Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 17.18 Uhr verfaßt.
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Während die Nichtdenker jeden kalten Tag mit der höhnischen Frage quittieren, wo denn nun die Erderwärmung bleibe, bemühen sie sich zur Zeit mit ihrer speziellen Logik, die ungewöhnliche Hitze herunterzuspielen: Es ist einfach schönes Sommerwetter! (Alexander Heiden bei Tichy 25.6.26) Ein Leser meint: „ein paar normale Hochsommertage“ (im Juni!) würden zum Drama aufgeblasen. - Es fällt auch wieder auf, daß der Horizont dieser Leute nicht über Deutschland hinausreicht. Auch die Energiewende und die Pandemiebekämpfung sind ja Alleingänge der verrückten Deutschen, nicht wahr?
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Manfred Riemer zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 14.37 Uhr verfaßt.
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Ihre Sendung wird gerade CO²e-frei zugestellt.
(DHL)
[Das Wort "CO²e-frei" ist noch unterstrichen und die ² tief- statt hochgestellt, krieg ich hier nicht hin.]
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Theodor Ickler zu »Friede sei mit euch!«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 11.09 Uhr verfaßt.
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Scharia statt Schulordnung
Der Islam frisst sich durch die Klassenzimmer
Ist das nicht schrecklich? Bisher sieht man nur die Fraßspuren des Christentums. Unsere Kinder sind in Bayern zur Schule gegangen, also zur „Ehrfurcht vor Gott“ (oberstes Bildungsziel) erzogen worden – von Staats wegen. „Politischer Islam“? Das kennen wir auch.
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Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 10.36 Uhr verfaßt.
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Na ja, es kommt schon auch darauf an, in welcher polemischen Absicht man etwas formuliert, das haben wir ja oft beim Spiel mit den Prozentabgaben erlebt. (Prozent der Stimmen oder Prozent der Wahlberechtigten? Wenn man es geschickt anlegt, war noch keine Bundesregierung von einer Mehrheit getragen.) In der Hohen Schule der Gehässigkeit versteht man sich auf so etwas.
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Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 10.22 Uhr verfaßt.
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Na ja, was heißt delegitimieren. Die sog. 5%-Hürde gilt schon auch für die CSU. Wenn sie die nicht erreicht, hat sie ein Problem. Bis jetzt ist sie aber immer über die Direktmandate reingekommen und hatte keinen Anlaß zur Sorge. Aber diese Regel wurde eigentlich abgeschafft und vom Verfassungsgericht nur vorläufig wiedereingesetzt. Da ist also noch eine gesetzliche Entscheidung fällig.
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 10.01 Uhr verfaßt.
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Ich bin jetzt erst auf die These gestoßen, daß Erdöl nicht (oder nicht nur) auf frühere Biomasse zurückgeht, sondern aus dem Erdinneren unaufhörlich nachfließt – weshalb wir auch nicht daran zu sparen brauchten. Die Konzerne halten es künstlich knapp. Kein Wunder, daß Querdenker das auch in meinem rechtsradikalen Lieblingsmagazin verbreiten, wo man bekanntlich alles glaubt.
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Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 04.52 Uhr verfaßt.
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Die CSU liegt bundesweit unter 5 Prozent. Tolle Erkenntnis! Allerdings wenig geeignet, die CSU zu delegitimieren. Man kann natürlich die regionale Aufspaltung der Unionsparteien kritisieren, aber das ist ein ganz anderes Thema. (Gut vier Fünftel der Deutschen können die CSU gar nicht wählen.)
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Theodor Ickler zu »Synonymie«
Dieser Kommentar wurde am 25.06.2026 um 04.22 Uhr verfaßt.
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Duden sieht in „schmunzeln“ eine „Iterativbildung“, aber das ist eine rein mechanische Zuordnung, weil man mit -el eben ein für allemal „iterativ“ verbindet, obwohl es fast nie stimmt. Auch „lächeln“ heißt ja nicht ‚mehrmals lachen‘. Es ist fast immer deminutiv, verniedlichend, hypokoristisch. Vgl. http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1044#36261.
Bei „schmunzeln“ erkennt man noch etwas (s. auch Wikipedia): Mit der genauen Beschreibung der Mimik ist es nicht getan. Ich hatte schon mal darauf hingewiesen, daß man nicht morgens aufwachen und sich schämen kann (http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1370#57609, http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1240#50189). Es muß etwas vorhergegangen sein, was dem Typ nach in die Bedeutungsbeschreibung solcher Wörter gehört. Beim Schämen ist sogar ein weitläufiger gesellschaftlicher Zusammenhang einzubeziehen. Eine Merkmalssemantik kann das nicht erfassen.
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Wolfram Metz zu »Plastikwörter«
Dieser Kommentar wurde am 24.06.2026 um 23.37 Uhr verfaßt.
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Die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Claudia Plattner, will nach dem Ausfall aller Züge im gesamten Bundesgebiet wohl sagen, daß die Bahn Vorkehrungen treffen muß, um eine Wiederholung zu vermeiden, und daß ihr Amt die Sache gründlich prüfen wird. Wörtlich sagt sie: »Wir müssen sicherstellen, daß wir eine operative Exzellenz haben, die solche Dinge extremst unwahrscheinlich macht, und da werden wir sicherlich auch noch mal sehr viel tiefer reinschauen, um festzustellen, wo man hier gegebenenfalls auch noch was optimieren muß.«
Die vielen Füllwörter seien ihr verziehen, so reden wir alle. Aber es ist bezeichnend, daß es ihr nicht gelingt, in einer recht simplen Aussage jenen aufgeblasenen Jargon abzulegen, der ihr aus ihren üblichen dienstlichen Kontakten vertraut sein dürfte. Jeder Sänger oder Schauspieler, der zweimal kurz im Fernsehen zu hören oder sehen war, wird heutzutage als »Star« bezeichnet; wenn im Winter Schnee und Eis den Verkehr behindern, ist ausnahmslos vom »Schneechaos« die Rede; und wenn etwas gut organisiert ist oder zuverlässig funktioniert, ist es immer gleich »Exzellenz«. Was soll das?
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 24.06.2026 um 17.18 Uhr verfaßt.
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Die Apothekenzeitung pries kürzlich das gesündeste Volk der Welt. Allerdings sagt die Google-KI:
"Die Lebenserwartung bei der Geburt der Hadza in Tansania ist mit etwa 31 bis 33 Jahren sehr niedrig, was hauptsächlich auf eine hohe Kindersterblichkeit zurückzuführen ist. Wer jedoch die Kindheit überlebt, hat gute Chancen, ein höheres Alter zu erreichen; viele Hadza werden über 60 Jahre alt."
Das erinnert an die „Steinzeitdiät“. Der fossile Befund führt eher dazu, daß man mit diesen Vorfahren nicht tauschen möchte.
Bei Platon steht übrigens, daß arme Leute nicht zum Kränkeln neigen. Entweder sie legen sich hin und sterben, oder sie machen weiter.
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Manfred Riemer zu »Das „bilaterale Zeichen“«
Dieser Kommentar wurde am 24.06.2026 um 16.29 Uhr verfaßt.
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Ich habe von keinem "zweiten Wesen" gesprochen.
Das "sich verhalten" oder "Verhalten" ist gar kein Wesen. "jemand oder etwas", der/das sich verhält, ist das einzige hier beteiligte physische Wesen. Es entsteht nicht erst durch die Substantivierung. Nur dank ihm allein kann das abstrakte "Verhalten" physisch genannt werden, obwohl es kein physisches Wesen ist.
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Theodor Ickler zu »Das „bilaterale Zeichen“«
Dieser Kommentar wurde am 24.06.2026 um 14.37 Uhr verfaßt.
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Verhalten ist nichts Körperliches? "Verhalten" ist ein Verbalabstraktum zu "sich verhalten", dessen Substantivierung. Man drückt damit aus, daß jemand oder etwas sich verhält. Durch die Substantivierung, eine rein sprachtechnische Operation, entsteht kein zweites Wesen neben dem "sich verhalten", das man nichtmateriell nennen könnte.
Wenn der Zoologe einen Affen beobachtet, wird er kaum zugeben, daß der Affe physisch sei, sein Herumturnen aber nicht. Warum nicht solche Begriffe einfach weglassen? Materiell – immateriell, was soll das?
Ich habe übrigens nicht gesagt, daß die Bedeutung keiner Erwähnung wert und deshalb weglaßbar sei. Ich halte es für selbstverständlich, daß Zeichen Bedeutung haben, und das habe ich sehr breit dargelegt, ebenso wie Skinner in seinem ganzen Buch.
Dafür haben wir nicht auf Saussure warten müssen, und das ist auch nicht das Neue und Kritisierbare an seiner Zeichentheorie.
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