulz über Twitter, Facebook und Instagram ankommt, ist nicht nur schön, wie der 61 Jahre alte Würselner erzählt. „Tolle Ratschläge. Kauf’ Dir endlich mal Maßanzüge und nicht immer die von der Stange. Kauf’ Dir ’ne andere Brille. Der Bart... in Deutschland ist noch nie einer mit Bart Kanzler geworden“, witzelt Schulz über Schulz.
Dann ist Schluss mit lustig. Ihm werde der Charme eines Sparkassen-Angestellten angedichtet. „Neulich hab ich irgendwo gelesen, sieht aus wie ein Eisenbahn-Schaffner.“ Was sei das für eine oberflächliche Haltung, ereifert sich Schulz: „Die überwiegende Mehrheit der Menschen in diesem Lande (...) kauft die Anzüge von der Stange oder hat vielleicht auch nur ein Kassengestell bei der Brille. Aber genau das sind die Leute, die dieses Land am Laufen halten.“
(FAZ 27.5.17)

Das ist eine sehr riskante Rhetorik. Schulz kokettiert damit, daß er wenigstens aussieht wie jene "hart arbeitende" Bevölkerung, wenn er schon nicht selbst zu den Armutsgefährdeten gehört. Den "Eisenbahnschaffner" hat er schon mehrmals verwendet. Es wirkt nicht souverän. Frau Merkel kann sich zurücklehnen.


Theodor Ickler zu »Aus der Zeitung«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 17.30 Uhr verfaßt.

Warum sollte man ein solches Gebot in diesem Zusammenhang erwarten? Natürlich fehlen auch Klimaschutz und Mülltrennung.

Übrigens ging es mir gar nicht darum.


Germanist zu »Aus der Zeitung«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 13.44 Uhr verfaßt.

Bei den Zehn Geboten fehlt der Schutz der Kinder. Das schien den Verfassern nicht wichtig.


Theodor Ickler zu »Aus der Zeitung«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 08.57 Uhr verfaßt.

An mehreren Stellen habe ich erwähnt, daß viele sich ziemlich gedankenlos auf das Grundgesetz oder auf die Zehn Gebote berufen, d. h. ohne Kenntnis von deren Inhalt. Zum Haupteintrag möchte ich noch ergänzen:

Von den Zehn Geboten, dem "moralischen Fundament der ganzen Welt", sind einige offensichtlich moralisch irrelevant, weil sie nur die jüdische Religion und Lebensweise reglementieren. Das Verbot des Stehlens ist zwar moralisch und rechtlich bedeutsam, setzt aber das Privateigentum voraus, das zwar weit verbreitet, aber nicht universell ist. Ähnlich das Verbot des Ehebruchs: Die Ehe ist eine verbreitete, aber nicht ausschließlich gültige gesellschaftliche Institution. Der Umgang mit den Eltern ist von Fall zu Fall anders geregelt. Es bleibt eigentlich nur zweierlei: nicht lügen und nicht morden. Das ist schon sehr wichtig, aber auch ziemlich trivial. Die Menschheit muß deshalb nicht auf Moses warten.


Theodor Ickler zu »Tiefenkasus«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 08.44 Uhr verfaßt.

Wir hören also die "Kette" der sprachlichen Gebilde, sehen sie auch schriftlich vor uns – was machen wir nun? Um etwas Erklärendes dazu zu sagen, nehmen die Generativisten eine Tiefenstruktur an und erklären mehrdeutige Ausdrücke durch verschiedene Tiefenstrukturen. Dependenzgrammatiker arbeiten mit verschiedenen Abhängigkeitsbeziehungen, die sie durch verschiedene "Stemmata" (Bäumchen) darstellen.
Behavioristen vermeiden solche Hilfskonstruktionen. Sie untersuchen die Konditionierungsgeschichte. Ein Genitivus subjektivus wird in anderen Zusammenhängen gelernt als ein Genitivus objektivus. Das läßt sich an die Sprachgeschichte anschließen. Der Junggrammatiker leitet das Gegebene aus seiner Entstehung her. Die Disambiguierung ist dann eine von den leichteren Übungen.
Sprachgeschichte und Lerngeschichte finden in aller Öffentlichkeit statt, Hilfskonstruktionen sind nicht nötig.


Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 08.19 Uhr verfaßt.

Laut FAZ sind bei einem amerikanischen Luftangriff in Syrien über 100 IS-Angehörige getötet worden. In Wirklichkeit waren es Familienangehörige von IS-Angehörigen, darunter 40 Kinder, wie in derselben Meldung auf S. 6 zu lesen ist.

Der Anschlag auf koptische Christen in Ägypten steht auf der Titelseite. So wurde gestern auch in jeder Nachrichtensendung des Bayerischen Rundfunks der Anschlag auf die Christen erwähnt, nicht aber der Angriff auf die Syrer. Ich habe immer darauf gewartet, aber es ging dann jeweils mit der Zweiten Bundesliga weiter. Eingebetteter Journalismus.


Theodor Ickler zu »Verständlichkeit«
Dieser Kommentar wurde am 27.05.2017 um 04.45 Uhr verfaßt.

Während die Leichte Sprache auf serifenlosen Schriften besteht, ist die Brotschrift unserer großen Zeitungen, die doch gekauft und gelesen werden wollen, durchweg serifenhaltig. Das sollte zu denken geben.


R. M. zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 26.05.2017 um 17.28 Uhr verfaßt.

Wer bad mit böse übersetzt, wird den Rest der Aussage wohl auch nicht verstanden haben.


R. M. zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 26.05.2017 um 17.25 Uhr verfaßt.

Die Erinnerung an das eigene Geschwätz von gestern (frühere Zusagen) ist schlimmer als jede neue Forderung.


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