Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 10.08.2026 um 05.29 Uhr verfaßt.
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Man sollte meinen, die Unterscheidung zwischen „Gefühl“ und „Stimmung“ gehöre zu den elementaren Aufgaben einer Synonymik. Hält man die Einträge im „Dorsch“ nebeneinander, so erlebt man ein Debakel. Abgesehen davon, daß das im Deutschen künstliche Wort „Emotionen“ viel ausführlicher behandelt ist als (von derselben Autorin) das vertraute „Gefühl“, sind alle diese Einträge in einer gemischten Begrifflichkeit abgefaßt, die Folkpsychologie und neuere theoretische Konstrukte (ebd.) sowie physiologische Schlenker vereint und keinen direkten Vergleich zuläßt. Ohne Vertrautheit mit der (gebildeten) alltagspsychologischen Verständigungsrede versteht man gar nichts. Auch rein definitionstechnisch eine Katastrophe! Und das ist schon die 20. Auflage eines Standardwerks! Ich will auf die Einzelheiten des Jargons hier nicht eingehen, sehen Sie sich den Galimathias selbst an! Das soll eine Wissenschaft sein, die man studieren kann?
Der "Fall Paul Ekman" paßt dazu.
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 09.08.2026 um 04.56 Uhr verfaßt.
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„Kulturfremd“ ist das Schlagwort der Stunde. Kulturfremdheit ist erblich. Ist wenigstens ein Elternteil nichtmigrantisch, ist der Nachwuchs halbkulturfremd, kann aber vorerst noch „Baby-Begrüßungsgeld“ empfangen, erst recht natürlich Viertelkulturfremde.
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Theodor Ickler zu »Salze uälier ausgefilhn«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2026 um 05.57 Uhr verfaßt.
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Zu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1272#15660
Pater Anselm Grün kommt nach Erlangen und will uns Lebensmut machen. Nach meinen Berechnungen muß er seit meinem letzten Eintrag schon wieder 100 Bücher geschrieben haben.
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Theodor Ickler zu »Abfall für alle«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2026 um 05.45 Uhr verfaßt.
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Die DFG hat vor einigen Jahren ein Projekt bewilligt, das die Sprachphilosophie der Modisten wiederbeleben wollte. Nach dem Tod der Initiatorin Elisabeth Leiss wird es wohl nicht weitergeführt werden, und wenn man die Projektbeschreibung (https://idw-online.de/de/news305142) und weitere Schriften (Leiss: Sprachphilosophie) liest, ist das auch nicht zu bedauern.
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Theodor Ickler zu »Abfall für alle«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2026 um 05.10 Uhr verfaßt.
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„Eine unvoreingenommene Analyse sprachlicher Zeichen, die sich deren äußere Struktur zum Gegenstand macht und ihre Bedeutung dazu in Beziehung zu setzen sucht, also Linguistik als empirische Wissenschaft, kam überhaupt erst im 20. Jh. auf.“
(https://www.christianlehmann.eu/publ/Thomas_von_Erfurt.pdf)
Wie bitte? Eine solche Analyse (vyakarana) hat schon Panini vor zweieinhalbtausend Jahren vorgelegt, und die ganze gewaltige Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts ließ für das zwanzigste nicht mehr annähernd viel zu tun. Lehmann scheint es aber ernst zu meinen, denn er fährt fort:
„Die ganze Geschichte der Sprachwissenschaft bis dahin kann also durch zwei Eigenschaften charakterisiert werden: erstens durch den naiven Sprachchauvinismus, nach welchem meine Sprache eigentlich die einzig normale ist, zweitens durch einen aprioristischen und präskriptiven Zug, wonach der Sprachgebrauch nicht empirisch festgestellt, sondern als Kunst gelehrt wird.“
Demnach hätte die Scholastik bis 1900 gedauert? Wie ist so etwas möglich?
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2026 um 18.07 Uhr verfaßt.
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Im Epilog zu ihrem Buch fassen Haberman und Swan zusammen:
„Trump was the first modern President to govern as though the international system simply did not exist. His predecessors, even the most hawkish among them, had operated within a web of treaties, institutions, and norms – NATO, the United Nations, The World Trade Organisation – that shaped and constrained how American power was exercised. Trump did not merely buck against these constraints, as other Presidents had; he ignored them entirely, and in doing so demonstrated that they had no mechanism to stop him.“
Er sagte: „I don’t need international law.“
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Theodor Ickler zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2026 um 18.04 Uhr verfaßt.
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„US-Präsident Donald Trump tritt Berichten über angeblich schwindende Waffenvorräte im US-Militär als Folge des Iran-Kriegs entgegen – und droht Menschen, die dies verbreiten, mit langen Haftstrafen.“ (FOCUS 6.8.26)
Aber Trumps Militärberater hatten unmittelbar vor seinem Angriff auf Iran vor solchen Engpässen gewarnt. Er hörte aber nicht auf sie, sondern auf Netanjahu, der ihm die Machbarkeit des Krieges in rosigen Farben schilderte. Der Verlauf der Besprechungen ist unwidersprochen bei Haberman/Swan wiedergegeben.
Natürlich kann Trump auch nicht mit Haftstrafen drohen.
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Theodor Ickler zu »Feucht und schmutzig«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2026 um 06.04 Uhr verfaßt.
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Ist Ekel (eine von Ekmans Basisemotionen) etwa nicht intentional, nicht „gerichtet“, nur weil man sagt „sich vor etwas ekeln“ und nicht „etwas ekeln“? Sprachverführte Phänomenologen.
Ekel wird viel seltener besprochen als andere „Gefühle“. Ich hatte den (eingebildeten) Tropfen Kuhharn im Wasserkrug erwähnt, eigentlich eine saubere und hygienische Sache und doch für die meisten ziemlich schlimm. Das ist irrational. Ein abgeschnittener Fingernagel im Kuchen schadet auch niemandem. Ein Onkel fand mal einen Fingerverband in einer Fischdose. Das galt in der Familie als so eklig, daß es noch Jahrzehnte weitererzählt wurde. Kleine Kinder ekeln sich noch nicht, aber ich habe mehrmals beobachtet, daß sie „mutzige“ Hände abzuwischen versuchen, ein Ergebnis der Erziehung und daher sehr verschieden ausgeprägt. Ekeln sich Tiere? Katzen, die man an etwas Parfümiertem (wie Hautcreme) riechen läßt, haben eine bestimmte Art, sich schnaubend abzuwenden, die auf uns lustig wirkt. Ist das Ekel?
Das schlecht abgrenzbare Gebiet der "Gefühle" ist der schwierigste Teil in der üblichen dreigliedrigen Inventarisierung des Psychischen (Wissen/Denken, Wollen, Fühlen).
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Theodor Ickler zu »Lectio facilior«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2026 um 12.03 Uhr verfaßt.
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Grundkurs Philosophie des Geistes, Band 3: Internationalität und mentale Repräsentation
(Anzeige eines Buchs von Thomas Metzinger bei Amazon) (statt Intentionalität)
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Theodor Ickler zu »Delirium«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2026 um 07.48 Uhr verfaßt.
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Thomas Metzinger: Bewusstseinskultur: Spiritualität, intellektuelle Redlichkeit und die planetare Krise. Berlin 2023
Wie bewahrt man seine Selbstachtung in einer historischen Epoche, in der die Menschheit ihre Würde verliert?
Wir brauchen ein neues Leitbild für die planetare Krise. Das alte, durch Gier, Neid und Dominanzstreben angetriebene Modell des kontinuierlichen Wirtschaftswachstums führt uns in eine globale Katastrophe. Der offensichtlichste Grund (von vielen) ist die enge Korrelation zwischen Wachstum und Kohlendioxidemissionen.
Wir müssen uns ehrlich machen!
Realistisch betrachtet sind unsere Möglichkeiten bereits jetzt auf Schadensbegrenzung und intelligentes Krisenmanagement beschränkt. Intellektuelle Redlichkeit, Mitgefühl und eine bestimmte Form von innerer Bewusstheit sind das, was wir für mentale und politische Resilienz dringend brauchen. Der Begriff einer »Bewusstseinskultur« bildet den Ausgangspunkt für eine neue Debatte.
Mehr als dreißig Jahre lang haben wir sehenden Auges versagt. Neben unserem Mangel an Selbstachtung und dem fehlenden Mitgefühl für künftige Generationen war eine der Hauptursachen für die sich anbahnende planetare Krise ein Mangel an kultureller Kreativität: Wir waren nicht in der Lage, die alten Werte hinter uns zu lassen und alternative Leitbilder zu schaffen.
Genau das ist aber dringend erforderlich, um einen neuen kulturellen Kontext für den Ausstieg aus dem Wachstumsmodell zu schaffen. Wir brauchen eine Bewusstseinskultur, die sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene funktioniert. Wege dahin zeigt dieses Buch.
»Viele von uns haben wenig Mitgefühl und keine Achtung vor den Personen und leidensfähigen Wesen, die nach uns auf diesem Planeten leben werden. Das führt dazu, dass wir bald auch uns selbst nicht mehr als rationale Personen ernst nehmen können, weil wir über Jahrzehnte vorsätzlich empirische Tatsachen ignoriert und auf politischer Ebene unsere eigene Selbsttäuschung organisiert haben. Die Klimakatastrophe wird deshalb auch dazu führen, dass wir uns zunehmend als scheiternde Spezies erleben und auf eine historisch neue Weise unter dem Verlust unserer Würde leiden. Wir brauchen eine radikale neue Bewusstseinskultur.« Thomas Metzinger
Ich mußte schon lachen über Husserls Anspruch, das „europäische Menschentum“ zu retten, aber nun geht es gleich um die ganze Menschheit und den Planeten. „Bewußtseinskultur“ und „Redlichkeit“ sollen helfen. Marketing braucht Wortmarken. (S. auch https://www.socialnet.de/rezensionen/30867.php)
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2026 um 05.46 Uhr verfaßt.
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In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Darum müssen wir Muslime dulden. „Kulturfremde“ müssen wir allerdings nicht dulden, zum Beispiel Muslime; die müssen alle weg. Auch die scheinbar integrierten, die hier zu Millionen in regulären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten – und uns zwar nicht messern, aber umvolken, mit oder ohne Absicht.
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2026 um 05.39 Uhr verfaßt.
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Endlich mal ein Eintrag, der genau zum Titel dieses Fadens paßt:
„Festung Europa heißt die Antwort. So wie die USA der Piraterie von Berberfürsten ein Ende setzten, kann nur eine militärische Festung Europa die islamische Landnahme im Westen aufhalten und rückgängig machen.“ (Tichy, 4.8.26)
Gleichzeitig soll es um „Menschenhandel“ gehen, was ja mit islamischer Landnahme nicht recht zusammenpaßt. Man sieht, wohin die Wahnvorstellung von der Islamisierung führt.
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