Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.09.2010 um 16.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6798
Brüderle will offen halten, Schäuble will festzurren
(FAZ v. 01.09.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 01.09.2010 um 12.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6797
*Bild*-Newsticker schwört unverfrört schwach: "Nach Angaben der Gaddafi-Stiftung, die sich seit drei Jahren für einen Dialog zwischen den Islamisten und den libyschen Behörden einsetzt, durchliefen alle Freigelassenen ein Wiedereingliederungsprogramm und schwörten vor ihrer Entlassung der Gewalt ab." (1.9.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 30.08.2010 um 11.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6788
"...Netzwerke. die über Jahrzehnte lang aufgebaut wurden..."
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.08.2010 um 16.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6787
"...konnte man Kriegsversehrte am Beckenrand ihre Liegestützen machen sehen..."
(G.Stadelmaier, FAZ v. 28.08.)
Schon damals gab es offenbar ein Kostendämpfungsprogramm, so daß die Versehrten ihre Hilfsmittel selber herstellen mußten.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.08.2010 um 10.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6786
Apropos Amtsdeutsch: Die frühere Post und heutige Telekom geht da schon immer ihren eigenen sprachlichen Sonderweg. Das hat bereits auf andere Unternehmen abgefärbt. Wenn ich dort eine Leistung wünsche, muß ich diese "beauftragen". Ich beauftrage also nicht den Dienstanbieter, sondern eine Leistung.
So wird dort die Sprache vergewaltigt.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 um 19.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6785
Das wird schon zutreffen, weil hier ein Unterschied in der Rechtssprache auf den allgemeinsprachlichen Standard durchschlägt. Dafür gibt es viele weitere Beispiele. Das österreichische Deutsch ist eben eine Erfindung der Wiener Beamten.
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Roger Herter
Basel
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 um 18.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6784
Zu kündigen nennt das "Variantenbuch des Deutschen" (Berlin 2004) noch diesen wichtigen regionalen Aspekt: in A immer [!] mit Akkusativobjekt verbunden (jmdn. kündigen), in CH und D mit Dativobjekt (jmdm. kündigen). Die Verwendung mit Akkusativ ist in D nur im Grenzfall des Standards möglich: Es gibt überhaupt keinen Grund, die Prekaristen zu kündigen. (1997; wobei der Beleg allerdings einer österreichischen Quelle entstammt.) Sollte die Angabe ("in A immer") tatsächlich so strikt zutreffen, erstaunte mich das Schweigen des Rechtschreibdudens dazu doch sehr.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 um 13.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6783
<jmdm. kündigen> jmds. Arbeitsverhältnis für beendet erklären: die Firma kündigte ihm [zum Quartalsende]; ihr kann, darf nicht gekündigt werden; <jmdn. kündigen> (ugs.:) man wollte sie kündigen; sie wurde [fristlos] gekündigt
(Duden – Das Stilwörterbuch, 9. Aufl., Mannheim 2010)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 um 11.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6782
Lieber Kratzbaum, wenn Sie es so sehen, ein zweites, neues Wort kündigen im Sinne und nach dem Muster von entlassen, dann gebe ich Ihnen recht. Ich bin eben nur zurückhaltend beim Anerkennen solcher neuen Wörter. Im Moment würde ich das noch als Fehler betrachten. Mag sein, daß so eine Tendenz bei kündigen besteht.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 um 10.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6781
Lieber Herr Riemer,
die beiden Beispiele mit dem korrekten Dativ haben eben insofern damit zu tun, als sie aus demselben Artikel stammen. Deswegen auch die Überschrift "Unsicher"... Einen Vertrag kündigen ist etwas anderes, als eine Person kündigen. Ich denke, es handelt sich um eine verkürzte Ausdrucksweise von: Der Person wurde das Arbeitsverhältnis, die Stellung gekündigt. Das persönliche Passiv ist evtl. übertragen von "Ich wurde entlassen".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 um 07.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6780
Schulkindern zum Beispiel jetzt wohl beispielhafte welt.de-Botschaft nach Prügelei der Griechen und Serben beim Basketball: "„Wir glauben, dass dieses Urteil eine starke Botschaft an alle Spieler ist, dass ihr Verhalten auf und abseits des Courts beispiellos sein muss“, hieß es in einer Erklärung der FIBA." (26.8.)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.08.2010 um 23.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6779
Transitiver Gebrauch wäre: Die Firma kündigte den Vertrag. Der Vertrag wurde gekündigt.
Die Firma kündigte den Stromdieb. Der Stromdieb wurde gekündigt. - diese beiden halte ich für ungebräuchlich bzw. für fehlerhaft. Die anderen beiden Beispiele haben ja damit nichts zu tun, sie sind in Ordnung, denn die Personen stehen im Dativ. Ausführlicher: Die Firma kündigte der Kassiererin den Vertrag. Der Kassiererin wurde der Vertrag gekündigt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 26.08.2010 um 21.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6778
Unsicher
Schon seit längerem liest und hört man Sätze, in denen "kündigen" mit einem persönlichen Passiv verbunden wird: Er wurde gekündigt. Interessanterweise wird das Verb im Aktiv nicht transitiv gebraucht, also nicht: Die Firma kündigte ihn.
Beispiele aus WELT-online von heute:
Der Stromdieb...wurde gekündigt (Überschrift)
Der Kassiererin wurde gekündigt...
Einem Computerfachmann war gekündigt worden...
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 25.08.2010 um 22.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6773
"Inklusive beitragsfrei Mitversicherten gibt es sogar 307000 weniger Menschen mit dem orangefarbenem DAK-Kärtchen." (MM, 31.7.2010, S. 1)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.08.2010 um 17.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6771
Sie kriegen's einfach nicht hin
Auch wenn in den meisten Jobcentern künftig Arbeitsagentur und Kommune kooperieren und so Einfluss bleibt, kommt die Kritik zu recht.
Wolfdietrich Schnurres beeindruckendes Werk "Schattenfotograf" wurde zurecht neu aufgelegt.
(FAZ v. 20.08.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 21.08.2010 um 09.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6762
Verglichen mit der Aussprache des Standard-Hochdeutschen ist hier nur die Stimmhaftigkeit des Konsonanten weggefallen. Das kann schon passieren. Auch das "p" statt "b", von dem in news&id=1336#16749 und news&id=1336#16751 die Rede ist (Bauer/Pauer), zeigt den gleichen Lautwandel. — Zur Schreibung hier, wie's hier in einem anderem Strang steht: "Wenn jeder schreibt, wie er spricht, macht er keine Fehler – logisch!"
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 21.08.2010 um 00.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6761
Man gebe mal "Abfrackprämie" ein und wundere sich über ca. 740 Wortmeldungen bei Google, einige davon mit "w".
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 20.08.2010 um 18.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6760
Nicht nur dort. Auch der Koblenzer sagt zum Unfallauto Frack.
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Jan-Martin Wagner
Kiel
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Dieser Beitrag wurde am 20.08.2010 um 11.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6759
Nein, sondern vermutlich ein Autor aus "Mitteldeutschland" (Sachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt); dort werden sehr gern die harten und weichen Konsonanten vertauscht bzw. die harten bevorzugt
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Rominte van Thiel
Röttenbach
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Dieser Beitrag wurde am 20.08.2010 um 10.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6758
"Snus“, der Lutschtabak aus Schweden, soll Europas Raucher vom Klimmstengel entwöhnen. (faz-net) Eine neue Alpinsportart?
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 17.08.2010 um 23.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6744
Zu den ostfriesischen Zitaten von Kratzbaum hier ein weiteres: Die Stadt Norden pries einen Platz zum Verweilen an, dessen Schotterfläche sie attraktiviert (vermutlich durch eine Teerdecke) hatte. Im nächsten Satz wurde dann auch noch die Infrastruktur attraktiviert. Ob Norddeich-Radio die Meldung weltweit verbreitet hat, ist nicht belegt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 17.08.2010 um 20.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6743
MItbekommen?
Eine solche Tat ...habe er aber während seiner bisherigen Dienstzeit noch nicht mitbekommen, so der Leitende Oberstaatsanwalt.
(Ostfriesen-Zeitung v. 17.08.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 15.08.2010 um 08.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6741
Bei der Rechtschreibung doch recht eigen: "Tatsächlich haben sich viele Autoren diese Weisheit zu Eigen gemacht". Aber zu der kommt man, wenn man "sich in Bibliotheken auf die Suche nach den Bizzaresten unter den Balzenden" macht (um *Das bizarre Paarungsverhalten der Tiere* zu besprechen [welt.de, 14.8.]).
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 15.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6739
die rubeneske Sopranistin
(FAZ v. 14.08.)
Nach dem bekannten Maler P.P. Ruben
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 12.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6738
Helfen sie mit, der Elbe ihre Überschwemmungsflächen zurück zu geben und den ökologischen Hochwasserschutz voranzutreiben.
(Anzeige des BUND)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 12.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6737
Hoffen wir auf eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen dem Gewaltberater und der Mißbrauchsbeauftragten!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 12.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6736
Hilfe für prügelnde Männer - Täterarbeit - Gewaltberater... (Heimatblatt der Emder Zeitung)
Daß das nur keiner falsch versteht!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 12.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6735
"...hat Wulff der Vereinigung von 250 Offiziersanwärtern beigewohnt."
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 12.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6733
"...gibt es nur noch ein Gezerre um der Weisheit letzter Schluss."
"Dass das Auricher Rathaus nicht das Schönste ist...
(Monika Bogena, Ostfriesen-Zeitung v. 14.08.)
MB rentnergepflegt/ Scheckheft gepflegt (OZ v. 14.08. - Anzeigenteil)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 14.08.2010 um 10.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6731
"Es geschah am hellichten Tag" (Gert Fröbe). Aber dann: "Der tollpatchige Geheimagent..." (R. Atkinson).
Das Programmheft rtv.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.08.2010 um 22.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6728
Dibbert will auch eine nationale Gesundheitsstrategie.
Ja, wenn man nur wüßte, was Gesundheit eigentlich ist... "Gesund leben" und gesund sein sind eben zwei Paar Stiefel.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.08.2010 um 18.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6727
...ein Ergebnis, dass auch DKV-Chef Günther Dibbert überrascht."
(WELT-online)
Die Rechtschreibprobleme von WELT-online überraschen dagegen nicht.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 10.08.2010 um 16.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6726
Solche Anfängerfehler sind schon nicht mehr interessant. Sie zeigen nichts als Schlamperei. Die FAZ ist eben nicht mehr, was sie im Sprachlichen durchaus mal war: Journalistisches Vorbild. Sowas sollte man nicht als für Schulkinder geeignet der Öffentlichkeit vorsetzen: "Sie, knapp Dreißig, eine attraktive Dunkelhaarige, lässt sich zwar mit Geschenken umgarnen, ist aber nicht interessiert." (faz.net, 10.8.10), "Wiesbaden liebäugelt derweil mit einer höheren Automatensteuern." (faz.net, 10.8.10) — Und natürlich schon gar nicht wegen der Einstellung zur Schreibarbeit!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 09.08.2010 um 19.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6724
Na, was denn nun bei welt.de: "Kaum eine andere Substanz fasziniert Mediziner und Forscher so sehr wie der Wirkstoff Resvervatrol." / "Dem in der Schale von Trauben enthaltenen Wirkstoff Reservatrol werden wunderbare Eigenschaften zugeschrieben" / "Außerdem wirkt Resvervatrol ausgeprägt antientzündlich (antiinflammatorisch)" / "Resvervatrol gehört zur großen Gruppe der Polyphenole" / "Gemeinhin gilt Reservatrol als „Wirkstoff des Rotweins“ und kommt hauptsächlich in der Traubenschale vor." Später ist's dann nur noch "Reservartrol". Und weil's nicht schaden kann, hier noch, worin das ganze gipfelt: "Das sind zweifelsohne gute Nachrichten für jene, die einem kleinen Schoppen guten Rotweines nicht abgeneigt sind. Das Nachsehen haben Weißwein- und Biertrinker." (www.welt.de) Aber da fragt dann ein Kommentator: "[W]as war denn da für ein Dilettant am Werk[!] Die Substanz heißt Resveratrol und nicht Resvervatrol (wie im Abstract) oder Reservatrol (wie im Rest des Textes)."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 08.08.2010 um 22.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6717
Die Sachsen haben bisher immer zusammen gestanden. (WELT-online)
Ob das den Flutopfern hilft?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.08.2010 um 14.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6712
Polizei korrigiert Opferzahl ("Blickpunkt")
Zwar korrigiert sie nur die Angabe darüber, aber ich denke, als Zeitungsüberschrift kann man das hinnehmen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 12.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6705
Nun müßte man noch wissen, ob diese Leute "das Klientel" wie "das Kapitel" aussprechen. Oder doch wie "das Haargel".
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 09.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6700
Ähnlich wie bei der Biermanufaktur erging es mir heute morgen, als zwei Radiosender (wohl als Agenturmeldung) berichteten, das Hochwasser in Pakistan habe sich nach Süden verlagert. Es handelt sich doch nicht um abgefülltes Wasser.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.08.2010 um 22.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6698
Ja, Herr Westrich, so sehe ich das auch. Bier ist ja kein Gegenstand, der wahlweise maschinell oder mit der Hand hergestellt wird. Die Bierherstellung dürfte in einer kleinen Brauerei nicht viel anders ablaufen als in einer Großbrauerei.
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Paul Westrich
Kusterdingen
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Dieser Beitrag wurde am 05.08.2010 um 20.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6697
zu #6695 "kann man eine Apfelweinkelterei "Manufaktur"nennen? ". Eine lokale Brauerei, die Baisinger Löwenbrauerei, nennt sich seit einigen Wochen "Baisinger BierManufaktur". So jedenfalls steht es jetzt auf dem Flaschenetikett. Bei Porzellan und der Herstellung von Geschirr kann ich das ja nachvollziehen, aber bei einem Getränk, das durch Gärung entsteht?
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 05.08.2010 um 20.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6696
@Calva # 6564 "krottenschlecht" geht auf die Krott (e)/Krot/Kröte zurück, während Ihre vermeintliche Herleitung aus frz. crotte zu Krotz geführt hat.
KROTZ, 'tabes, vlecke vel croz' DIEF. 571a aus einem md., wol rhein. voc. des 14. jh., stimmt zu nl. krotte lutum vestibus haerens KIL., vgl. SCHUERMANS 301b; entlehnt franz. crotte, prov. crota gassenkot u. ä., s. DIEZ 604 (2, 260). dasselbe ist engl. crote a clod of earth HALLIWELL 282b, STRATMANN 126, vergl. schott. crote JAMIESON. urverwandt stimmt altsl. gruda gleba, s. MIKLOS. 144b. klotz als erdklosz u. ä. (sp. 1252) klingt wol nur zufällig an; aber schweiz. krotten, krötteln 'mit einer wäsche sudeln' STALDER 2, 135, vgl. chröttig unrein TOBLER 121a, könnte nahe treten (vgl. unter koddern). Kopiert aus: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. Leipzig: S. Hirzel 1854-1960. – Quellenverzeichnis 1971.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.08.2010 um 19.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6695
FAZilitäten
Vier Ölunternehmen haben angekündigt, gemeinsam Fazilitäten aufzubauen...
(Patrick Welter, FAZ v. 05.08. S.1)
...und der Pharmazeutiker (später aber: Pharmazeut)
...in dem man also richtig Wellenreiten kann.
...einem Strand nahe von Lagos...
...sondern die, die Lachen, egal was passiert
...speist sich das Klientel...
(Karen Krüger, "Reiseblatt" der FAZ v. 05.08.)
Krenzers eigene Manufaktur... - (Anne-Christin Sievers, FAZ . v.05.08. S.16) - kann man eine Apfelweinkelterei "Manufaktur"nennen?
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Heinz Lautenbach
Plüderhausen
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Dieser Beitrag wurde am 04.08.2010 um 14.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6692
Absolventinnen und Absolventen
Ich war zum erstenmal auf einer feierlichen Verabschiedung von Studenten, letzten Samstag, und es war kaum zu fassen, mit welcher Sturheit die Festredner versucht haben, politisch korrekt zu bleiben. Nach ca. 10 Minuten war dieses "Absolventinnen und Absolventen" einfach unerträglich. Daß es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht. Der einzige, der sich traute, nur Absolvent zu sagen, war der Student, der aber für die "Studierenden" sprach. Den Vogel schoß später allerdings eine Professorin ab, die sich selbst und ihresgleichen als "Lehrende" bezeichnete. Sind die denn alle verrückt geworden?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 04.08.2010 um 13.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6691
Aus dem GEW-Lehrerkalender 2010/2011
1. Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen, Professorinnen und Professoren, Anwärterinnen und Anwärter...
Warum bei den Sozialpäd. zuerst die Männer genannt werden, ist rätselhaft - oder weiß es jemand?
2. Beamtinnen und Beamte, Studentinnen und Studenten, Rentnerinnen und Rentner - aber nur Pensionäre.
3. ...erinnern sich noch, dass.. ... durchgesetzt, daß...
Es kann aber auch sein, daß...
...so geklärt sein, dass... (im selben Satz)
Während einer Turnstunde läßt der Lehrer...
Der Versicherungsschutz umfaßt...
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 03.08.2010 um 11.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6689
Ich denke, das Wort Autorenportrait (-porträt) ist schon in Ordnung. An der Fahnenstange weht ja meist auch nur eine Fahne. Daß der Bindelaut nicht unbedingt den Plural oder den Genitiv bedeutet, hatten wir hier schon ausführlicher.
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 02.08.2010 um 11.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6687
Das Schild sieht tatsächlich kurios aus.
Aber derartige Fehler sind nicht neu und haben zur Abwechslung auch mal nichts mit der Rechtschreibreform zu tun. Ich besitze beispielsweise noch das gute alte Vinyl-Album von Webers romantischer Oper "Der Freischütz" (Staatskapelle Dresden, dirigiert von Carlos Kleiber), die im Jahr 1973 von der Deutschen Grammophon herausgegeben wurde. Dort findet sich ebenfalls das falsche Rund-s mit dem falschem ch. Die DG hat das Album längst in ihre Reihe "The Originals" (natürlich ein englischer Reihentitel!) aufgenommen und dort auch die LP-Hülle reproduziert. (Man kann sich z. B. bei Amazon leicht davon überzeugen.)
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 02.08.2010 um 11.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6686
Nur echt mit falschem s und ch: das Gasthaus Zum Hirsch in Urspringen.
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Roger Herter
Basel
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Dieser Beitrag wurde am 02.08.2010 um 00.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6684
Zu "Hirsch" vermerkt das Grimmsche Wörterbuch:
Neben der starken form begegnet ahd. noch nicht, wol aber mhd. auch die schwache (...), welche sich, wie wol seltener, neben der andern, bis auf unsere zeit behauptet:
– da die hunde einen frischen hirschen verfolgeten; – welchem er diesen hirschen brachte; – die schlange Mimia, ... eh sie einen hirschen verschluckt; u.a.m.
Hier handelt es sich also um ältere Formen (letztgenanntes Beispiel stammt von Jean Paul), die heute nahezu verschwunden sind – bis eben auf jenen Hirschen, in den man einen heben geht.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 23.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6683
Oder essen wir doch ein Barnänchen! Das r in Karnickel (#6675) ist ja wirklich kurios. Wie bei Kluge nachzulesen, ist die Schreibung hyperkorrekt (also eigentlich falsch):
„Der Einschub des r ist ein Hyperkorrektismus, da r in entsprechender Stellung in niederdeutschen Mundarten häufig schwindet (swatt statt swart »schwarz« usw.).“
(Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, bearb. von Elmar Seebold, 24. Auflage, 2002, S. 472)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 22.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6682
Gasthaus zum Hirschen Hotel zum Hirschen
Google nennt ca. 158000 Einträge. Ein überwältigender Dativ. Ich habe auch noch nie ein Gasthaus zum Hirsch gesehen. Sieht so nackt aus. Gehen wir also zum Hirschen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 22.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6681
Terrawatt-Stunden
Treibhaus-Emissionen
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 18.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6680
Vielleicht dachte der Schreiber an den "Hirschen", in den er gern einkehrt...
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 17.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6679
Bei Kratzbaums Beispiel handelt es sich doch wohl kaum um einen Plural. Ich beobachte – wie auch bei dem Wort der Autor – inzwischen bei diversen Wörtern eine zunehmende Verunsicherung bezüglich der Deklinationstypen. Die reformierten Grammatikduden haben eine verwirrende Einteilung nach W- und S-Typen durchgeführt, bei der man kaum noch durchsteigt. Meine alte Ausgabe des Grammatikdudens (4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage von 1984) ist da noch übersichtlicher: Es gibt drei Typen (S 1, S 2 und S 3) im Singular und fünf Typen (P 1 bis P 5) im Plural. Die Verwechslung scheint mir hier mit der zweiten Singulargruppe S 2 vorzuliegen, die Herr Ludwig von Deutsch als Fremdsprache auch als sogenannte n-Deklination kennen wird und zu der tatsächlich Bauer, Mensch, Held, Prinz, Junge, Nachbar, Erbe, Junge, Herr usw. gehören. Sie werden im Plural nach dem Typ P 3 dekliniert, sind bis auf die Ausnahme das Herz stets maskulin und bezeichnen bis auf den Felsen stets Lebewesen. Da sich in dieser Gruppe neben dem Affen, Bären, Raben, Hasen und Löwen viele maskuline Tiere finden, lag für den Schreiber vielleicht auch der Hirsch nahe, der jedoch dummerweise gerade nicht in diese Gruppe gehört.
Über das alberne Autorenportrait, das viele Verlage auf ihren Internetseiten haben, haben wir uns doch schon mehrmals gewundert.
Zudem hätten wir unter den Neuaufnahmen neben dem Felsen auch noch den Masten in der Gruppe der unbelebten Maskulina zu verzeichnen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 16.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6678
Bei "Autor" ist der ganze Plural schwach, wie auch bei "Bauer". Die Frage hier wäre eigentlich: Sollte es bei "Hirsch" zwei Sg.-Formen geben, obwohl der Plural stark ist? Oder entbricht sich dem gewachsenen Schnabel des Volkes auch hierzu manchmal ein schwacher Plural?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.08.2010 um 12.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6677
Warum nicht? - Wenn es "den Autoren" gibt... Oder sollte es ein Akk. Pl. werden?
"...gegen den damaligen Platzhirschen"
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 31.07.2010 um 21.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6675
Ein beliebter Fehler, ein fast schon verzeihlicher Fehler und eine neue Tierart
Doch die Demonstranten scheinen fest entschlossen, sich ... als menschliche Schutzschilder zur Verfügung zu stellen. (Lena Bopp und Edo Reents)
Das bedeutete, das ein Häftling... (Peter Carstens)
Fischzucht hat mit kommunalen Aufgaben so wenig zu tun wie Schweine- oder Kanickelzucht. (Jens Grossarth)
Alles FAZ v. 31.07.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 31.07.2010 um 08.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6669
Armer Faz-Journalismus. Der will bei drei Fehlern bei 22 Wörtern den Kindern in der Schule nicht im Wege sein: "Die Menschen leben länger - also warum müssen mit 65 Jahren in Rente gehen? Großbritaniens Regierung will dieser „Diskriminierung“ ab Oktober 2011 abschaffen: [...]"! (Faz.net, 31.7.10)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.07.2010 um 22.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6667
Wie alt ist ein Monat? ––––––––––––––––––––––––––––––––- Arbeitszimmer hilft wieder beim Steuern sparen
die betroffenen Steuerzahler haben allen Grund zu Feiern
bei denen das Arbeitszimmer eben nicht der "Mittelpunkt" ...darstelt.
wenn Bescheide noch nicht älter als ein Monat sind.
dass alle Beamte gemeinsam untergebracht sind.
der Moderator ist frei gekommen ––––––––––––––––––––––––––––––––– Und das alles - und wahrscheinlich noch mehr - in einer einzigen Ausgabe von WELT-online
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 29.07.2010 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6665
Etwas zum Geschlechtlichen: "Für eine Karlsruher Forscherteam sind Kläranlagen reinste Goldgruben". Später hat dann aber doch "[m]it seinem Team [...] der Karlsruher Bauingenieur ein Verfahren entwickelt, mit dem er aus Abwasser ein lebensnotwendiges Element gewinnt". (welt.de, 13.10.08, "Innovation") Sowie: "Medikamente gegen den Virus gibt es nicht." Später verbreitet sich dann aber doch "[d]as auslösende HI-Virus [...] beim ungeschützten Sex über kleine Risse in der Schleimhaut." (welt.de, 22.02.08, "Gesundheit")
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.07.2010 um 14.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6660
"Die Polizei habe verhindert, dass es nicht noch mehr Tote und Verletzte gab."
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 27.07.2010 um 18.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6656
Alles inklusive - genießen und Wohlfühlen. (Ein Reiseunternehmen)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 27.07.2010 um 16.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6654
Das reagiert vergräzt. (WELT-online)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 25.07.2010 um 23.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6649
Keine Grete(n) verschluckt
"Im Magen waren lauter große, krumme Knochen, keine Greten", wundert sich [der Angler] .
AZ Mainz über den Fang eines kapitalen Welses von 127 cm im Rhein in Mainz.
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Roger Herter
Basel
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Dieser Beitrag wurde am 24.07.2010 um 21.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6648
Aus einem Artikel über Bemühungen, den spanischen Stierkampf in Südfrankreich zu verbieten:
[Bisher] sei jedes Mal gegen die Leid geprüften Stiere entschieden worden. ... [Nun aber] habe der Stadtrat ... den Stierkampf begeisterten Bürgermeister überstimmt.
Lese ich Meldungen in derart entstellter Schreibweise, beschleichen mich unwillkürlich auch Zweifel am Wahrheitsgehalt des Mitgeteilten.
(Das Spanienmagazin "Comprendes", 10.03.2010)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 24.07.2010 um 09.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6647
Die Frage ist, wo solch ein Koalitionsvertrag überhaupt rechtlich anzusiedeln ist. Daß er das verfassungsmäßige Recht der Abgeordneten auf freie Gewissensentscheidung in keiner Weise einschränken kann, ist ja selbstverständlich. Nach meiner Ansicht rangiert ein Koalitionsvertrag noch unterhalb sonstiger privatrechtlicher Verträge und ist nicht mehr als eine politische Absichtserklärung. Dem entspricht auch, daß die einzige Folge bei Nichteinhaltung der Bruch der Koaltion ist, wiederum eine rein politische Folge; also keinerlei Vertragsstrafen, z.B. Schadensersatz, nach sich zieht. Für abweichlerische Abgeordnete allerdings können die Folgen gravierend sein – wenn man ihrer habhaft wird.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 23.07.2010 um 18.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6645
"Wochenlang stöhnten Mensch und Natur über die Hitze." (WELT-online)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 22.07.2010 um 11.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6636
Kreuzworträtsel: Zigarette
"GLIMMSTAENGEL"
Jaja, ich weiß schon, man kauft ja auch eine Stange Zigaretten.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 22.07.2010 um 10.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6635
Wenn die Fälle davonschwimmen:
"Prominente, die Glanz und Glamour gewohnt sind, gefiel das."
(MM, 22.7.2010, S. 15)
14.20: Ich habe gerade zufällig entdeckt, daß es ein fast gleichnamiges Buch gibt: "Wenn uns die Fälle davonschwimmen!" von Eva Male. Das kannte ich bisher nicht.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.07.2010 um 22.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6634
Wir haben's ja, wenn man der Presse folgt, fast täglich mit einem "Chaos" zu tun: ein bißchen mehr Schnee als gewöhnlich, Ausfälle bei der Bahn, im Flugverkehr, Staus auf der Autobahn... Außerdem lesen wir täglich x Warnungen vor irgendetwas. Wir leben im Chaos und das extrem gefährdet – aber sonst geht es uns gut.
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 21.07.2010 um 20.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6633
Tja, aus welcher Perspektive mag denn der Hamburger Volksentscheid gescheitert sein? Und interessant ist natürlich (ein Schelm, wer dabei böse Parallen zieht!), daß sogleich ein Chaos prognostiziert wird, sobald die Bürger es einmal wagen, sich gegen etwas von oben Verordnetes zu entscheiden. Immerhin zeigt sich, wessen Lied die Presse (mal wieder) singt.
Fraglich bleibt nun, ob die Primarschule in Hamburg damit tatsächlich vom Tisch ist, oder ob die Schmierenkomödie der Irrungen aus Schleswig-Holstein noch eine Vorstellung erlebt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.07.2010 um 19.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6631
Hamburg - Gescheiterter Volksentscheid stürzt Schulen ins Chaos.
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.07.2010 um 14.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6630
So ist das mit der Demokratie
Der Grünen-Vorsitzende Özdemir polemisiert gegen den Volksentscheid in Hamburg: "Wir müssen uns fragen, wie dabei eine gleichberechtigte Mitwirkung von allen möglich ist." Von den sozial Schwachen gingen viel weniger zur Abstimmung als von den Gebildeten und Gutsituierten.
Woran denkt Özdemir? An ein Mehrklassen-Wahlrecht? Oder an eine Wahlpflicht?
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 21.07.2010 um 07.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6629
"Unglück: Sechs Tote kommen bei Brandunglück auf Hof in Limburg ums Leben"
(Mannheimer Morgen, 21.7.2010, S. 14)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 19.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6628
Baden(s)er und Schwaben
Nach einer Dienstbesprechung von Beamten des Stuttgarter Kultusministeriums in der Bezirksregierung Freiburg wurden diese durch die Kollegen aus Freiburg zurück zum Bahnhof begleitet. Erstaunt über die unerwartete Höflichkeit bekamen die Stuttgarter zur Antwort: Wir wollen nur sichergehen, daß Sie tatsächlich abreisen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 17.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6627
Lieber Herr Bärlein, mir war schon klar, daß das kein Schwäbisch, sondern nur schwäbisch gefärbtes Hochdeutsch war. Es ist schon sehr lange her. Aber der Professor bezog sich, wie in Vorlesungen üblich, auf allgemeine Sachverhalte, z.B. Synthesewege. "Auffällig" war dabei, daß ein Hochschullehrer ein so stark dialektbestimmtes Hochdeutsch von sich gab. Allerdings war es auch in Freiburg/Br., also immerhin im alemannischen Sprachbereich. – Dieselbe Beobachtung übrigens bei dem recht bekannt gewordenen Botaniker H.M.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 16.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6626
Die Übertragung von "da geht mr her und..." mit "das macht man so und so..." ist übrigens nicht zwingend. Der Professor kann in seinem Bemühen um Hochdeutsch ebensogut "das machen wir so und so..." gemeint haben: "da geh(e)t m(i)r her und..."; korrekt schwäbisch müßte es in diesem Fall "do ganget mr her un..." heißen. Auf eine Dreistigkeit freilich hat er gewiß keinesfalls hinweisen wollen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 12.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6625
Jawohl, Herr Bärlein, das war mir entfallen, bzw. wußte ich nicht mehr, wie es richtig heißen muß... Also, ich habe meinen badischen Nachbarn (aus Löffingen) getroffen.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 12.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6624
Wobei Sie, lieber Kratzbaum, Ihren Nachbarn diesen Eintrag tunlichst nicht sehen lassen sollten. Denn badensisch ist schwäbisch und für einen Badener eine fast ebenso schwere Beleidigung wie die Bezeichnung "Gelbfüßler" oder die Behauptung, das Badische sei eine Abart des Schwäbischen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 10.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6623
An der Quelle
Gerade hatte ich Gelegenheit, meinen original badensischen Nachbarn diesbezüglich zu befragen: Er bestätigte meine Annahme, daß es sich lediglich um eine einleitende Formel handelt, die auch wegfallen könnte.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 09.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6622
So auch: Jetzt geh´ her und mach´ des (das) ! Heißt nichts anderes als: Auf, tu das !
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.07.2010 um 08.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6621
Bedeutet eigentlich gar nichts
Ich kann mich noch sehr gut an einen Professor schwäbischer Herkunft erinnern, der in seinen Vorlesungen oft die einleitende Wendung "da geht mr her und..." gebrauchte, wenn es z.B. um chemische Verfahren ging. Er hätte genausogut sagen können: Das macht man so und so... Die sprachlich in nördlicheren Gefilden Heimischen unter uns amüsierte diese Eigenheit ein wenig. – Mit "Dreistigkeit" und dgl. hat die Floskel jedenfalls in diesem Zusammenhang nichts zu tun.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 16.07.2010 um 18.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6615
Weiter als was?
Das Flugzeug [von von Guttenberg] konnte dennoch nicht weiter fliegen.
WELT KOMPAKT heute.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.07.2010 um 13.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6614
"...trotz des schmerzverzehrten Gesichtes erfrischend."
"...bei einer leichten Brise Nordsee-Wind." (War's etwa eine Prise?)
"Nach einer kurzen Einweisung sitzt der Laie bereits im Wanderboot und macht seine ersten Gehversuche." (Kein Wunder, daß es immer wieder zum Kentern kam!)
Ostfriesen-Zeitung v. 16.07.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 18.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6610
Feinheiten
"...gute Kompromisse zu suchen und zufinden."
WELT-online
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 18.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6609
Heilen und schaden.
Der Mensch, der das Flugblatt der Gerwerkschaft ver.di verfaßte, war sich auch nicht im klaren und zog sich mit der Überschrift Heulen und Zähne knirschen aus der Affaire.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 17.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6608
"Was die Reisenden ertragen mussten, kann eine Deutsche Bahn nicht wollen."
(Der Parl. Staatssekretär Enak Ferlemann)
"Wir wollen...das Vertrauen der DB zurückgewinnen."
(Ulrich Homburg, Personenverkehrsvorstand der DB)
(WELT-online)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 17.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6606
Nochmals Springer-Presse
Satchmo bließ das Grau aus der DDR
Überschrift zu einer Rezension von Michael Pilz. Pilz selbst im Text dann blies.
WELT KOMPAKT heute
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 15.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6605
Lieber Herr Schuchardt, ich bin nicht sicher, was Sie an diesem Zitat bemerkenswert finden, meinen Sie evtl. die Kleinschreibung von heilen und schaden?
Ich habe vor nicht allzu langer Zeit hier gelernt, daß Infinitive (nicht substantiviert) auch Subjekt sein können, z.B. in: Heilen und schaden liegen nicht weit auseinander. Deshalb nehme ich an, daß sie statt Subjekt ebenso auch Präpositionalobjekt sein können: zwischen heilen und schaden. Könnte mich bitte jemand korrigieren, falls das nicht stimmt?
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Michael Schuchardt
Oberursel
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 13.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6603
Im Heft 18/06 von "Mensch+Umwelt" der Helmholtz-Gesellschaft finde ich folgendes Kapitel: "Spagat zwischen heilen und schaden: Strahlenanwendungen in der Medizin"
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 10.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6602
Nach dem Genuß des gewohnten Frühstückseis kam mir in den Sinn, mal unter "Cholesterin" zu googeln. (War gefahrlos möglich, denn ich hatte das Ei ja schon drin...) - Alsbald stieß ich auf eine Seite zum "Tag des Cholesterins".
"Für mich sind viel Bewegung, eine gesunde Ernährung und nicht Rauchen selbstverständlich" (Der Schauspieler Horst Janson) - Letzteres hat wohl auch niemand unterstellt.
LDL-Cholsterin (LieDerLich) HDL-Cholesterin (Hab DichLieb) Für unsere Kleinen zum gemeinsamen Absingen
"Ab und zu eine Ente, das macht gar nichts" (Prof. Weizel von der DGFF) - Also das wirkt doch sehr beruhigend, werde mir gleich ein paar in die Truhe packen.
Zwecks Zeitersparnis bin ich dann gleich zur Liste der Sponsoren weitergegangen. Da waren sie alle traulich beisammen: B. Braun, Becel, Pfizer...Trommsdorff . Also von Blutentnahme und Gefäßtherapie über Margarine bis zu den Statinen.
Ende des Trips
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 08.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6601
So ein Genitiv sieht immer gut aus
"Getreu des Mottos..." (WELT-online)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 00.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6600
Interessant ist auch, was es sonst noch für Zusammensetzungen mit Grotten- und Krotten- gibt. Im Mater (Rückläufiges Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, 2000, auf CD-ROM) fand ich zwar weder grotten- noch krottenschlecht, dafür aber:
- Grottenassel (eine Asselart) - Grottenolm (europäischer Schwanzlurch) - Grottenbahn (meist auf Rummelplätzen)
- Krottenpeterling (auch Gefleckter Schierling, Stinkender Schierling) - Krottendill (auch Acker-Hundskamille, Stinkende Hundskamille)
Während mit der Grotte keine negative Eigenschaft, sondern ganz neutral der Lebensraum des Tieres bzw. der Ort des Geschehens bezeichnet wird, scheint die Krotte für Gestank, schlechtes Aussehen und Geruch, Giftigkeit, Minderwertigkeit herhalten zu müssen. In dieser Liste wäre grottenschlecht eine Ausnahme, krottenschlecht würde aber genau hineinpassen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 22.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6595
Bürgermeister Frank Botter löste den Katastrophenfall aus.
(WELT-online)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 21.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6594
Der nach einem Bericht der *welt.de* heute bestimmt mächtigste Mann Helgolands sieht sich dann wohl doch wieder nicht so mächtig: "Bürgermeister Frank Botter löste den Katastrophenfall aus und forderte Hilfe vom Festland an." Im Absatz davor wird die Katastrophe namentlich genannt: "Ein Tornado richtete erhebliche Schäden auf der Helgoländer Düne an."
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 20.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6593
Zweimal Trauer Am Jahrestag der Gräueltat [von Srebrenica] ...
Bild von heute
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 18.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6591
Lieber Herr Ludwig, da ist dieser ebay-Anbieter doch noch viel kreativer: "...draufsetzen und los Fahren."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 11.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6589
Erst waschen - dann lesen
"Bedauerlicherweise hat auch Horst Seehofer den Koalitionsvertrg offenbar nicht sauber gelesen." (Der Chef der Jungen Liberalen)
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Das Geheimnis wird gelüftet - endlich!
"Sie hat große Erfolge erzielt, weil sie so ist, wie sie ist." (Schäuble über Merkel)
Quelle: WELT-online
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 09.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6586
Die Gefahr besteht, das das Gymnasium auf der Strecke bleibt. (WELT-online)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.07.2010 um 23.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6584
Ja, lieber Kratzbaum, wer Wetter und Klima nicht auseinanderhalten kann ~will, der ist zu letzterem für alles Mögliche empfänglich... und zahlt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 11.07.2010 um 17.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6583
Kurzes Klima
Das tropische Klima wird noch bis Dienstag anhalten. ("Panorama" bei gmx)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 11.07.2010 um 16.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6582
"Bundespräsident Christian Wulff kam überraschend zur Abschlusspresskonferenz der deutschen Mannschaft", und dann hat er Löw dem Sinn der Feier gemäß und dem Verständnis der Überschrift eigentlich nicht ganz ungemäß ("Bundestrainer Löw erhält Bundesverdienstkreuz") das Bundesverdiestkreuz an die Brust gepreßt. Nein, das denn doch noch nicht; denn später lesen wir: "Löw will er [dann auf seinem Schloß] mit dem Verdienstordnen der Bundesrepublik Deutschland besonders ehren." Ordnung muß ja sein. (welt.de, 11.7.10) Und was es bei der *Welt* auf ihre schnelle nicht sonst noch alles zu berichten gibt: "Es wird eine Premerie geben, denn weder Spanien noch Holland waren schon einmal Weltmeister." (welt.de, 11.7.10)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 11.07.2010 um 16.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6581
Jaja, das hat mein "alter" *German Unabridged Harper-Collins* auch schon. Und ich erinnere mich auch (in Braunschweig aufgewachsen), daß auch nette kleine Mädchen da hin und wieder mit "Kröte" bezeichnet wurden. (Sie durften den Großen aber nicht zu keck kommen, denn dann konnten die ganz schön böse werden.) Hier jedoch geht es um *g/krottenschlecht*; und m. E. war an diesen lütten Braunschweiger Gören nichts geradeheraus krottenschlecht, krottendoof oder krottenhäßlich. Und damit wüßte auch jemand, der die deutsche Entsprechung von diesem "minx" findet, nichts anzufangen. "minx" übrigens bei mir nur "*n* Biest *nt (inf)*".
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.07.2010 um 11.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6579
Zu # 6569 Webster´s New World Collins/Klett 10.Aufl. zu Kröte: (Zool) toad. eine freche (kleine) ~ (col) a cheeky (little) minx (col).
minx= pert girl, also ein keckes Mädchen.
Das ist die gleiche Bedeutung, wie sie Karl Schramm für die Krott erklärt.
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 10.07.2010 um 20.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6578
Hofheimer Zeitung vom 09.07.10, Titelseite: Eigenkapitalquote liegt bei 20 Millionen Euro
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.07.2010 um 19.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6577
Hitzeschäden nicht ausgeschlossen
"Wir sollten die Bevölkerung einmal in Ruhe lassen und ihr die Chance geben, unsere Politik nachzuvollziehen und zu begreifen," betonte Schäuble. (WELT-online) - Also, liebe Leute, nehmt dieses Angebot an.
"Der Zölibat ist der schlagendste Gottesbeweis." (Kardinal Meisner in einem WELT-Interview) Denn von einem (zölibatär lebenden) Priester heiße es, entweder sei der verrückt oder es gebe Gott.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 09.07.2010 um 21.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6575
Jetzt wird klar, warum das gefallene Mädchen beim Frankfurter Göthe ausgerechnet Gretchen heißen mußte.
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Paul Westrich
Kusterdingen
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Dieser Beitrag wurde am 09.07.2010 um 18.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6572
Lieber Herr Roth,
als gebürtigem Pfälzer ist mir die Krott in den beiden Bedeutungen natürlich auch bestens bekannt. In dem Büchlein "Pfälzer Mundart" von Alfred Schromm steht beim Buchstaben K: Krott = Kröte, aber auch für: liebes, kleines Mädchen. Als meine Schwester noch klein war und die Leute über sie sprachen, sagten sie oft zu meiner Mutter: "Doi Dochder is awwer e goldische Krott". "Goldisch" hat in diesem Zusammenhang nichts mit Gold zu tun, sondern bedeutet liebreizend. Also alles in allem eine sehr wohlwollende Aussage.
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Calva
Bochum
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Dieser Beitrag wurde am 09.07.2010 um 18.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6571
Da fällt mir doch glatt unser Oppa aus Doatmund ein. Der hat auch immer gesagt gehabt dat Krötzken (gemeint war das Mädchen).
Und was ist nun an der Kröte, der Grotte oder dem Mädchen so schlecht ??
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 09.07.2010 um 13.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6570
Krottenschlecht, krottendoof, krottenhäßlich.
Karl Schramm schreibt im Mainzer Wörterbuch (Krach Mainz 1957):
"Krott, die, die Krotte, o kurz, alltäglich im Stadtgebiet und auf dem Land für: vorlautes Kind, freches Mädchen, als gutmütiges Scheltwort für Kinder; Verbreitungsbeleg. Das Wort "Krott" ist oberdeutsch, rheinisch gilt : krade oder krat. Das Wort kann in unserem Verbreitungsgebiet auch für schriftdeutsch "Kröte" benutzt werden."
Dazu füge ich: im Mainzer Dialekt is e klee goldisch Krott ein liebes kleines Mädchen.
Zu krottenschlecht s.a. Hermann Unterstöger in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/service/sprachlabor-grottenschlecht-oder-krottenschlecht-1.964974
An anderer Stelle findet man, daß "grottenschlecht" unter dem Einfluß von "Nordlichtern" zum g fand. Nur erkläre mir mal wer, was an einer Grotte schlecht sein soll ! Eher träfe das für die Kröte zu, weil manche Menschen eine Abneigung oder sogar Scheu vor so einem Tierchen haben mögen. Das drückt sich auch darin aus, jemanden per Schimpfwort als Kröte zu bezeichnen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 21.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6569
Die armen Ausländer! Mein *German Unabridged Harper-Collins* (= *Pons Collins Großwörterbuch für Experten und Universität*, allerdings noch von 1997) mit seinen "Over 740,000 Entries and Translations" kennt keine der beiden Formen.
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Peter Küsel
Norderstedt
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 19.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6568
Das Wortschatz-Lexikon Leipzig kennt überhaupt nur die Schreibweise grottenschlecht.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 17.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6566
Im Deutschen steht auch "gucken" neben "kucken". (Aber eine Form mit "g" zum sicher wohl auch dazu gehörigen "kieken" hat sich nicht entwickelt.)
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 17.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6565
Die Krott hatte, im Unterschied zur Grotte, einmal (sexuell konnotiert) einen schlechten Ruf. Daß es sich bei grottenschlecht um eine falsche Verschriftung durch (süddeutsche) Dialektsprecher handelt, glaube ich auch. Ihr steht ja nichts mehr entgegen, seitdem das Glitschige der Itsche nicht mehr als verdorben gilt und das Bild einer schlechten Grotte daher nicht unsinniger ist als das einer schlechten Kröte.
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Calva
Bochum
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 17.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6564
Wenn es tatsächlich krottenschlecht heißen sollte, schlage ich als Ursprung frz. crotte vor (auf gut deutsch Hundekacke).
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 16.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6563
War das wirklich ein Verschreiber? krottenschlecht habe ich noch nie gehört. Gerade lese ich, daß das Wort von Krotte (Kröte) kommen soll und nicht von Grotte. Mag sein, aber die Variante mit g existiert nun mal und ist meines Erachtens sogar die einzige mit nennenswerter Verbreitung. Wurde krottenschlecht womöglich von Dialektsprechern in die Welt gesetzt und dann falsch verschriftet?
Übrigens hätte ein Korrekturprogramm, Herr Riemer, vermutlich nicht gemeckert. Der Duden zumindest kennt nur das Wort grottenschlecht. Was die Programme von Microsoft und andere Programme dazu sagen, weiß ich allerdings nicht.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 16.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6562
Oh ja, das war ein Verschreiber. Sowas passiert leider. (Ich benutze auch nie Korrekturprogramme.)
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 15.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6561
Grottenschlecht kann die deutsche Mannschaft sowieso nicht gewesen sein. Vermutlich war sie nicht einmal krottenschlecht.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 12.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6560
Sprachlich ist "verdient verloren" natürlich richtig, ich meine nur den sachlichen, inhaltlichen Unterschied. Wenn jemand etwas Schlechtes "verdient" hat, dann muß er schon wirklich sehr schlecht gewesen sein und sich auch gar nicht bemüht haben. Ich finde, man kann durchaus sagen, daß die Spanier an dem Tag besser waren und somit verdient gewonnen haben. Aber so grottenschlecht, daß es gerechtfertigt wäre zu sagen, die Deutschen hatten es verdient zu verlieren, waren sie m.E. auch wieder nicht.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 10.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6559
Na, ich weiß nicht, ob der Unterschied wirklich so groß ist. Wir haben ja auch den Ausdruck: "[er hat] die Strafe verdient". Daß das Adverb "verdient" in "verdient verlieren/unterliegen" sich schon weit vom *Tätigkeits*wort(!) "(sich etw. durch Arbeit) verdienen" entfernt hat, kann man, meine ich, schon akzeptieren.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 08.07.2010 um 10.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6558
Mal abgesehen von der falschen Schreibweise bei zurecht, der Mannheimer Morgen formulierte es heute ähnlich: "... die bisher so spektakulär auftretende Elf ... unterlag den Iberern verdient mit 0:1"
Also ich weiß nicht, ich finde, es ist doch ein ziemlich großer Unterschied, ob man sagt, die Spanier haben verdient gewonnen, oder ob man sagt, die Deutschen haben verdient verloren.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 07.07.2010 um 23.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6557
Welche Schreibung sich *Die Welt* nicht alles zurechtlegt, weil sie ja den Kindern nicht in die Quere schreiben will: "Gegen Spanien unterlag das Team von Bundestrainer Joachim Löw zurecht." (welt.de, 7.7.10)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 07.07.2010 um 10.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6555
BRUTTO-Deutsch der welt.de: "Statt der geplanten 122 NH-90-Hubschraubern sollten nur noch 80 gekauft, von den vorgesehenen 80 „Tiger“-Kampfhubschraubern nur noch 40 beschafft werden." (7.7.10)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.07.2010 um 15.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6551
NETTO-Deutsch
Ohne Punkte. - Mit Punkte.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.07.2010 um 17.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6550
Die Bundesversammlung ist eine Fußballmannschaft
Es war ein wenig wie stets, wenn die Bundesversammlung zusammen tritt. (G. Bannas in der FAZ v. 01.07.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.07.2010 um 14.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6549
Langweilig – aber es muß immer wieder gezeigt werden
... an der Misere ist Christian Wulff wohl am wenigsten ... Schuld
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.06.2010 um 15.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6547
So viele Fehler auf einmal
Deiss hält es vorerst mit einem Satz aus der Schweizer Verfassung, mit der (!) er seine Antrittsrede beendete: "Die Stärke einer Gemeinschaft misst sich am Wohlergehen des Schwächsten (!) seiner (!) Mitglieder." (J.Dunsch, FAZ v. 16.06.) –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
"...und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen." (aus der Präambel der Schweizer Bundesverfassung)
Wobei wir nicht wissen, was J.Deiss gesagt hat.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 28.06.2010 um 08.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6543
Der Professor aus Heidelberg
P. Kirchhof sieht wohl ganz deutlich, daß die sog. "Haushaltsabgabe" eine Steuer wäre. Das Ergebnis wäre ein steuerfinanziertes Fernsehen. Darum der große rhetorische Aufwand, der Rundfunk und Fernsehen als gemeinwohlorientiert darstellen soll. Aus den Ausführungen Kirchhofs läßt sich beinahe so etwas wie eine bürgerliche Fernsehpflicht herauslesen. Sie würde das Pendant zur allgemeinen Abgabepflicht sein und diese gleichsam legitimieren.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 24.06.2010 um 17.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6535
ARD.de: "Pause in Johannesburg. Italien liegt zurecht hinten."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2010 um 19.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6527
Adjektivendungen bei Bild.de heute: "Ein zweiter Sicherheitsbeamte gab an, von einem der Täter mit einer Machete leicht verletzt worden zu sein." (Wahrscheinlich war die Meldung dem Bild-Newsticker auch in dieser Form von der dpa übermittelt worden.) In amerikanischen Deutsch-Lehrbüchern finden wir "r Beamte, n, n" oft nicht als Adjektivsubstantiv, sondern als schwaches Substantiv gekennzeichnet. Kein Wunder, daß das gerade bei guten Studenten zu Problemen führt.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2010 um 19.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6525
Der strenge Geruch des Öfteren:
>> Die Bezeichnungen und Schreibweise für den Saumarkt wechselten bei den Ratschreibern hin und her, wie Ratsprotokolle von 1539 bis 1585 beweisen. Jeder, der damals des Schreibens mächtig war, schrieb, wie ihm das Maul gewachsen war - von Rechtschreibreform keine Spur.
Aber nicht nur die Bezeichnungen für den Saumarkt wechselten, auch der Standort wurde vermutlich wegen des strengen Geruchs des Öfteren verlegt. <<
(www.augsburger-allgemeine.de, 8. Juni 2010)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2010 um 08.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6523
Nicht nur im DaF-Unterricht Probleme mit den deutschen attributiven Adjektivendungen: "Das war vor vier Jahren ein Motiv zur Gründung der private Erasmus-Schule." (faz.net, 20.6.10) — Und sowas hätte doch eigentlich das Korrigierprogramm finden müssen: "Verwirklich werden sollen diese Ziele im „Haus des Lernens“", "52 Stunden in der woche, 47 Wochen im Jahr", "Damit kommt die Schule den berufstätigen Vätern und Mütter entgegen [...]". Na, beim letzten hätte's auch die Maschine nicht so leicht, denn die kann ja auch nicht alle möglichen nachträglich bedachten Familienverhältnisse gleichzeitig im Kopf haben. Da muß der Autor schon selbst gleich mitdenken.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr
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Dieser Beitrag wurde am 10.06.2010 um 22.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6497
"Sarrazin, der von 2002 bis 2009 Finanzsenator in Berlin war, hat in der Vergangenheit des Öfteren mit provokanten Äußerungen über Zuwanderer und Hartz-IV-Empfänger für Empörung gesorgt "
Spiegel online 10.6.10 22.22 Uhr
"Schwachsinn Rechtschreibreform - Aufstand der Dichter" (Spiegel-Titelbild im Sommer 1996); heute dekliniert der Spiegel "das Öftere"
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.06.2010 um 21.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6489
Erfüllte Bremse
"...wollen Union und FDP die strenge Schuldenbremse erfüllen..."
(DPA) ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––- Raum für den Jota!
"...lässt Schellnhuber keinen Jota Raum für physikalisch-theoretischen Dilettantismus."
(Joachim Müller-Jung, FAZ v. 07.06.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 07.06.2010 um 07.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6485
Der Dativ ist dem Genitiv über: "Nach Tagen voller Winkelzügen, für die sich nur die hoffnungslosesten Politikbesessenen noch zu interessieren vermögen, wurde Christian Wulff präsentiert, ein Mann, der zwar sein Leben in öffentlichen Funktionen verbracht hat, zu dem einem aber nichts einfällt." (In einem sehr lesenswerten Aufsatz übrigens von Nils Minkmar in FAZ.net, 6.6.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.06.2010 um 13.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6482
Überhaupt
Bettina Wulffs Einfluss...ist überhaupt nicht zu unterschätzen. (WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.06.2010 um 09.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6481
Aber
Über eine Direktwahl des Bundespräsidenten durch die Bevölkerung wird immer wieder diskutiert, sie ist aber im Grundgesetz nicht vorgesehen. (WELT-online)
Eben darum wird diskutiert: über eine Änderung des GG.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.06.2010 um 18.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6480
Auf den ersten Blick
Sollen die Großen wieder werden, wie die Kinder? (ein vertracktes Komma)
rosa canina - Hundsrose (richtig: Rosa canina)
papaver rhoes - Klatschmohn (richtig: Papaver rhoeas)
(E.Büning, FAZ v. 05.06.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 05.06.2010 um 17.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6478
Wiedergabe in grauenvollem Welt.de-Stil: "Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben, wird Greuel im 'Spiegel' wiedergegeben." — Und "Greuel" wie gehabt? Nein, die zitierte Psychologin heißt Greuel.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 03.06.2010 um 22.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6471
Wie gehabt
Immer wenn die Bundeskanzlerin von "den Menschen" redet, weiß man, daß das Maximum an Inhaltsleere erreicht ist.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 03.06.2010 um 16.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6468
»Sparvorschläge: Soll Solidaritätszuschlag steigen? [. . .] Darüber hinaus will die Regierung die LKW-Maut ausweiten.«
(heute.de, 03.06.2010)
spa|ren: mehr Geld einnehmen
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.06.2010 um 22.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6466
Nach Präpositionen groß
...gab Blüm zu Bedenken. (WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.06.2010 um 17.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6465
Mißverständnis
"Rösler plant 30 Euro Prämie für Gesundheit" (FAZ v. 02.06.)
Ich bin im Moment gesund und hätte mir gern die Prämie auszahlen lassen. Aber was muß ich da lesen: Die wollen 30 Euro haben!
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 02.06.2010 um 09.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6464
Aus aktuellem Anlaß hat Bild Horstis famous last words in Lenasprech übersetzt:
»Hallo, ich bin Horst. Ich bin 67 Jahre alt. Ich habe heute nacht erst mal dreieinhalb Stunden Text auswendig gelernt. Ha! Habe ich nicht.
Also: Als ich mein Blabla über die Soldatenjungs gemacht habe, sagten alle: NÖÖÖÖÖT!
Ich find’s echt voll semicool, daß so’n Ding für soviel Ärger sorgt. Alter Finne, geht gar nicht!
Meine Gefühle sind geschockt. Ich will doch keinen Krieg. Wenn ich das höre, muß ich pupsen. Ganz schön viel für einen kleinen Horst-Kopf.
Mein Job braucht mehr respect. Ich schmeiße hin. Ich will nicht mehr euer Präsident sein. Ab jetzt. Boah, ich flippe aus…
Ich danke euch allen ganz, ganz hunderttausend, 480 Millionen Mal wie ein kleines Hundebaby. I heart you, daß ihr mich gepusht habt. Es war voll crazy!
Aber jetzt müßt ihr das so hinnehmen. Aber ich kann es ja selber noch nicht fassen. Das ist total irreal, absolut wahnsinnig! Sollen andere doch den Planer machen, die voll Bock haben, olé, olé. Also alles ganz easy.
Es war geil, Deutschland zu dienen, verdammte Axt. Jetzt werde ich erst mal ein bißchen atmen und Schnucki machen.
Dankeschönst, euer Horsti.«
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr
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Dieser Beitrag wurde am 31.05.2010 um 18.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6463
Zeit-online 31.5.10
"und kein vom Kampf ums Gewicht gezeichnetes Klum-Möchtegernmodel – ein Wunder, das es so etwas hier in einer krisengeschüttelten Zeit überhaupt noch gibt."
Ist ja auch schwierig.
"Ein Wunder, das nur aus Hannover kommen kann"... wäre ja richtig gewesen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 31.05.2010 um 13.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6459
Scho-ckerlebnis
Nicht leicht zu sagen, welcher Beitrag zu "Lena" in der FAZ von heute sich am meisten einem schweren Besäufnis verdankt. Vielleicht doch der von Alfons Kaiser: "...und stellt sich als Lena in die Namensreihe, die vom griechischen Sonnengott Helios und der schönen Zeus-Tochter Helena angeführt wird."
"Der Auslöser...war ein Scho - ckerlebnis..." (nein, hier geht's um den Mathematikunterricht)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 30.05.2010 um 08.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6456
Wir reden hier über Stil, nicht "um näher an den aktuellen Sprachgebrauch zu kommen", denn das Datum auf dem *Daily Telegraph* ist dasselbe wie auf dem *Guardian* und den anderen Zeitungen. Ich möchte jedoch sagen, daß mir jemand, der hier *she/her* benutzt statt *it/its*, auch bei anderen Fragen zum Sprachlichen und vielleicht sogar zum Sachlichen kritischer und mehr auf lange Sicht mitdenkt. Aber auch "'England and her colonies' u. dgl. ist altmodisch" beantwortet Herrn Schuchardts Frage ganz ohne Zweifel, nur eben anders.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 29.05.2010 um 14.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6454
Googelt man – um näher an den aktuellen Sprachgebrauch zu kommen – nach "Greece" und "her/its problems", findet man erwartungsgemäß deutlich mehr Resultate für letztere Variante und für "her problems" als erstes einen Beleg aus dem konservativen Daily Telegraph, für "its problems" hingegen Belege aus dem Guardian, dem Wall Street Journal, dem Sydney Morning Herald, der Berichterstattung von Reuters usw.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 29.05.2010 um 08.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6453
Hier noch eine neue Pluralvariante aus dem Mannheimer Morgen von heute, Wochenendbeilage, S. 2: "In einem vollen Abteil ... schaukeln die Passagiere durch die russischen Landen."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 29.05.2010 um 03.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6451
Gentlemen! Zum englischen Geschlecht von Ländernamen googeln Sie mal nach "Germany her"! Germany / Her Own Judge Germany, Her People und Their Story As the other various states of the Carolingian then Holy Roman Empire removed themselves from its orbit, leaving solely Germany, her kings holding the imperial title and struggling for it, [...] Und ersetzen Sie dann mal "Germany" mit anderen Ländernamen. There is just one united Poland, her thoughts deep in mourning. This site is dedicated to the proud history of Poland, her military traditions and all those who endured the tradegdies [sic] of her past. ... Mexico: Her Physical Geography and Resources. (Zu Wines of Canada:) Her Wines / Canada is considered to be a cool climate country. Given South Africa's diverse culture and history and her spectacular natural resources and wildlife, it is not surprising that she boasts [...] This place, South Africa, how do I describe what she means to me? [...] I see her journey, her history and her altered destiny. Sri Lanka the tear drop island below India is a victim of a barrage of propaganda which is abusing her history, her religion [and] her soul that needs addressing. Japan and Her People A bank of information specific to Tahiti and her history filled city of Papeete. Man findet aber auch das Possessivadjektiv "its" für "her". Doch altmodisch ist "England and her" jedenfalls nicht, jedenfalls nicht, wo ich zu meiner Information zuhöre. All die schöne Poesie, die hier herangeholt worden ist, um Englands Weiblichkeit, vielleicht sogar die des mother country, zu begründen, tut hier nichts zur Sache, denn da haben wir nichts weiter als Personifikation. In dieser Region ist das Pronomen zu "sun" auch "he" und das für "moon" dementsprechend (d.h. dem Lateinischen entsprechend) "she". Natürlich geht das von altersher übliche, naja, das seit der Renaissance übliche "she/her" bei Länderbezeichnungen auch aufs Lateinische zurück; es wird aber heute ohne jeglichen poetischen Personifizierungsanspruch verwendet. Altmodisch? Jedenfalls stößt man mit "she/her" für Ländernamen nirgendwo negativ an. Und ich meine, Herrn Schuchardts Frage (#6442) durchaus richtig beantwortet zu haben. In diesem Zusammenhang: Warum sind denn im Deutschen alle die großen außereuropäischen Flüsse vom Amazonas übern Mississippi übern Nil übern Ganges bis zum Hwang He (oder was da immer die z.Z. politisch korrekte lateinische Schreibung für den Gelben Fluß ist) maskulin?
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 23.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6450
Noch einige Belege für England in der weiblichen Form und der erste zugleich für die Gleichsetzung von England und Britannia:
And England, who is Britannia, awoke from death on Albion's bosom. She awoke pale & cold; she fainted seven times on the body of Albion [...]
Zitiert nach: William Blake, The Poems, hrsg. von W. H. Stevenson, Text von David V. Erdman, London: Longman 1971, S. 833–834.
O spare the dear blossom, ye orient breezes, With chill, hoary wing as ye usher the dawn! And far be thou distant, thou reptile that seizest The verdure and pride of the garden or lawn! Let Bourbon exult in his gay, gilded Lillies, And England triumphant display her proud Rose, A fairer than either adorns the green vallies Where Devon, sweet Devon meandering flows. –
Zitiert nach: Robert Burns: The Poems and Songs, hrsg. von James Kinsey, Bd. 1, London: Oxford University Press 1968, S. 545.
[...] O thou Queen, Thou delegated Deity of Earth, O dear, dear England! [...]
Zitiert nach: Samuel Taylor Coleridge: The Complete Poems, hrsg. von Morchard Bishop, London: Macdonald 1954, S. 148.
Ich liefere noch einen vierten Beleg nach – allesamt beweisen zunächst natürlich noch nichts. Es sind lediglich literarische Belege, die auch Lexikographen so zur Kenntnis zu nehmen haben. Diesmal etwas aus Defoes Satire "The True-Born Englishman":
England unknown as yet, unpeopled lay; Happy, had she remain'd so to this Day, And not to ev'ry Nation been a Prey.
Zitiert nach: Daniel Defoe: The Shakespeare Head Edition of the Novels and Selected Writings, Bd. 1, Oxford: Basil Blackwell 1927, S. 36.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 21.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6449
Daß Britannia weiblich ist und England etwas damit zu tun hat, steht zwar außer Zweifel, aber als Erklärung für England - her finde ich das doch ziemlich gewagt. Es könnte wohl eine Rolle gespielt haben, aber läßt sich so etwas sprachwissenschaftlich nachweisen? Dafür gibt es sicher genauso viele Theorien wie für das Femininum von ship.
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 19.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6447
Lieber Herr Ludwig,
das sehe ich aber doch etwas anders, denn hinter "England" steht eigentlich doch ein lateinisches Femininum, nämlich Britannia. Ohne jetzt martialische Töne anschlagen zu wollen, muß man nur an Thomsons Ode "Rule Britannia!" denken (die 1740 ursprünglich in einem musikalisch-dramatischen Kontext stand und somit keineswegs als Hymne konzipiert war). Und so wird das Land – wohlgemerkt nach dem Act of Union von 1707 – denn auch angeredet:
The Muses, still with freedom found, Shall to thy happy coast repair: Blest isle! with matchless beauty crowned, And manly hearts to guard the fair. 'Rule, Britannia, rule the waves; Britons never will be slaves.'
Zitiert nach: James Thomson, The Complete Poetical Works, hrsg. mit Anmerkungen von J. Logie Robertson, London; New York; Toronto: Oxford University Press 1961, S. 423.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 18.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6446
I beg to differ. "England and its colonies" ist heute üblicher als "England and her colonies", war aber auch zu Zeiten Palmerstons schon nicht falsch.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 16.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6445
"'England and her colonies' u. dgl. ist altmodisch": Na, ich weiß nicht. So reden nun mal Leute, die Englisch als Muttersprache und über so ein Thema überhaupt sprechen. Sachlich richtig wäre hier allerdings, vom United Kingdom zu sprechen, und dann kommt "its" ganz natürlich. Dahinter stand ja nie ein (lateinisches) Femininum. Richtig ist übrigens auch "the United States and its allies", nie "her" und auch nicht "their" (so jedenfalls meine Informanten – und ich nach vielen Jahren auch). "'person ... her' [ist] hingegen neumodisch politisch gewollt": Hier "she/her" nur, wenn's offen ist, ob diese Person männlich oder weiblich ist, u n d man die p.c. als beabsichtigt heraushört. Wenn es sich klar um eine Frau handelt, muß ganz natürlich eine Form von "she" stehen. Das ging vor Jahren — in den Sechzigern, also vor aller p.c. — mal sogar soweit, daß ich jemanden hörte, wie er sich ganz allgemein auf "[elementary school] teacher" mit "she" und seinen Formen bezog, — was in dem Gespräch damals übrigens nur mir auffiel, weil ich das Wort "teacher" eben mit deutschen Ohren hörte und nicht wie die andern aufgrund ihrer Erfahrung in ihrer Muttersprache einfach so.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 15.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6444
"England and her colonies" u. dgl. ist altmodisch, "person ... her" hingegen neumodisch politisch gewollt.
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Michael Schuchardt
Oberursel
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Dieser Beitrag wurde am 28.05.2010 um 14.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6442
"This person has added you to her contact list"
Diese Meldung sendet ein Message-Programm (verm. US-Ursprung). Mir ist aufgefallen, daß manche Autoren auch die Nation bzw. den Staat mit weiblichem Pronomen schreiben. Oder ist das etwa die angelsächsische Variante von Gender Mainstreaming?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 27.05.2010 um 20.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6441
Unfreiwillige Offenbarung?
»Gerhardt mahnte, die FDP solle Gründe und Ursachen ihrer Schwächen nicht allein bei anderen suchen. „Wir selbst haben genug Fehler gemacht.“ Und – ganz in der Diktion seines hessischen Landmannes Roland Koch –: „Wir waren vor den Wahlen in Nordrhein-Westfalen zu wenig entscheidungsfreudig.“« (www.faz.net, 26. Mai 2010; Hervorhebung hinzugefügt)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 27.05.2010 um 19.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6440
"Für die Union ist Kochs Abgang ein Verlust: Er war einer der wenigen profilierten Wirtschaftspolitiker, den sie noch hat." (taz-Kommentar, 25. Mai 2010)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.05.2010 um 21.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6438
...wider aller Erwartungen hat Schäfer-Gümbel Recht behalten.
(WELT-online)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 25.05.2010 um 12.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6437
Wie die Stadt Bad Arolsen auf ihrer Website mitteilt, sind im örtlichen Residenzschloß unter anderem zu besichtigen:
»der Musik,- Weiße Empire,- Rote- und Blaue Salon und das Kronprinzenzimmer«
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.05.2010 um 08.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6436
Ein aparter Bindestrich
...für alle, die eine Landschaft lieben- und kennen lernen wollen."
(Homepage der Samtgemeinde Werlte im Hümmling)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 23.05.2010 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6435
Welt.de (23.05.) für alle Fälle: "Der Bundestrainer erklärte aber auch, dass er die Entscheidungen erst dann öffentlich verkünden werde, wenn er zuvor mit den betroffenen Spieler gesprochen und anschließend die Mannschaft informiert habe." "Dies wird vermutlich frühestens Donnerstag passieren, da Löw erst ab Mittwoch seinen vollständigen vorläufigen WM-Kader von 26 Spieler zur Verfügung steht." "Möglich ist, dass zumindest Lahm und Schweinsteiger aufgrund ihren hohen Belastungen in dieser Saison am kommenden Samstag in Südtirol bleiben [...]." Und für jede Zahl: "In der Kapitänsfrage gelten nach dem WM-Aus des etatmäßigen Spielführers Michael Ballack die Münchner Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger als Favoriten, aber auch dessen Vereinskollege Miroslav Klose ist im Gespräch." Lahm und Bastian spielen doch für München, oder?
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 21.05.2010 um 10.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6433
zu #4810: Der Tanklastzug knickte mehrere Bäume sowie einen Strommasten um. (MM, 18.5.10, S. 5)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.05.2010 um 07.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6431
Man kann eine Stadt zu Fuß erkunden, muß man aber nicht. (V. Mehnert in der FAZ v. 20.04.)
Begründen kann ich es (noch) nicht, aber ich würde schreiben:
1. Man kann eine Stadt zu Fuß erkunden. Muß man aber nicht. (auch Semikolon möglich)
2. Man kann eine Stadt zu Fuß erkunden, muß es aber nicht.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.05.2010 um 15.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6429
Wer – was
Nach meinem Gefühl ist "was" weitaus besser als "wer" und seine flektierten Formen geeignet (außer in den schon angeführten Fällen), das Relativpronomen zu vertreten.
Das Schönste, was wir je gesehen haben... gilt als korrekt
Der Schönste, den wir je gesehen haben...
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 20.05.2010 um 15.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6428
Oh, diese Fremdwörter!
Heute gab es im Hessischen Rundfunk (HR-Info) einen Bericht aus dem Hessischen Landtag, es ging um die umstrittene Besetzung des Chefpostens der hessischen Bereitschaftspolizei. Darin polemisierte ein Abgeordneter gegen die politischen Gegner, daß diese sich "wie eine Affenhorde generierten". (Er meinte wohl gerierten.)
Also, mit Fremdwortwissen kann der mir nicht importieren!
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 20.05.2010 um 10.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6427
Ja, wir liegen mit diesen Ansichten gar nicht weit auseinander, letztendlich sind es wohl Geschmacksfragen.
Interessant finde ich aber noch den Austausch wer/was. Allgemein wird ja immer gesagt, der Unterschied bestünde darin, daß wer sich auf Personen/Lebewesen bezieht, wohingegen was ein anderes, auf unbelebte Dinge bezogenes Wort ist. Eisenberg aber geht bei beiden von ein und demselben Wort aus, er schreibt, daß wer die männliche, was die sächliche Form sei. Eine weibliche gebe es nicht. Wer er scheint ist bereits eindeutig, aber in Was er scheint ist man irritiert, denn was ist sowohl Nominativ als auch Akkusativ, es klingt also etwas eigenartig nach falschem transitiven Gebrauch. Wohl deswegen würde ich hier auch Was er zu sein scheint vorziehen, während Wer er scheint m.E. auch so bleiben kann (zumindest als Kurzform, z.B. in einer Überschrift). Einen semantischen Unterschied zwischen letzterem und Wer er zu sein scheint kann ich nicht ausmachen. Worin sollte der bestehen? Der semantische Unterschied hängt m.E. mit dem Pronomen wer/was zusammen, mit jemand/etwas, nicht mit [zu sein] scheinen.
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 20.05.2010 um 09.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6426
Lieber Herr Riemer,
grammatisch fehlt mir in dem von Kratzbaum zitierten Ausgangssatz Er war von Beginn an, wer er scheint tatsächlich das von Herrn Wagner monierte "zu sein". Semantisch ist er gerade durch das fehlende "sein" unklar. Ich vermute, daß Sie aus diesem Grund auch schon andere Beispiele mit "scheinen" gesucht haben. Etwas "zu sein scheinen" ist semantisch etwas anderes als etwas "scheinen". Zwischen Grammatik und Semantik steht das mißverständliche Relativpronomen "wer", das – wie Kratzbaum zuletzt schrieb – tatsächlich nach der Person Thomas Gottschalk fragt und nicht nach seinem öffentlichen Auftreten (so interpretiere ich Kratzbaums "Eigenschaft").
Aber vermutlich geheimnissen wir wieder zuviel in diese Formulierung hinein, mit der der Schreiber sich womöglich nur elegant ausdrücken wollte. (A propos, meine soeben geschriebene Formulierung "mit der der" versuchen viele zunächst dadurch zu vermeiden, daß sie "mit welcher der" schreiben. Das geht auch noch, nur sollte man sich dabei hüten, auf den Geschmack dieses etwas umständlichen Umweges zu kommen.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.05.2010 um 07.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6425
Zum relativen Wer/Was
Er war von Beginn an, was er zu sein scheint. – So finde ich den Satz in Ordnung. Es wird ja nicht nach einer Person, sondern nach einer Eigenschaft gefragt.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 20.05.2010 um 00.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6424
Was das sehr oft unbeholfen oder auch hochgestochen klingende Relativpronomen welche (-r,-s) betrifft, bin ich ganz Ihrer Meinung, lieber Herr Höher, sozusagen "ganz bei Ihnen", um eine ziemlich alberne, neumodische Redewendung anzuprangern.
Aber ich dachte, es ginge um den evtl. falschen Gebrauch des Relativpronomens wer in dem Zitat aus der FAZ, das Kratzbaum zur Diskussion gestellt hat.
Eisenberg schreibt in seinem "Satz": "Zwar bildet wer in der üblichen Weise den relativen Anschluss zum Bezugsnominal, jedoch geht der Relativsatz diesem voraus und ist deshalb nicht wie sonst Attribut." Alle seine Beispielsätze beginnen dann auch mit Wer/Was oder deren gebeugten Formen. Danach müßte Kratzbaums Satz aus der FAZ so heißen: Wer er scheint, (der) war er von Beginn an.
Ich finde aber, daß man das nicht so allgemein sagen kann. Der Satz Er war von Beginn an, wer er scheint. klingt für mich durchaus passabel: kurz, prägnant und grammatisch richtig.
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 19.05.2010 um 22.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6423
Von der FAZ (wie bei mir inzwischen üblich ohne Pünktchen!) schrieb ich nichts, nur von Wikipedia, lieber Herr Riemer.
Hier zwei bewußt nicht-literarische Kostproben, von denen eine zugleich Unsicherheit in der Verwendung des Genus zeigt (Fettdruck stammt in beiden Fällen von mir):
Die Moskitos Essen (offiziell Eissportclub Moskitos Essen e.V.) sind eine Eishockeymannschaft aus Essen, welcher aktuell in der Regionalliga spielt, allerdings von 1999 bis 2002 der Deutschen Eishockey Liga angehörte. Die Profimannschaft des Vereins war bis 2008 in die Moskitos Eishockey GmbH & Co KG ausgelagert, welche jedoch schließlich Insolvenz anmelden musste.
Unterwalden ist der Name der Gebietseinheit, aus welcher die beiden heutigen Schweizer Kantone Nidwalden und Obwalden hervorgegangen sind.
Das schlichte Relativpronomen "die" klang wohl bei der/die/das Mannschaft viel zu banal, und auch im zweiten Beispiel klang "aus der" offensichtlich nicht schick genug. Und genau von dieser Art finden sich bei Wikipedia noch unzählige Beispiele.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 19.05.2010 um 15.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6420
Ich habe mal im Faust nach scheint gesucht:
Mephistopheles: Er scheint mir, mit Verlaub von Ew. Gnaden, Wie eine der langbeinigen Cicaden, Die immer fliegt und fliegend springt Und gleich im Gras ihr altes Liedchen singt;
Mephistopheles: Es scheint, die Frau ist nicht zu Hause?
Altmayer: Ihr scheint ein sehr verwöhnter Mann.
Marthe: Er scheint ihr gewogen.
Warum sollte also ausgerechnet in einer Überschrift, wo es auf Kürze ankommt, unbedingt ein ganz ausführlicher Text "er scheint ... zu sein" stehen?
Das wer hört sich etwas ähnlich an wie in häufigen Redewendungen: Rette sich, wer kann; Es komme, wer will. Ich bin mir aber über die Analogie nicht so sicher. Warum genau ist es falscher Gebrauch in der FAZ, lieber Herr Höher?
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 18.05.2010 um 21.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6416
Ich sehe es wie Kratzbaum. Mich stört ebenfalls das "wer". Und natürlich hat Herr Wagner recht, auf das fehlende "zu sein" hinzuweisen.
Der teilweise falsche Gebrauch der Relativpronomen kommt jedoch mehr und mehr in Mode. Ich habe die Beobachtung gemacht, daß viele Leute glauben, sich besonders gewählt auszudrücken, wenn sie die anscheinend so offensichtlichen Relativpronomen "der", "die", "das" durch "welcher", "welche", "welches" oder "wer" austauschen. Wikipedia ist voll von greulichen Beispielen für diesen Gebrauch.
Nicht sicher bin ich mir jedoch, ob dabei ein Zusammenhang mit der Rechtschreibreform besteht. Möglicherweise ist durch den Subjunktor "dass" das sprachliche Gefühl für das Relativpronomen "das" verlorengegangen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 18.05.2010 um 21.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6415
Ich würde schreiben: Er war von Beginn an (der), der er zu sein scheint. Auch nach Duden, Richtiges und gutes Deutsch vertritt das Interrogativpronomen "wer" die eigentlichen Relativpronomina nur in allgemein gehaltenen Aussagen. Z.B.: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 18.05.2010 um 21.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6414
Das nicht, aber das fehlende "zu sein".
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 18.05.2010 um 14.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6412
"Er war von Beginn an, wer er scheint." So die Überschrift in der FAZ von heute zur Würdigung Th. Gottschalks.
Stört noch jemanden das "wer"?
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Matthias Künzer
Herzogenrath
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Dieser Beitrag wurde am 18.05.2010 um 08.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6411
#6410: Ich gestehe, die Schreibweise der absolutungeeigneten Straße hat mir eingeleuchtet.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 17.05.2010 um 23.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6410
Leserbriefe (#6407)
spiegeln auch manches wider. Na gut, jeder verschreibt sich mal, es hat auch nicht jeder die gleiche Bildung, da soll man schon ein Auge zudrücken. Aber wenn die Zeitungsredaktion ab und zu einen Schnitzer korrigieren würde, hätte sicher niemand etwas dagegen, am wenigsten der Schreiber. Das tut sie aber nicht, es sei denn, es tauchte irgendwo ein daß, muß oder vielleicht ein heute abend auf. Jeder Mist wird gedruckt, aber selbstverständlich nichts, was noch an die herkömmliche Rechtschreibung erinnerte.
Am 10.05.2010 veröffentlichte der Mannheimer Morgen sechs Leserbriefe. Ich zitiere mal aus jedem ein Beispiel, dabei ist vom Komma übers Leerzeichen bis zu den Ü-Tüpfelchen garantiert alles original laut Zeitung:
1. Die Entscheider spekulieren nun darauf, dass wir uns daran gewöhnen werden. Klar werden wir sicher. 2. Im Gegensatz zu den meisten, bisher gehörten Stimmen, gefallen mir die neuen Plakatständer außerordentlich gut. 3. Dazu erschwerend kommt noch hinzu, dass die MSR seit drei Jahren immer wieder betont, dass in den nächsten Monaten alles anders wird und die vagen Andeutungen, die sie machte, auch noch ständig ändert! 4. Da wurde mal wieder für einen Schnellschuss (ohne Befragung der Betroffenen) Steuergelder verpulvert - aber wir haben's ja wohl doch dicke. 5. Die Aufstellung der über einer Million teuren 1500 Plakatständer ... Stadthistoriker Friedrich Teutsch beklagt zurecht, dass durch den "geistlosen Modernisierungswahn" viel Stadtsubstanz verloren ging. 6. Aus schön angelegten Straßen, wie beispielsweise der Steubenstraße in Mannheim-Neckarau, werden jetzt "Werbestraßen" die jedem aufzeigen, dass hier eine Entscheidung getroffen wurde, von Menschen, die kein bißchen Gespür und fotografisches Vorstellungsvermögen besitzen.
Und zum Abgewöhnen noch aus drei Briefen vom nächsten Tag:
1. Hier hätten unsere Stadtteilpolitiker eine Chance Eigenwerbung durch Engagement im Sinne der Anwohner zu betreiben! 2. Nur ist es so, dass in Deutschland Tausende Buslinien bestehen, überall dort, wo es Grunde gibt, keine Talbahn zu verlegen: weit auseinanderliegende Anfahrtsziele, unregelmäßiger und geringer Bedarf an Fahrten hohe Kostengründe der Anschaffung und, wie in der Gartenstadt, absolutungeeignete vorhandene Straßen. 3. Frau ... findet es erbärmlich für eine (Kultur-)Stadt wie Mannheim solche Straßen wie die B44 vorzuzeigen. Allerdings komme ich mir dabei etwas blöde vor, denn andere, vor allem Lkw, donnern an mir mit 70 km/h und mehr vorbei ohne auf den Straßenzustand Rücksicht zu nehmen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 17.05.2010 um 06.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6409
"Techniker von BP ist es erstmals gelungen, aus dem Bohrloch im Meeresgrund Öl abzusaugen." (welt.de, 16.5.10)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 16.05.2010 um 22.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6407
Die Vorzüge der reformierten Kommasetzung oder Ironie des Leserbriefveröffentlichungsschicksals
"Wir hätten wahrscheinlich keinen Krieg in Afghanistan, keine staatlich finanzierten Bad Banks, keinen maroden Euro und eine fragwürdige und teure Rechtschreibreform wäre uns auch erspart geblieben."
(www.morgenweb.de)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.05.2010 um 15.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6406
WELT-online
...entgegen eigener Angaben...
...die tief greifenden innerparteilichen Differenzen...
...bei der Neubesetzung des Parteichefs...
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––-
und auch der "Spaltpilz" (der ja nur sich selbst spaltet) darf nicht fehlen
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.05.2010 um 20.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6405
In der FAZ von heute sprich Heike Göbel zweimal von der "Tragfähigkeit der Schulden".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 15.05.2010 um 09.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6404
Zeiten sind das: "Beim 25-jährigen Jubiläum des Pokal-Endspiels in Berlin trafen die beiden offensivstärksten deutsche Mannschaften der Saison aufeinander. Interessante Duelle sind zu erwarten: Bastian Schweinsteiger und Torsten Frings kämpfen um die Vormacht im Mittelfeld und bei Tim Wiese und Hans-Jörg Butt geht es um mehr als den Pokalsieg." Und das geht einher mit Anzeigen bei welt.de: "1 kleiner Bauch Trick : [/] 1 Kg bauchfett lösen sie pro woche durch diesen komischen alten Trick." Und an anderer Stelle: "Am 14. Mai 2010 wird Katarina Witt mit der "Goldenen Sportpyramide" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Klicken Sie sich durch das Leben der ehemaligen euiskunstläuferin." Aber das ist wohl schon gar nicht mehr des Hinweises wert.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 13.05.2010 um 22.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6402
Ein Land, das Schwierigkeiten hat, könne einmal geholfen werden...
(WELT-online)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 13.05.2010 um 17.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6401
Auf das Wie kommt es an
>> Unter dem Eindruck des Missbrauchsskandals dürfe allerdings nicht vergessen werden, "wie viel Gutes durch gläubige Menschen getan wird". <<
(www.evangelisch.de)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 13.05.2010 um 02.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6396
*Welt*liche Dativform: "[...], wie weit wir uns vom Stifter des Abendmahls entfernt haben, der dafür bekannt ist, gerade mit Außenseiter Tischgemeinschaft gefeiert zu haben“. (welt.de, 12.5.10, zu "konfessionelle Kulturen") Auch sonst ist der Artikel sprachlich nachlässig: "Doch schon Stunden vor Eröffnung des Christentreffens hat sie am Mittwoch in der Buchhandlung Hugendubel auf dem Marienplatz ihr neues Buch „Das große Du - Das Vaterunser“ vorstellen."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.05.2010 um 22.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6395
"...den Rehn am Mittwoch in Brüssel vorstellte und WELT-ONLINE vorab vorlag."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.05.2010 um 17.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6394
"Einnahme fördernde Aktivitäten"
(WELT-online)
"...bereits im Herbst Fichten und Lerchen gefällt."
(Ostfriesen-Zeitung)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.05.2010 um 14.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6393
WELT-online
...erhielt er die fristlose Kündigung. Der Mann erhob Anklage.
...das Gericht gab ihm jetzt Recht.
Das Arbeitsgericht Reutlingen gab ihm am Dienstag recht.
Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Cameron, sagte Clegg.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 12.05.2010 um 13.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6392
Europa verbietet rückwirkende Sicherungsverwahrung.
Startseite von t-online , heute.
Nanu, wie soll das denn gehen ?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 12.05.2010 um 11.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6391
»100 Jahre Stadtbücherei Iserlohn: Eine Erfolgsgeschichte rund um das Thema Buch Festredner Prof. Dr. Engelbert Plassmann aus Bochum zog sogar Parallelen zu einem französischen Schlosss, ...«
(www.derwesten.de)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.05.2010 um 15.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6388
Ja, das ist halt Politikerschicksal. Wenn die Welt immer in Ordnung wäre, brauchten wir gar keine Politiker.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 11.05.2010 um 08.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6387
"...wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland."
Immer wenn Frau Merkel von den "Menschen" spricht, ist etwas faul. In diesem Falle sogar oberfaul.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 11.05.2010 um 07.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6386
"Die SPD wirft Angela Merkel vor, das tatsächliche Ausmaß der Euro-Krise bewusst verschleiert zu haben." / "Hannelore Kraft hat angekündigt, mit allen im Landtag vertretenen Parteien über die Bildung einer Landesregierung zu reden. Erster Gesprächspartner seien die Grünen, sagte Kraft nach einer Sitzung des SPD-Landesvorstands." / "Dennoch bleiben Zweifel an Schäubles Gesundheit." / "Damit will er eine Koalition seiner Labour-Partei mit den Liberalen ermöglichen, [...]" / "Russische Experten schlagen jetzt allen Ernstes eine Atombombenexplosion vor." / "Gut 20 Monate nach dem Absturz einer Spanair-Maschine in Madrid [...] sind die letzten Worte der Cockpitbesatzung bekannt worden [sic!]." Eigentlich nur in der Possessivfunktion tritt der Genitiv vielleicht etwas zugunsten des präpositonalen Ausdrucks mit "von" zurück; aber selbst da auch nicht so schnell bei Namen. Natürlich spricht man im normalen Gespräch nicht so, wie es diese Beispiele aus der Zeitung heute haben. Aber wer "trotz" überhaupt benutzt, benutzt es mit Genitiv, obwohl der Dativ da doch der historisch eigentlich richtige ist (trotzdem). Wer's jedoch mit Dativ benutzt (und das gibt's ja manchmal), klingt doch wohl ein bißchen affektiert und zeigt bemerkbar, daß er erst irgendwo gelernt hat, daß der Dativ hier doch der historisch eigentlich richtige ist.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.05.2010 um 00.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6385
Vielleicht kann man den Genitiv sogar Kasus des Hochdeutschen nennen. Ich wüßte auf Anhieb nicht zu sagen, in welchen deutschen Mundarten er überhaupt vorkommt. Im Erzgebirgischen gibt es ihn z.B. auch nicht, es sei denn, man rechnet so etwas wie mein[e]twaagn (=meinetwegen) noch zu Genitivbeispielen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2010 um 22.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6384
Lieber Herr Ludwig, ich denke es mir manchmal so: Der Genitiv ist ja gewissermaßen der Kasus der "gehobenen" Sprache. Im gesprochenen Deutsch vermeiden viele ihn gern, weil er ihnen gestelzt vorkommt. ("Das Haus von meinem Opa"). Aber so ein Zeitungsschreiber will eben auch zeigen, daß er sich gepflegt ausdrücken kann – und da geht es oft daneben. (Gen. nach "entgegen" in der Bedeutung von "im Gegensatz zu" ist sehr häufig.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2010 um 22.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6383
"...sollen von der EU kommen, ähnlich der Zahlungsbilanzhilfen..." mal etwas anders betrachtet: Wer redet angesichts von sowas eigentlich vom Genitiv sein/m Tod?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2010 um 09.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6382
"...sollen von der EU kommen, ähnlich der Zahlungsbilanzhilfen..." (WELT-online)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 09.05.2010 um 11.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6380
"aufakkumuliert" hat der SWR-Reporter die Meter des Höhenprofils (55 m) der Strecke des Gutenberg-Marathons Mainz und verglichen mit denen anderer Städteläufe, wie z.B. des Schweizer Jungfrauen-Laufs (1800 m).
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 14.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6376
Eine der Schwierigkeiten beim Bearbeiten von Unfallmeldungen ist, daß die Polizei der Einfachheit und auch der Deutlichkeit halber zur Bezeichnung der Beteiligten nicht nur Fahrzeugtypen, sondern auch Fahrzeugmarken angibt, was der Journalist nicht darf. Wird das Ergebnis ohne Kenntnis der Vorlage seinerseits umgearbeitet, in diesem Fall vermutlich, um eine Wiederholung des Ausdrucks "Fahrzeug" zu vermeiden, kann es zu Metamorphosen wie der des Rollers zum Wagen kommen.
Eine abschließende Rekonstruktion des Vorgangs, der zu Herrn Ludwigs Fundstück führte, wird freilich dadurch erschwert, daß der ursprüngliche Text nicht nur zweimal, wie von mir zunächst angenommen, sondern dreimal überarbeitet wurde, wie wir dank den Nachforschungen von Herrn Roth wissen. Denn daß die genaueren Orts- und Zeitangaben der Polizei in der freigegebenen Agenturversion fehlten, ist so gut wie ausgeschlossen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 13.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6375
Wozu brauch ich 'ne Rechtschreibreform?
"Auf wendiege Handarbeit"
(ein ebay-Anbieter)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 12.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6374
Genau so ist es, lieber Herr Höher, ich habe nämlich alles mit Kopierbefehl eingesetzt. Das kleine "ihrer" ist Ihnen sicherlich auch nicht entgangen. Fürwahr "Fundstücke". Qualitätsjournalismus...
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 11.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6373
Lieber Herr Roth,
haben die von der dpa "Danke" nach dem Komma tatsächlich groß geschrieben?
Ich hatte vor ein paar Tagen den Text zu einer Schulung in der Hand, in dem es hieß, alle "sind [...] Willkommen". Wundern muß man sich freilich nicht mehr, aber ungläubig nachfragen darf ich doch noch.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 10.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6372
Zu #6365, #6366 Für völlige Klarheit sorgt jetzt folgendes, zuerst der Polizeibericht:
Rollerfahrerin schwer verletzt Treptow-Köpenick #1267 Bei einem Verkehrsunfall gestern Abend in Alt-Treptow wurde eine Zweiradfahrerin schwer verletzt. Die 26-jährige „Piaggio“-Fahrerin stand gegen 18 Uhr 30 an einer roten Ampel in der Straße Am Treptower Park. Ein hinter ihr ankommender „Mercedes“ übersah offensichtlich den stehenden Motorroller und fuhr auf das Kleinkraftrad auf. Durch den Aufprall stürzte die 26-Jähige über den Lenker und zog sich schwere Verletzungen zu. Die alarmierte Feuerwehr brachte sie zur stationären Behandlung in eine Klinik, der 39-jährige Autofahrer blieb unverletzt.
Nun die Auskunft von dpa:
Lieber Herr Roth, Danke für Ihr aufmerksames "Mitlesen" - mit ihrer Anmerkung haben Sie natürlich völlig recht. Ich hatte die ursprüngliche Formulierung meines Kollegen, der "Fahrzeug" schrieb, umformuliert in Wagen - daher rührte der Fehler. Wir haben natürlich nicht einfach eine Polizeimeldung übernommen.
Mein "unbesehen" war hier tatsächlich nicht richtig, aber ich hab´s auch schon anders erlebt. Ob dpa die -jährige / die 26-Jähige umschiffen wollte?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 10.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6371
Jetzt legen sich Aldi & Co. mit den Drogeristen an
Jetzt legen sich Aldi & Co. mit den Drogisten an
(WELT-online)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 07.05.2010 um 07.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6370
Dem Dativ sein Tod: "Erstes FKK-Hotel der Türkei droht die Schließung" (welt.de, 7.5.10).
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.05.2010 um 19.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6367
ist die Neuverschuldung Besorgnis erregend
gibt dem Argument... inzwischen Recht....eine Veränderung dringend Not täte
(WELT-online)
...übernähmen die Grünen in dieser schwierigen Situation für Deutschland und Europa Verantwortung (ja, wenn man nicht in der Regierung ist...)
Satelittengestütze Funk-Wetterstation (Schlecker-Werbung)
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 06.05.2010 um 18.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6366
Dieser Polizeibericht wurde nicht unbesehen von der Presse übernommen, sondern zweimal umgeschrieben, und zwar zuerst von dpa und dann von der Praktikantin oder dem Volontär "bb". Ein unbesehen übernommener Polizeibericht wäre sprachlich nicht weniger verquer gewesen, dafür aber wenigstens in den Sachangaben korrekt.
Nachtrag. Ich muß mich wohl korrigieren. Das Kürzel "bb" dürfte für den Landesdienst Berlin-Brandenburg der Agentur dpa stehen, nicht für einen Volontär oder eine Praktikantin. Umgeschrieben, und das dilettantisch, wurde die Meldung aber zweifellos.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 06.05.2010 um 18.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6365
Polizeiberichte werden in der Regel unbesehen von der Presse übernommen, das kennt man. Der "Wagen" war in diesem Fall ein Roller. Ich freue mich aber über "39 Jahre alter Fahrer" anstelle von "39-jähriger".
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 06.05.2010 um 10.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6364
Es handelte sich offensichtlich um einen Auffahrunfall. Aber auch das hätte man ruhig richtig dazuschreiben können.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 06.05.2010 um 09.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6363
Ist bei solcher Berichterstattung eigentlich noch relevant, wie's geschrieben ist: "Berlin (dpa/bb) - Eine 26 Jahre alte Motorrollerfahrerin ist gestern Abend in Berlin-Treptow von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Dessen 39 Jahre alter Fahrer war an einer roten Ampel auf den Wagen der Frau geprallt, wie die Polizei heute mitteilte. Die Angefahrene kam in ein Krankenhaus, der Unfallverursacher blieb unverletzt." An verkehrskontrollierter Straße in einem Wagen Motorroller zu fahren, nun ja, das kann andere Fahrer schon etwas ablenken. Oder was sonst hat der Motorroller der Dame mit diesem Unfall zu tun? Und wer von den beiden Fahrern da dem andern nicht die Vorfahrt gewährt hat, wäre vielleicht auch von einigem Nachrichtenwert, und nicht bloß, daß der Unfall an einer roten Ampel geschehen ist.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 05.05.2010 um 09.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6358
dpa kommt Schulkindern vorbildlich: "Aschewolke kommt nicht Deutschland [/] Hamburg (dpa) - [...]. " (welt.de, Newsticker, 5. May 2010) Bürger scheinen Milliarden zu nehmen, wenn auch auf üble Weise: "Die Bürger scheinen der Union die Milliarden-Hilfe für Griechenland übel zu nehmen, [denn ...]" (welt.de, 5. Mai 2010)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 04.05.2010 um 14.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6348
Aschewolke ist zurück. (WELT-online)
...hatte sich wohl verirrt
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 04.05.2010 um 10.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6344
Heisspornige Verhandlungen muß irgendwas mit Pornographie zu tun haben...
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 03.05.2010 um 23.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6341
WELT-online vom Tage
soweit senken, dass...
auf 23 von 21 Prozent anheben (diese Mathematik hatten wir schon mal)
über einen Punkt hinaus, als das man das wieder zurückdrehen könnte...
an mindestens 30 Schüler ... vergangen
die Zukunft des internationalen Klimaschutz ...
Heisspornige Verhandlungen (was mag das übrigens sein?)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.05.2010 um 22.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6339
Mindestens vierzig Jahre müssen gearbeitet werden...
(MDR)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 30.04.2010 um 21.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6335
Unsere Relativpronomen — schwer also nicht nur für ausländische Studenten, aber für die aus anderen Gründen: "An der Operation der beiden Jungen aus Jordanien nahm auch Gesundheitsminister Abdallah el Rabia teil. Der Eingriff, den die Eltern der Kinder an einem Monitor mitverfolgen konnten, wurde im Medizin-Zentrum König Abdel Asis in Riad vorgenommen, der als führend auf diesem Fachgebiet gilt." (Bild.de, Newsticker, 30.4.10)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 30.04.2010 um 17.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6334
Wir zeigen, woran sich außer Leonardo DiCaprio auch wir erfreuen dürfen. ("Blickpunkt" bei WEB.de)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 29.04.2010 um 00.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6330
Zahlwörter eins, zwei, viele: "Vor allem wurde deutlich: SPD, Grüne und Linke liegen inhaltlich nah beieinander. Beide werben für einen Gegenentwurf zur Koalition von CDU und FDP." (www.welt.de, 29.4.20, "Geben Sie hier doch nicht den Sozialen")
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 28.04.2010 um 23.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6329
Dass die Politik von den Finanzmärkten derart vor sich her getrieben wird... (Jörg Eigendorf in WELT-online)
...gab Trittin den Plan wider. (WELT-online)
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 27.04.2010 um 11.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6318
Wenn der Schüler nie unmittelbarer Adressat des Regelwerkes ist, kann an unterschiedliche Fassungen für Schüler und Lehrer jedenfalls schon einmal nicht gedacht sein. Der direkte Adressat wäre dann der Lehrer, der seinerseits noch einmal auf die Schulbank gesetzt wird, damit er sich nach Fehlern bei der weiteren Zustellung nicht mehr darauf hinausreden kann, die Sendung sei ihm selbst in nicht ordnungsgemäßem Zustand ausgehändigt worden.
Für die Deutung als Eingeständnis eines Mangels spricht auch die Redundanz des Ausdrucks "adressatenbezogenere Umformulierung" – statt "adressatenbezogenere Formulierung" oder "adressatenbezogene Umformulierung". Daß es bereits eine adressatenbezogene Umformulierung gebe, die lediglich noch zu überbieten sei, ist ja wohl nicht gemeint, sondern allenfalls eine adressatenbezogene Formulierung.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 27.04.2010 um 09.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6317
WELT-online
Auch bei Anne Will ...konnte man sich dem zweifelhaften Charme nicht erwehren.
Damit übte sie sich...in strategischer Einmut mit Kampeter.
...dass es für sie eine ganze Zeit lang keine Steigerungen gibt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 26.04.2010 um 15.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6316
Herr Bärlein, der Schüler ist der "idealtypische" Adressat des Regelwerks – schon richtig. Aber nie unmitttelbar, er liest es nicht, er kennt es nicht. Der eigentliche Adressat ist der Lehrer. Wenn wir einmal von der Presse absehen, ist die Lehrerschaft in einer Schlüsselposition. Der Lehrer kann im Unterricht, kaum kontrollierbar, manches abmildern und zurechtrücken, die schlimmsten Fehler zumindest ins Bewußtsein rufen. Ich jedenfalls würde jede Gelegenheit dazu nutzen, ohne daß es dazu besonderen Mutes bedürfte.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 26.04.2010 um 14.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6315
Die Schule ist der Ort, an dem der Staat die Rechtschreibung spendet. Deshalb dürfte der Schüler der idealtypische Adressat des amtlichen Regelwerkes sein. Andere Adressatengruppen fallen nur insoweit ins Gewicht, als auch sie schreiben sollen wie die Schüler. Und sobald sie sich darum bemühen, kommen sie gar nicht umhin, die Position des Schülers einzunehmen. Wozu also ihretwegen separate Fassungen? Die Rede von einer "adressatenbezogeneren Umformulierung" bedeutet zunächst einmal nichts anderes, als daß das Regelwerk in seiner jetzigen Fassung die Adressaten nicht bzw. nicht im gewünschten Umfang erreicht und der Rechtschreibrat glaubt oder zu glauben vorgibt, das liege nicht am Regelwerk, sondern an dessen Formulierung. Falls er es nicht glaubt, könnte es sich auch um eine Tarnbezeichnung für die Vorbereitung der nächsten Reform handeln.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 26.04.2010 um 13.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6314
Zur Zukunft des Rechtschreibrates
"...adressatenbezogenere Umformulierung des Regelwerks..."
Verschiedene Fassungen für Schüler, Lehrer, Schreibprofis?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 26.04.2010 um 04.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6311
Interessant ist hier (#6310): Hörte man diesen Satz in einem Gespräch, — einem würde der Fehler gar nicht auffallen. Im Gegenteil, grammatisch richtig gesprochen klänge er irgendwie seltsam, und der Sprecher hätte wohl intuitiv eine andere Ausdrucksweise gewählt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.04.2010 um 22.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6310
Der 27-Jährige wurde durch die Luft fliegende Trümmerteile verletzt
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.04.2010 um 11.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6309
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern werch ein illtum
Ernst Jandl
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 21.04.2010 um 01.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6301
Ist der Untersuchungsausschuß wirklich so erschöpft?
FAZ.NET vom 20. April:
Der CDU-Politiker Schockenhoff sagte der Zeitung „Frankfurter Rundschau“, der Untersuchungsgegenstand sei „erschöpft erörtert“.
In der gleichen Ausgabe:
Luca di Montezemolo über gibt das Steuer des Fiat-Konzerns an den 34 Jahre alten John Elkann, den Ururnkel des Firmengründers.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 20.04.2010 um 19.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6295
Das finde ich auch. Wenn Ironie nicht verstanden wird, sind (die Zeitung jetzt einmal beiseite gelassen) meistens zwei schuld: einer, der sie zu gut versteckt, und der andere, der sie nicht gefunden hat. Meine Begriffsstutzigkeit kam daher, daß ich in #6279 selbst schon witzig gewesen zu sein glaubte und annahm, spätestens mit dem Folgebeitrag von Herrn Metz sei das Spaßpotential der elegant chambrierenden Frau M. ausgeschöpft. Das führte dann zu dem Trugschluß, Ihr Beitrag, lieber Herr Herter, müsse ernst gemeint sein.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 20.04.2010 um 18.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6293
Aber Herr Herter, warum so zerknirscht? Sie haben doch nichts Unrechtes getan. Erst das Büßerhemd und dann auch noch die abgesägten Hosen – das steht Ihnen so gar nicht.
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 20.04.2010 um 00.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6290
Überschrift in "NZZ Online":
"Wirte wollen gleich lange Spiesse".
Diese Schreibung scheint alt wie neu korrekt zu sein; ich empfinde sie aber als zweideutig und würde "gleichlange Spiesse" vorziehen.
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Roger Herter
Basel
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 23.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6289
Meine Zeilen waren zwar so gemeint, wie sie Herr Metz verstanden hat, "eigentlich". Aber wie mir bereits Herrn Bärleins erste Reaktion gezeigt hat, ist die beabsichtigte Form (mit leiser, sich vom Gedankenstrich an steigernder Ironie) gründlich daneben gegangen. Sei's drum – vergeigt ist vergeigt. Oder auf gut schweizerisch: Nun stehe ich halt mit abgesägten Hosen da. Es gibt noch viel zu lernen.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 22.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6288
Eng mit der Faustregel verwandt, dem Leser keine Nüsse zu knacken zu geben, ist ein anderer Grundsatz journalistischer Prosa: nie ironisch zu formulieren, da der Zeitungsleser Ironie grundsätzlich nicht versteht. Der Erfinder der chambrierenden Kanzlerin hat also selbst dann unsauber gearbeitet, wenn er tatsächlich bloß witzig sein wollte. Normalerweise – und auch in dieser kleinen Diskussionsrunde – ist es mit der Ironie wie in einem Kartenspiel: Sie wird durchgereicht, bis einer Trumpf zieht oder das Blatt sehen will. Diese Möglichkeit ist dem Zeitungsleser jedoch verwehrt.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 22.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6287
"Sie suchen ein neues zu Hause? Kaufen oder Mieten: Jetzt über 960.000 aktuelle Immobilienangebote bei Immowelt.de und FAZ.NET!" in FAZ-net am 19.4.2010
Bem.: wir haben alle kein zu Hause mehr
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 18.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6286
Ich hatte Herrn Herters Beitrag eigentlich als ironische Fortschreibung meines nicht ganz ernst gemeinten Einwurfs verstanden. So kann man sich täuschen. Oder, Herr Herter?
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 17.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6285
Mit einer gewissen Verspätung kann ich mich wieder an der Diskussion beteiligen und mich zugleich für meinen Fauxpas entschuldigen. Frau Merkel ist natürlich nur Regierungschefin und nicht Staatsoberhaupt.
Was die Interpretation der im übrigen gar nicht so neuen Meldung angeht, schließe ich mich Herrn Markner und Herrn Bärlein an. Selbst wenn nun eine akzeptable Prägung herausgekommen ist, so doch nur deshalb, weil wir alle mit- und vor allem um die Ecke gedacht haben. Wie Herr Bärlein aber schrieb, sollte uns als Lesern das Knacken derartiger Nüsse erspart bleiben, weil der Autor uns sonst womöglich tatsächlich auf die verschlungenen Pfade der hermetischen Poesie (R. Markner) führt. Denn tatsächlich wollte er sich doch eigentlich nur gewählt ausdrücken und genau das ging daneben.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 16.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6284
Das ist der Punkt. Ein Journalist darf seinen Lesern keine Nüsse zu knacken geben, sondern muß vielmehr ihnen diese Arbeit abnehmen.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 16.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6283
Die Meinungen darüber, was uns der Autor eigentlich sagen wollte, gehen offensichtlich auseinander. Vielleicht sollte er doch besser Gedichte im privatsprachlichen Stil Celans schreiben?
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 15.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6282
Mag sein, daß der Schreiber etwas besonders Subtiles und Ironisches von sich geben wollte. Trotzdem finde ich Ihre Deutung zu freundlich, Herr Herter. Denn offensichtlich hat er nicht gewußt, daß er ein übrigens gar nicht so exotisches Wort für einen ebensowenig exotischen Vorgang verwendete. Andernfalls würde es sich nur um schlechten journalistischen Stil handeln.
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Roger Herter
Basel
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 14.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6281
Das sehe ich ganz ähnlich. Zudem halte ich das Wort im gegebenen Zusammenhang für eine geglückte Gelegenheitsprägung – übersetzt chambrieren doch das eigentlich gemeinte, hier allzu despektierliche hausieren gehen subtil-ironisch ins Diplomatisch-Politische. Nicht übel...
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 13.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6280
Die Sache ist gar nicht so schwer. chambrieren ist das Gegenteil von antichambrieren. Gemeint ist also: Hinterzimmerpolitik.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 13.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6279
Mir scheint, der Schreiber wußte schon, daß Vorzimmerpolitik sich für eine Kanzlerin nicht ziemt. Und da "antichambrieren" nicht ging, mußte es wohl "chambrieren" sein, was sie in der Klimadebatte so elegant trieb.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 13.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6278
Staatsoberhaupt ist Frau Merkel nun allerdings noch nicht. Das kommt später ...
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 12.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6277
Lieber Herr Riemer,
ich meinte folgenden gespreizten Ausdruck, bei dem der Schreiber auch etwas danebengriff: die chambrierende Kanzlerin.
Gemeint war "antichambrieren", was bedeutet, daß jemand im Vorzimmer (des Herrschers) vorstellig wird, während "chambrieren" bedeutet, einen Wein langsam auf Zimmertemperatur zu wärmen. Streng genommen paßte weder der eine noch der andere Ausdruck, da die Kanzlerin als Staatsoberhaupt wohl nicht erst antichambrieren muß(te), um eine Audienz zu erhalten.
Und zum Depp machte sich somit nicht die Kanzlerin, sondern der flotte Schreiber. Genau wie in Kratzbaums Stilblüte. Genau so möchte ich übrigens auch diese Fälle bezeichnen, da sie mit der Rechtschreibreform nichts zu tun haben. Es sind Zeichen des Bildungsverfalls, der meinetwegen mit der Reform einhergeht.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 19.04.2010 um 12.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6276
Ich weiß nicht, ob Sie, lieber Herr Höher, mit der Zimmer- die Kirchentemperatur (#1038) meinen, weiß auch nicht, ob Herr Schuchardt hier noch dabei ist. Frau Merkel hat damals ja nichts Falsches gesagt, leider nur die Frage mißverstanden und deshalb daran vorbeigeredet. Aber ob dieser kleine Patzer schon rechtfertigt zu sagen, daß sie "für mich gestorben" ist? Sicher war es damals auch sehr voll und hektisch, und sie hatte noch nicht die Erfahrung wie später als Kanzlerin.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 17.04.2010 um 17.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6266
*Bild* schreibt's den Kindern versichernd vor: "Ist der Vulkan Katla noch gefährlicher? [/] Eine Asche-Wolke, ausgestoßen vom Eyjafjallajökull in Island, stürzt Europa ins Chaos. Doch ist der Nachbar-Vulkan Katla noch gefährlicher?" — Dieser Vulkan ist bei uns doch als Ketla bekannt. Oder? Maschinenübersetzung aus dem Englischen?
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 16.04.2010 um 14.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6264
Diese gespreizte Ausdrucksweise gab es schon früher bei den Journalisten (man denke nur an Karl Kraus' Kampf gegen die "Schwarze Magie", also gegen die Erzeugnisse der Druckerschwärze). Aber früher vergriffen sich Journalisten noch nicht so häufig im Register. (Zumindest hat sich das in meiner Erinnerung so verklärt. Wir hatten hier doch auch schon mal die auf Zimmertemperatur angewärmte Kanzlerin!)
Es ist eine Erscheinung, die lediglich parallel zur Rechtschreibreform verläuft. Tragisch ist, daß die meisten Leute die unfreiwilige Komik gar nicht mehr erkennen werden. Alles eine Folge der Phänomene, die mit "Big Brother", Wikipedia und vielem anderen ihren Anfang nahmen. Jeder ist ein Star, jeder ein Experte, jeder kann singen und eloquent schreiben...
Und deshalb steht auch fest: Jeder kann sich zum Deppen machen!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.04.2010 um 14.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6263
WELT-online klärt auf
Es ist keine Asche im herkömmlichen Stil.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.04.2010 um 11.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6262
Da Mathematik als Schlüsselkompetenz über die berufliche Laufbahn eines Menschen entscheide... (Sigrid Blömeke, Professorin für Unterrichtsforschung, lt. WELT-online)
Kann das jemand aus eigener Erfahrung bestätigen? Möglichst ein Nicht-Mathematiker...
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.04.2010 um 09.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6261
"Aber ich will auch sagen, dass ich ganz bewusst hinter dem Einsatz stehe..." Merkel über Afghanistan lt. WELT-online) – Da sind wir ja beruhigt.
"... damit das Land selbst für seine Verantwortung sorgen kann." (dto.)
Nun warten wir gespannt, was uns die Politiker nach dem unausweichlichen Mißerfolg und Abzug erzählen werden. So traurig das Ganze ist, so sinnlos der Tod der Soldaten, können wir jedenfalls die Verlogenheit der Mächtigen exemplarisch studieren.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.04.2010 um 19.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6258
Leyen will Kurzarbeit verlängern. (FAZ v. 15.04.)
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 08.04.2010 um 17.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6228
Mehr Geld!
"der bestverdienendste Sportler"
So heute gehört im Hessischen Rundfunk.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 06.04.2010 um 21.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6217
"Postbeamte in Schußweste: Feldpostamt in Kabul", — so steht's in der Überschrift, — dann im Text aber untertänigst: "Doch zuletzt musste er dabei immer wieder eine Schussweste tragen" bei den *Deutschland Nachrichten*, dem neuesten "Newsletter" der Deutschen Vertretungen in den USA ("Eine Publikation des German Information Center USA"). Ich hatte die mal auf den Unsinn des Weglassens des Bindestrichs im Namen hingewiesen, aber genützt hat es nichts. Die schreiben zwar immer noch: "Haben Sie Kommentare oder Anregungen für uns? Dann schicken Sie doch einen Brief an die Redaktion." Und dann soll man auf "Leserbrief Schreiben" klicken. Aber irgendwie steht mir nicht der Sinn nach sowas mehr.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.04.2010 um 09.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6214
Das kommt davon
"Auch wenn er...schon Mal kritisiert wurde."
freelens.com über den Fotografen Konrad Rufus Müller
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.04.2010 um 09.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6213
"Helmut Kohl - der Einheitskanzler" titelte Phoenix am Samstag.
Ich finde, das hat einen Hauch von (unbeabsichtigter?) Despektierlichkeit.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 03.04.2010 um 17.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6211
...wenn sich Fatalisten mit Wilhelm Busch verbünden: Weil es ist ein Brauch von altersher - wo Sorgen sind, ist auch Likör. (Das ist nicht von Wilhelm Busch, sondern von Volker Looman, FAZ v. 03.04.) ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––- "Der eigene Tod ist ja auch unvorstellbar; und sooft wir den Versuch dazu machen, können wir bemerken, dass wir eigentlich als Zuschauer weiter dabeibleiben."
(Tobias Rüther, FAZ)
In meiner Ausgabe von S. Freud, Zeitgemäßes über Krieg und Tod steht interessanterweise "dabei bleiben" ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Jessica Langes drittes Kind stammt aus ihrer früheren Beziehung zu dem Tänzer Michail Baryschnikow (FAZ)
Numeriert man Kinder nicht eigentlich nach dem Geburtsdatum ?
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 03.04.2010 um 12.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6210
Zu # 6205 ( als Ergänzung)
Frisch aus USA eingeholte Auskunft zur Geschwindigkeitsbeschränkung:
An answer for Robert: It varies in different states. In Texas on most free ways and divided streets it is 70 mph. A few states permit 75 mph.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.04.2010 um 16.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6209
"Soll er unter Zelten leben? Soll er auf die Felsen vertrauen? Selbst die festen Felsen beben", heißt es bei Goethe. (Hans Christoph Buch in der FAZ v. 01.04.)
Es ist nie verkehrt, erst nachzusehen, bevor man zitiert.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.04.2010 um 16.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6208
Kurios
Ich bin über google bei der Eingabe "Rechtschreibkommission" auf eine lustige Seite geführt worden. Es gibt da auch einen link zu einer Firma, die Übungsprogramme verkauft.
Die besagte Seite jedenfalls enthält auch Gedanken zur Rechtschreibung und deren Reform. Da liest man dann u.a.:
...dass sich die regeln Tatsächlich durchsetzen werden. Da bleibt es nicht aus das einige Kinder zurück bleiben
...das einholen des Lehrplans
...diesen Kindern wird eine reelle Chance verwährt
...das erreichen des Klassenziels
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 02.04.2010 um 11.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6207
Besservisser ist ein schwedisches Wort.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 02.04.2010 um 11.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6206
Der Titel lautet übrigens "Besserv(!)isser... ". Was das soll, erschließt sich mir nicht. Na ja, der kleine Schinken ist gebraucht bei Amazon für 3,93 € erhältlich. Eine Kundenrezension lautet: Das Lexikon (!) – überaus amüsant und voller hübscher Anekdoten – bietet eine wunderbare sprachliche Entdeckungsreise.
Meine texanische Verwandtschaft fühlt sich in Houston sicherer als auf deutschen Autobahnen, obwohl Delbert in Bad Nauheim als GI stationiert war und Deutschland bestens kennt.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 02.04.2010 um 11.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6205
Manchen bereitet das unbedarfte Zusammenreimen von Etymologien eine wohlige Lust.
90-Meilen-Schilder sind 55-mph-Schilder, die jemand metrisieren wollte, dabei aber auf halbem Wege steckengeblieben ist. Die landesweite Höchstgeschwindigkeit, auf die der Autor anspielt, gibt es übrigens schon länger nicht mehr.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 01.04.2010 um 22.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6204
Kein "Wohlfühlbuch" ist dagegen das von Sven Siedenberg: Besserwisser beim Kaffeeklatsching, Deutsche Wörter im Ausland, Ein Lexikon, Wilhelm Heyne Verlag, München, 2009. Zum Stichwort Autobahn heißt es dort:
Synonym für Fahrvergnügen und Geschwindigkeitsrausch. Vor allem US-Amerikaner bekommen leuchtende Augen bei dem Wort, sie denken dabei an eine Wolllust des Dahinrollens, die ihnen der amerikanische Highway mit seinen 90-Meilen-Schildern nicht bietet.
Wohl frei nach Karl Valentin: Wollen hätten wir schon Lust, aber ...
Auch Wikipedia (trotz nur 2 l und sonst deformierter Schreibweise) leitet das so ab: Wollust ... ist das mit Willen betriebene Handeln zur sexuellen Steigerung der Lust.
Apropos 90-Meilen-Schilder? Wo soll das denn sein?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.04.2010 um 08.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6203
...aus Wohlfühlbüchern und Lamento-Breviers
Kontenance
Lesende Eltern dieser Selbstbespiegelungsbücher...
(Katrin Weber-Klüver in WELT-online)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 31.03.2010 um 21.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6202
Auch hier, wie im Beitrag #6200, geht's nicht gleich klar: "Somalische Piraten haben bis zu hundert indische Seeleute als Geiseln genommen. Die Piraten hätten bis zu acht in Indien registrierte Schiffe gestürmt und zwischen 80 und 100 Seeleute entführt. Das sagte der Chef des Schiffsfahrtsverbands Kutch Vahanvati im Bundesstaat Gujarat." Natürlich kann man sich auch hier hernach denken, was gemeint ist, und natürlich soll man den Konj. II als Ersatz für den Konj. I zur Anzeige indirekten Zitats verwenden, wo's angebracht ist. Aber hier hätte es geholfen, wenn der Zitierte vor dem Zitat angegeben worden wäre. Selbst ein Komma statt Punkt plus neuem Satzanfang mit "Das" wäre akzeptabler als das, was Bild.de (wahrscheinlich wörtlich von dpa übernommen) hier im Newsticker bringt. (Interessant übrigens, wie man hier das Trippel-"f" umgeht.)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 31.03.2010 um 20.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6200
Heute in der Tagespresse: "Genf (dpa). Mit bislang unerreichter Energie haben Physiker am Genfer Teilchenforschungszentrum Cern Atomkerne aufeinander geschossen."
Bei solcher Textabfassung muß ich stets zweimal den Satz lesen, wieder von vorne beginnen. Wer hat jetzt die Energie? Die Physiker oder die Atomkerne? Natürlich kann man sich hernach denken, was gemeint ist. Vielleicht bin ich auch übergenau.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 30.03.2010 um 22.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6199
Besten Dank!
Das nächstemal werde ich dem Kapitän entsprechend Weisung geben, denn was soll ich in Rotterdam?
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 30.03.2010 um 22.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6198
Der Mannheimer Morgen zitierte am Sonntag (28.3., S.1) den Biologen, der den Rheinlängenzahlendreher "entdeckte", nach der Süddeutschen Zeitung so:
Der Wissenschaftler errechnete eine Länge von 1233 Kilometern - "gemessen vom längsten Quell-Ast des Vorderrheins in Graubünden bis zur Mündung bei Hoek van Holland".
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 30.03.2010 um 16.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6197
Auch die Rheinfahrt von Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff in »Drei Mann in einem Boot« endet erstaunlicherweise in Amsterdam. Man kommt schon an, vorausgesetzt[,] man biegt, sofern man auf der Waal unterwegs ist, bei Tiel (wie Herr Markner richtig feststellt) oder, wenn man über den Lek schippert, bei Wijk bij Duurstede in den Amsterdam-Rhein-Kanal ab und folgt ihm bis zur Hauptstadt. Theoretisch kommen natürlich auch noch andere Routen in Betracht, z. B. über die Ijssel und das Ijsselmeer oder, noch theoretischer, über Rotterdam, Nieuwe Waterweg, Nordsee und Nordseekanal ...
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 30.03.2010 um 16.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6196
In Tiel rechts abbiegen!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 30.03.2010 um 12.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6195
Eine Frage an Herrn Metz
In WELT-online habe ich von Rhein-Kreuzfahrten gelesen, die von Basel bis Amsterdam gehen. Kommen die überhaupt an? Ich selbst habe mal eine von Basel bis Rotterdam gemacht.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 29.03.2010 um 21.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6194
Und wenn wir schon beim Mündungsdelta sind, was ist mit den Quellflüssen Vorder- und Hinterrhein, die sich oberhalb Chur zum Rhein vereinen? Wobei der längere Vorderrhein wiederum zwei Quellflüsse aus dem Gotthard-Gebiet hat. Deswegen ist es m. E. auch falsch, von der "Quelle in der Schweiz" zu sprechen. Der Rhein sprudelt nicht so einfach aus einem Loch (Quelle) hervor. In meiner Schulzeit lernten wir, er entspringt am St. Gotthard. Das ist zumindest sprachlich korrekter, auch wenn es für den Hinterrhein nicht zutrifft. Mir kommt diese Rechnerei vor wie der Streit um Kaisers Bart.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 28.03.2010 um 22.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6190
Ganz richtig. Beim Rhein ist zusätzlich das Mündungsdelta zu beachten. Welcher der zahlreichen Mündungsarme im Rheindelta soll der Berechnung zugrunde gelegt werden? Oder womöglich das arithmetische Mittel aus allen? Gerade lese ich irgendwo, daß seit 1975 der Rhein-Schelde-Kanal (37 km) in die Längenmessung einbezogen wird …
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.03.2010 um 21.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6189
zur Länge des Rheins: Neben den schon markierten Fehlern ist auch die Angabe "in Wirklichkeit" Unsinn, denn wie man hier nachlesen kann, hängt die gemessene Länge eines Flusses, einer Küste oder Landesgrenze stark vom verwendeten Maßstab ab. Sowohl 1230 km als auch 1320 km und mehr können bei geeigneter Meßeinheit gemessen werden. Leider wird kaum jemals mit angegeben, für welche "Wirklichkeit" die gemessenen Längen gelten. Solche Zahlen aus unterschiedlichen Quellen sind somit kaum vergleichbar.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.03.2010 um 19.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6188
Mitten in der Nacht treten Promille zu Tage:
Bei einem Atemalkoholtest [gegen 4.20 Uhr] traten 1,42 Promille, absolute Fahruntüchtigkeit, zu Tage.
AZ Mainz, 27. 3. 10
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 28.03.2010 um 13.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6186
Na, wie schön, daß die Zeitungen so schreiben wollen, wie's in der Schule gelehrt wird, um die Kinder nicht zu verwirren: "Merkel fordert Migranten zum Deutsch lernen auf"! (Welt.de, 28. 3. 2010) Wann fordert sie endlich die deutschen Schulen auf, die Kinder zu lehren, wie man richtig schreibt, so daß es auch die Zeitungen schließlich wissen könnten?
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 28.03.2010 um 13.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6185
»Doch offenbar ist der Rhein in Wirklichkeit 90 Kilometer kürzer als in den letzten Jahrzehnten angenommen. Das behauptet zumindest der Biologe Bruno Kremer von der Universität Köln in der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag – und er hat gute Argumente. Der Wissenschaftler hat ein Buch mit ökologischem Schwerpunkt über einer der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt geschrieben – und bei der Recherche dafür den Fehler gefunden.«
Im Fesselballon?
spiegel.de, 27.03.2010 (Hervorhebung von mir)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 28.03.2010 um 11.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6183
»Der Rhein ist offenbar kürzer als bislang angenommen. Der Fluss sei von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden nicht 1.320 Kilometer lang, sondern lediglich etwa 1.230 Kilometer, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" in seiner Wochenendausgabe. Möglicherweise handele es sich um einen simplen Zahlendreher.«
heute.de, 27.03.2010 (Hervorhebung von mir)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 26.03.2010 um 20.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6176
Ad absurdum
An Bord der Maschine befanden sich lediglich acht Crewmitglieder. Vier von ihnen wurden schwer, vier weitere leicht verletzt. (WELT-online)
Dieses alberne, scheingenaue "weitere" gehört zu den Zwangsreflexen der Zeitungsschreiber. (z.B. x Menschen kamen ums Leben, y weitere wurden verletzt)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.03.2010 um 17.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6175
Nun ja, Bergmänner oder Bergleute, ich glaube, im Gegensatz zu den *Hauptmännern sind für Bergmann und Feuerwehrmann beide Plurale möglich. Ich habe ganz bewußt Bergmänner geschrieben, um sie so betont von Frauen abzusetzen, die, obwohl nicht untertage arbeitend, den gleichen Gruß übernommen haben.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 26.03.2010 um 16.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6174
Aus der FAZ v. 26.03.
Etwa Zeitgleich mit dem Umzug...
...wer für die Hilfsprogramme der Union zuständig ist, die...das wichtigste Mittel der EU ...darstellt.
...die Getaltung der west-, schließlich der deutschen Politik.
Man nennt das einen fehlerhaften Azimuth... (nicht alles, was sich griechisch anhört, ist es auch)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 26.03.2010 um 15.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6173
"es hätte ja [...] sein können" Ach, lieber Herr Riemer, so wild ist das nicht; machen Sie sich keine Sorge. Und vielen Dank für die gute Information zu dem, wie's bei Ihnen, wo Sie herkommen, ist. Und Sie haben da also "Bergmänner" statt der "Bergleute", die ich früher kennengelernt habe, — allerdings nur im Schulunterricht, nicht wirklich im Leben. — Und zur Zusammen- oder Auseinanderschreibung hier mein wunderschönes *BK-Lieder [/] Ein Jahrtausend deutschen Liedes* (1929 vom Bund der Deutschen Bibelkreise [BK] noch in "deutschen" Lettern gedruckt), dem ich auch Vertrauen schenke: Lied 444 im Titel "Glück auf!" Der Text zur Melodie schreibt sich aber dann "Gück-auf, glück-auf! Der Stei-ger kommt, [...]". (Der Bindestrich hier entspricht dem Gleichheitszeichen da im alten Druck und deutet nur an, welche Note zu welcher Silbe gehört.) Derart zwischen ein paar Welten lebe ich also vor mich hin und denke mir das meine, manchmal mit einiger ironischer Distanz, auch zu den Korrekturmaschinen heute.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.03.2010 um 10.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6171
Lieber Herr Ludwig, tut mir leid, daß ich Ihre Ironie nicht bemerkt hatte. Na ja, Sie leben in Amerika, es hätte ja leicht sein können, daß Ihnen da mal eine etwas speziellere Redewendung entgangen ist. Übrigens zum "Glück auf": Da, wo ich herkomme, im Erzgebirge, ist "(Gutn) Tach" eher ein Gruß an Nichteinheimische und zwischen Kindern und Erwachsenen. Freunde, Bekannte, auch Frauen und Jugendliche, nicht nur Bergmänner (die gibt es sowieso immer weniger) grüßen sich meistens mit "Glück auf", auch heute noch. Da immer das "auf" betont wird, würde ich es getrennt schreiben, sonst sieht es mir zu sehr nach dem Schluckauf aus, aber Sie haben recht, ich habe es auch schon zusammengerückt gesehen. Ein Grund dafür könnte sein, daß es oft ohne den glottalen Knacklaut gesprochen wird, im Erzgebirge meist etwa [gliggáuf].
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 25.03.2010 um 20.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6164
"Mich stört nur das große Auf." Eben! Jedoch mich noch mehr als nur das. Auf der Website des Vereins sieht das nämlich schon ganz anders aus: "Der tschechische Nationalspieler und FRISCH AUF!-Topspieler Pavel Horak bleibt für weitere drei Jahre in Göppingen. FRISCH AUF!-Geschäftsführer Gerd Hofele und Pavel Horak einigten sich [...]". Die haben da allerdings auch eine Ankündigung: "Frisch Auf Göppingen [/] vs. [/] Kadetten Handball", und an der Schreibweise stoße ich mich. Der Verein heißt nämlich "Frisch auf!" und nicht "Frisch Auf!" Mein "auf was / worauf?" war daher ironisch gemeint; aber Unterscheidungsschreibung ist eben nicht mehr *in* bei Leuten, die nur nach dem *spellcheck* richtig schreiben. — Den Bergmannsgruß hätte ich allerdings auch wohl "Glückauf!" geschrieben, auch wenn er von "Glück auf!" kommt und ich diese Schreibung auch nicht beanstande. Die Getrenntschreibung war ja nicht der Ausgangspunkt meines Hinweises hier, sondern die hirnlose Schreibung nach dem, was das gekaufte Korrekturprogramm nicht beanstandet.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 25.03.2010 um 10.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6163
"Frisch auf!" - das entspricht dem alten Bergmannsgruß "Glück auf!". Die Frage ist nicht auf was /worauf?, sondern wohin?: (hin-)auf, nach oben, ans Licht (im Bergbau), bzw. bei ersterem im Sinne von aufbrechen, anfangen. Mich stört nur das große Auf.
Ich glaube, da ist noch etwas. Ein bekannter Fußballclub in München heißt nicht "FC Bayern", sondern "FC Bayern München". Der Verein von Göppingen heißt aber wohl nicht "Frisch Auf Göppingen", sondern nur "Frisch Auf!"? Also ... im Spitzenspiel beim Tabellendritten "Frisch Auf!", Göppingen, sicher mit ... oder ... im Spitzenspiel beim Tabellendritten "FRISCH AUF! Göppingen" sicher mit ...
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Paul Westrich
Kusterdingen
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Dieser Beitrag wurde am 25.03.2010 um 09.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6162
Lieber Herr Ludwig,
ja, der Verein heißt wirklich so: Frisch Auf! Ein Freund von mir spielt in diesem Verein. Überzeugen Sie sich selbst: http://www.frischauf-gp.de/
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 25.03.2010 um 00.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6160
Frisch auf was / worauf? Heißt der Verein wirklich so: "Leipzig (dpa) - [...] Der Deutsche Meister setzte sich am Abend im Spitzenspiel beim Tabellendritten Frisch Auf Göppingen sicher mit 32:22 durch"? (welt.de, "Newsticker", 24.03.2010, 22:00)
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 24.03.2010 um 13.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6157
»Während Totschlag im Affekt passieren kann, ist bei Mord in der Regel ein Plan im Spiel.« (Julia Schaaf, F.A.Z.)
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe
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Dieser Beitrag wurde am 23.03.2010 um 20.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6156
Dagegen ist [...] erstaunlicher Weise vollständig metrisierbar! (Boto von Querenburg: Mengentheoretische Topologie. 3., neu bearb. und erw. Aufl. Berlin usw.: Springer, 2001, S. 171)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 22.03.2010 um 18.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6155
Bei allen Äußerungen speziell von hoher kirchlicher Warte zu den Mißbrauchsfällen werde ich das Gefühl nicht los, daß es den Herren bis hinauf zum Papst niemals primär um die kindlichen Opfer geht. Worum sie sich sorgen, ist das schwer beschädigte Ansehen der Kirche. So klingen auch alle Worte des Bedauerns merkwürdig formelhaft hohl. Wahrscheinlich ist es kinderlosen alten (und weniger alten) Männern einfach nicht möglich, Kinder ernstzunehmen und das ihnen angetane Leid nachzuempfinden.
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Reinhard Markner
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 22.03.2010 um 09.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6152
Schamgrenzen sind größtenteils gesellschaftlich gesetzt und historischem Wandel unterworfen, Heike Schmolls Formulierung ist daher wenig glücklich.
Daß nur die Tat von Interesse sei, nicht der Täter, entspricht nicht der herrschenden Rechtsphilosophie (was man bedauern mag). Eine solche exzeptionalistische Betrachtung der hier verhandelten Delikte (wie sie auch in der Forderung nach Aufhebung von Verjährungsfristen begegnet) bringt die von Muschg kritisierte Entwicklung, Pädophilie als (beinahe) letztes Tabu behandeln, aber zu einem konsequenten Abschluß.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.03.2010 um 21.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6151
In der FAZ vom 19.03. befaßt sich Heike Schmoll in einem Leitartikel noch einmal mit dem Mißbrauchsthema und sagt dazu viel Treffendes. Die Schlüsselbegriffe "Distanz" und "Sachbezogenheit" hatte ja auch ich schon angeführt. Fau Schmoll schreibt u.a. : "Sexueller Missbrauch bgeinnt dort, wo Abhängigkeitsverhältnisse dazu benutzt werden, die natürlichen Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen zu verletzen und zu überschreiten." Ich denke aber, daß eine "natürliche Schamgrenze" – die ja auch individuell höchst unterschiedlich eng oder weit sein mag – einem Kind nicht ausreichend Schutz vor Übergriffen bieten kann. Nein, die Grenze muß im Kopf des Erwachsenen errichtet sein. Einem Erwachsenen, dem Kinder und Jugendliche anvertraut sind, muß glasklar bewußt sein, daß er gewisse Dinge unter keinen Umständen tun darf. Also nicht das Kind setzt Grenzen, wozu es aufgrund der Machtverhältnisse und seiner noch unreifen Persönlichkeit und Unerfahrenheit gar nicht in der Lage ist, sondern der Erwachsene hat ein absolutes Tabu anzuerkennen. Wie auch J. Kaube in seiner Antwort auf A. Muschg richtig bemerkt, daß der Gesetzgeber in diesem Falle nicht nach dem eventuellen Einverständnis des Opfers fragt. Damit werden alle lahmen Entschuldigungs- oder gar Rechtfertigungsversuche von vornherein hinfällig. Der Täter interessiert nicht, nur die Tat.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 19.03.2010 um 08.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6148
"Der ehemals höchste Bundeswehrsoldat..." ("Blickpunkt")
Meiner Ansicht nach muß es hier "der ehemalige höchste B." heißen. "Ehemals" würde bedeuten, daß er noch immer Bundeswehrsoldat, aber nicht mehr der höchste ist.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 17.03.2010 um 21.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6147
"...den Bürgern weismachen zu wollen, dass Deutschland Schuld an den Schwierigkeiten...sei."
(WELT-online)
Man freut sich über "weismachen", und schon naht das Mißvergnügen in Gestalt von "Schuld sein".
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.03.2010 um 16.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6144
Der schiefe Blick
Allen Verteidigungs- und Entschuldigungsstragien liegt – ausgesprochen oder unausgesprochen – die Überzeugung zugrunde, hier werde eine überlegenes, menschenfreundliches, förderliches pädagogisches Konzept aufgrund der Verfehlungen einzelner ("Gratwanderung") herabgewürdigt. Eine Kampagne eben.
Den Geburtsfehler der reformerischen Ideologie (denn um eine solche handelt es sich) wollen und können die Anhänger nicht sehen. Er besteht darin, den "pädagogischen Eros" mit einer persönlichen, individuellen Bedeutung aufzuladen, was schließlich in vielen Fällen zu einer Grenzüberschreitung führt. Wenn schon pädagogischer Eros, dann hat er sich auf den Unterrichtsstoff und dessen Vermittlung zu beschränken. Lehrer und Schüler treffen sich in der Sache. Diese Sachbezogenheit macht genau den Unterschied aus zwischen intimer (z.B. familiärer), freundschaftlicher und professioneller Beziehung. Es muß ein gewisses Maß an Fremdheit, ja Gleichgültigkeit gegenüber dem einzelnen Schüler bestehen bleiben. Das schließt nicht aus, ein offenes Ohr für seine Probleme und Nöte zu haben.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.03.2010 um 10.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6143
Ich habe nicht den Eindruck, daß Muschg sich besonders tiefgründige Gedanken über das Thema gemacht hat. Und der schon wiederholt zu lesende Rekurs auf die Antike wirkt nachgerade lächerlich. – Daß auch "Nähe" bereits Mißbrauch sein kann, liegt wohl außerhalb der Vorstellungswelt des Autors. Es sollte auch endlich mal von "Sexus" statt von "Eros" die Rede sein. Die Angelegenheit ist im Grunde einfach: Es wurden Machtverhältnisse zur Herstellung, ja Erzwingung von Intimität ausgenutzt. Selbst wenn Jugendliche nach "Nähe" verlangt haben sollten, dann ganz bestimmt nicht nach einer solchen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 22.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6142
Nachtrag für Herrn Ludwig Weiter unten gibt es noch eine Fehlkonstruktion: "...denen große historische Leistungen zuerkannt werden, ohne diese je genauer zu benennen." (Aus dem Aufsatz von J. Oelkers)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 18.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6139
Die wollen also absolut nicht anders schreiben, als wie es in der Schule gelehrt wird: „Eine Volkspartei muss provokanten Äußerungen aushalten“. (FAZ.net, 15.3.2010)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 18.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6138
(Zu #6136) Jürgen Oelkers: "Der Zürcher Publizist Johann Heinrich Pestalozzi ist fast zwei Jahrhunderte lang als der größte deutsche Pädagoge gefeiert worden, ohne je einen Blick auf seine mäßige Praxis zu werfen." (faz.net, 15.3.10)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 15.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6137
Umso schlimmer
Es hat etwas leicht Verrücktes, aber auch Verlogenes, wenn der bedeutendste Reformpädagoge der Gegenwart seine klassische Bildung herauskehrt und von "Polis" und "Kaloagathia" schwafelt.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 15.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6136
Klärend
Zum Thema Mißbrauch und Figuren der sog. Reformpädagogik heute sehr lesenswert: Beiträge von Jürgen Oelkers und ganz besonders auch Heike Schmoll in der FAZ.
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 13.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6135
Immer wieder fallen mir bei den heutzutage schnell hingetippten Zeitungsartikeln Konstrukte auf wie dieses hier im heutigen SPIEGEL Online:
"Laut Polizei hatten die Unfallbeteiligten noch Glück im Unglück, weil sich mehrere Autos ineinander verkeilten und Personenwagen unter Sattelauflieger rutschten. Die Autobahn war in beiden Richtungen stundenlang gesperrt."
Auf das Glück, bei einem Unfall unter einem Sattelauflieger zum Stehen zu kommen, möchte ich jedenfalls gerne verzichten.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 um 09.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6134
Zwei Zitate
Wenn überhaupt, sagte Hentig der SZ, dann könnte mal ein Schüler den Lehrer Becker verführt haben.
Eine Erziehung aus der Distanz kann ich mir nicht vorstellen. (H.v. Hentig)
Man könnte sagen: Damit fängt "es" an. Mit der Unfähigkeit, Distanz zu wahren. Nicht einmal denken zu können, daß die Achtung vor der Würde des Schülers, die er selbst nicht einfordern kann, vor allem eines verlangt: ihm nicht zu nahe zu treten.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 13.03.2010 um 14.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6132
"...den vierten Band gab es wegen persönlichen Todes des Autors nicht mehr."
(in einem Internet-Forum über Erich Wolf, Die Musikausbildung)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.03.2010 um 15.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6130
Knapp 30 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. ("Blickpunkt")
Hätten also ruhig ein paar mehr sein dürfen. – Das Wörtchen "fast" ist den Zeitungsschreibern nach meinem Eindruck verlorengegangen.
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch
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Dieser Beitrag wurde am 12.03.2010 um 12.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6129
Zinsoffensive von Nischenbanken Cash Ass und Bigbank locken deutsche Anleger … Da gibt es zum Beispiel die Deutsche Skatbank, die ein "Cash Ass"-Tagesgeldkonto im Angebot hat. Angesichts des Institutsnamens darf man immerhin davon ausgehen, dass nur das "Cash" englisch ausgesprochen wird. Financial Times, 11.3.2010
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 09.03.2010 um 14.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6124
Vom Sein zum Sollen
Lieber Herr, Riemer, wie ich schon sagte, ist "fristwahrende" als verkürzte Form im Sinne von "eine Frist wahren sollende" zu verstehen. Das Amt könnte also korrekt formulieren: "Schreiben, mittels derer eine Frist gewahrt werden soll" oder "Schreiben, die nur bei fristgerechtem Eingang wirksam sind" usw. Es hat sich für eine knappere Formulierung entschieden. Ich denke, daß der potentielle Adressat diese richtig versteht.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 09.03.2010 um 13.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6123
Dann gibt es also "fristwahrende" Schreiben, die zu spät ankommen?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 09.03.2010 um 09.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6122
Fristwahrend
Abgesehen von der falschen Schreibung: ein solches Schreiben hat den Zweck, eine Frist zu wahren, z.B. bei einem Widerspruch. Es muß also innerhalb einer gewissen Frist beim Amt eingehen. Wenn man diesen finalen Sinn unterlegt, dann ist die Formulierung vielleicht etwas zu komprimiert, aber durchaus verständlich. – "Befristet" ist das Schreiben selbst ja nicht, "fristgebunden" auch nicht. Beides trifft nur auf die erwähnte Möglichkeit eines Widerspruchs zu.
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 08.03.2010 um 10.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6118
Heute morgen sagte ein Redakteur im Hessischen Rundfunk (HR-Info) zu den Mißbrauchsfällen an Schülern:
"Die Spitze des Eisbergs ist noch lange nicht erreicht."
Wer will da überhaupt hin?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2010 um 15.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6116
"...ist unter Personalverantwortlichen zu 60 Prozent die Sympathie des Kandidaten der ausschlaggebende Faktor." (FAZ v. 06.03.)
Für eine Einstellung dürfte wohl eher die Sympathie des Personalverantwortlichen von Bedeutung sein.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2010 um 10.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6115
Ganz alte neue Rechtschreibung
"...ein Gemeinwohl orientierter Arbeitsmarkt..." (WELT-online)
Und nun reicht's erst mal an diesem sonnigen Sonntagvormittag
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2010 um 10.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6114
"Der Fahrer des entgegenkommenden Autos verletzte sich leicht." (WELT-online) Ein anderes Auto ist frontal in seines gefahren: Hier wäre nun wirklich einmal das Passiv angebracht, wo die Zeitungen doch sonst ständig schreiben, daß jemand getötet worden sei (durch Lawinen, Sturm...), wenn er ums Leben gekommen ist.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2010 um 10.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6113
padres – patres
Lieber Herr Roth, das war wohl mißverständlich: mir ging es diesmal nicht um Rechtschreibung, sondern ich fragte mich, warum zunächst spanisch und später lateinisch geschrieben wurde. Korrekturprogramm? Allgemeine Unsicherheit?
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2010 um 01.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6112
"Rasen mit Hunden betreten verboten"
Schild vor einer öffentlichen Schule. Und was ist, wenn sie an der Leine ausschweifen?
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2010 um 01.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6111
"Im oberbayerischen Ettal haben Padres..."
el padre (sp) : der Vater, der Geistliche, der Pater, el Padre Nuestro (Vaterunser) ...
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.03.2010 um 21.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6110
"Der Athener Tragiker Sophokles wird neunzig Jahre alt, ebenso wie der Athener Gesetzgeber Solon, später der Skeptiker Pyrrhon; Pythagoras wird vermutlich noch älter..."
(Otfried Höffe in der FAZ v. 06.03)
Inmitten der Aussagen im historischen Präsens stört mich das "vermutlich".
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.03.2010 um 09.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6109
Im oberbayerischen Ettal haben Padres...
...verdächtige Patres...
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.03.2010 um 19.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6107
...den südlichen Teil der Republik erwarten Schnee und Eis. ("Blickpunkt")
Und wer erwartet wird, der sollte sich auf den Weg machen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 02.03.2010 um 15.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6102
Aus dem Hahnebuch
"Sie erfahre viel Zuspruch, aber vernehme auch manchen "hahnebüchenen Unsinn". (FAZ v. 02.03.)
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 01.03.2010 um 11.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6100
Der "maschinelle Korrektor" korrigiert entweder automatisch, mit regelmäßig desaströsen Ergebnissen, oder er fordert dazu auf, die Korrektur von Hand vorzunehmen bzw. macht eine Reihe von mehr oder weniger sinnvollen Änderungsvorschlägen. Eben damit sich aufzuhalten fehlt aber die Zeit, wenn ein Text so schnell wie möglich ins Netz gestellt werden soll. Dort findet sich dann zumindest anfänglich eine unkorrigierte oder unvollständig korrigierte Version.
Aber ich muß zugeben, die Verlockung einer boshaften Bemerkung über die Kollegen in den Online-Redaktionen hat mich zu einer etwas irreführenden Formulierung verleitet. Besser hätte es, wenn überhaupt, "den Korrektor schon deshalb nicht ersetzen können" geheißen. Denn selbstverständlich kann es nicht die Aufgabe des Online-Redakteurs sein, die Arbeit nachzuholen, die die Redakteure in den Ressorts versäumt haben. Er steht unter demselben Zeitdruck.
Worauf ich hinauswollte: Die vielen Fehler in Internet-Zeitungsartikeln zeigen nicht die Unfähigkeit ihrer Produzenten, sondern daß es besser ist, einen Text noch einmal in Ruhe durchzusehen, bevor man ihn dem Adressaten zu lesen gibt. Das gilt aber erfahrungsgemäß generell, nicht nur für Zeitungstexte. Insbesondere läßt die Qualität von Online-Artikeln keine Rückschlüsse auf die Qualität der späteren Papierfassung zu.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 28.02.2010 um 19.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6099
Nicht der biblische Verwendungszweck
"Man hat einen Sündenbock, auf den man einschlagen kann."
(Erzbischof Zollitsch n. WELT-online)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 28.02.2010 um 19.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6098
Zu "den Korrektor deshalb nicht ersetzen können": Der maschinelle (aber nicht mitdenkende) Korrektor findet doch gerade Tippfehler wie die "Küntsler"! Ich habe den Fehler zwar der phonetischen Schreibung zugeschrieben; aber der folgende Satz im Artikel begann mit einem Kompositum mit "Kunst-" ("Kunsthistorikerin"). Und eben, als ich den Artikel noch mal nachschlug (24 Stunden später also), sehe ich, daß der Fehler berichtigt worden ist. — Auf jeden Fall führen "ihre technischen Fertigkeiten" die Online-Redakteure nicht mal dazu, diese "sach"-gerecht einzusetzen.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 28.02.2010 um 13.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6097
Lieber Herr Ludwig, es wird bei den Zeitungen noch Korrektur gelesen, allerdings wandern die elektronischen Fassungen von Texten in der Tat meistens am Korrektor vorbei ins Netz. Hintergrund ist die weitverbreitete Verwechslung von Qualität mit Aktualität und die dadurch bedingte Schwierigkeit, einen Korrekturgang mit dem gemächlicheren Ablauf bei der Produktion der Druckversion zu koordinieren. Die Online-Redakteure sind häufig Leute, die ihre technischen Fertigkeiten mit sprachlichen Defiziten kompensieren und den Korrektor deshalb nicht ersetzen können.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 28.02.2010 um 13.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6096
Vielleicht wird es so deutlicher:
...aber Insider wissen leider nur zu gut... (zur DUDEN-Werbung)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 27.02.2010 um 15.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6095
Naja, wie man's halt so spricht: "Bevor Adolf Hitler Karriere als Politiker machte, träumte er von einer Existenz als Küntsler." (Welt.de, 27.2.) Korrektur*lesen* — gibt's das eigentlich noch?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 27.02.2010 um 08.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6094
"Letztinstanz" hat mir von Anfang an gut gefallen. Es erinnert mich irgendwie an den Namen einer Spelunke, wo die Ganoven noch einmal einkehren und ihre finsteren Pläne besprechen, bevor sie auf Beutezug gehen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 26.02.2010 um 09.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6093
Bargeldlos Parken mit dem Handy
(WELT-online)
Die Unterscheidung zwischen Attribut und Adverb fällt nicht nur Wenigschreibern schwer.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 24.02.2010 um 22.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6091
Die hannoversche Landeskirche will morgen über das weitere Fortgehen an ihrer Spitze beraten. ("Panorama" bei web.de)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 24.02.2010 um 12.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6090
...was jetzt Not tue, sei Fairness...
(WELT-online)
Na, da wollen wir mal sehen, was die Not im Fall Käßmann sonst noch tut.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 24.02.2010 um 09.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6087
...steht an der Spitze einer der wichtigsten EKD-Gremien. (WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 23.02.2010 um 08.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6082
"widererwartend"
Man darf vermuten, daß dem Schreiber nicht (mehr) bewußt war, daß "wider" eine Präposition (praktisch deckungsgleich mit "gegen") ist. Bei der Rückbildung des Verbs aus der Substantivierung hat er sie dann einfach mitgenommen, wohl im Sinne einer Verneinung. – Aus "ohne Bedenken" hätte er wohl nicht "ohnebedenkend" gebildet.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.02.2010 um 14.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6069
Die Kartellwächter spielen über Bande...
(Helmut Bünder in der FAZ v. 20.02.) Dem Schreiber ist wohl nicht klar, woher die Redensart stammt: Über die Bande spielen
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.02.2010 um 13.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6067
Selbstplagiat
Man ahnte ja schon, daß die FAZ ihr "Biowetter" einfach aus dem Baukasten holt. Da bleiben dann halt auch die alten Fehler stehen: Am Besten gelingt dies mit vitaminreicher Kost und Wechselduschen.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 17.02.2010 um 22.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6063
Lieber Kratzbaum, buchen Sie Ihre Reise am Besten bei einem anderen Veranstalter, bevor wir Sie hier vor die Hunde gehen sehen! Es wäre Schade um Sie.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 17.02.2010 um 21.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6062
...mit Cidre und glücklichen Kühen, die auf grünen Weiden und Apfelbäumen grasen...
(derselbe)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 17.02.2010 um 10.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6060
Mit Rosengärten, mittelalterlichen, Efeu umrankten Kirchen und Stroh gedeckten Cottages...
(Ein Reiseveranstalter)
Aber wer Edingburgh schreibt, der ist wohl auch sonst zu einigem fähig.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.02.2010 um 20.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6059
Konsequent – oder: Die Rechtschreibung ist jetzt logischer
Von der Sache her hat er Recht
Aber bei Spanien und erst Recht bei Italien...
(WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 14.02.2010 um 19.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6056
Die Bundeskanzlerin zählt nicht zu denen, die Nerven zeigt.
(WELT-online)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 14.02.2010 um 16.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6055
Die Sache mit dem Bindestrich: "Unter den Verletzten ist eine 50-Jahre alte Deutsche." Auch sonst ist die dpa keinesfalls vorbildlich: "Die US-Geheimdienste setzen im Anti-Terrorkampf verstärkt auf gezielte Tötungen vom Terroristen", "Dabei seien Dutzende mutmaßliche Terroristführer getötet worden. Gefangen genommen wurde dagegen keiner." (Welt.de, "Newsticker" [dpa], 14.2.)
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Karsten Bolz
Hofheim
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Dieser Beitrag wurde am 13.02.2010 um 18.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6054
Heute in meinem E-Mail-Eingang (Hervorhebungen von mir):
"Die SNIA Europa gibt mit Freude bekannt, zum Ersten mal Ihre beliebten Akademie Veranstaltungen in München durchführen zu können. Das Programm 2010 konzentriert sich auf Datacenter-Technologien und die Keynote-Präsentationen [hier geriet ich nochmal ins Stocken, um zum fehlenden Komma vor "und" zurückzufinden] beinhalten CLOUD-Computing-Themen mit Präsentationen von der Deutschen Telekom und der neuen SNIA Cloud-Storage-Initiative."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 13.02.2010 um 13.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6053
Als auch schon älterer Mann erkläre ich hiermit ausdrücklich, daß ich junge Frauen und Mädchen schätze und mag, gern mit ihnen umgehe und mir überhaupt nichts Angenehmeres vorstellen kann. – Auch ich habe den verstiegenen Blödsinn des M. Heine gelesen, sogar mehrmals. Nun können wir zu unserer Erheiterung all die (Selbst-)Rettungsversuche derjenigen zur Kenntnis nehmen, die vor kurzem noch von dem Hegemannschen Gebräu schwer besoffen waren. – Der Ullstein-Verlag will ja in einer nächsten Auflage ein Quellenverzeichnis anfügen. Das wäre mal was Neues: ein Roman mit Quellenangaben. Hat es so etwas bisher gegeben? Mir fällt da nur das Beispiel Th. Mann / A. Schönberg ein.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 11.02.2010 um 12.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6043
herunter zu schlucken
bei der er zu Zweifeln beginnt (zu ist eben eine Präposition)
das ihr entgegen schlägt
(WELT-online)
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Oliver Höher
Braunschweig
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Dieser Beitrag wurde am 10.02.2010 um 23.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6041
Es sind meiner Beobachtung nach die Groteskschreibungen, die 1996 (an Schulen tatsächlich sogar noch davor) mit viel lautstarker Propaganda durchgeprügelt wurden, die sich irgendwie im Gedächtnis halten: "so genannt", "tut mir Leid", "XY hat Recht". Die Revisionen wurden bekanntlich nicht von so lautem Presserummel begleitet, und von den Deformern gab es natürlich auch keine werbenden Hinweise auf Rücknahmen.
So zeigt sich eben die große Verunsicherung bei der schreibenden Zunft, die es einmal so und einmal anders schreibt, dabei wenig nachdenkt und sich im übrigen brav auf das Rechtschreibprogramm von Kollege Computer verläßt.
Und warum sollte es schließlich einen Zusammenhang von der Schreibweise in der Überschrift mit der im Text geben? Dazu müßte man sich ja alles noch einmal mit eingeschaltetem Kopf durchlesen!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.02.2010 um 19.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6040
Notzeit bei WELT-online
...Landkreise haben die so genannte Notzeit ausgerufen (Überschrift)
...haben jetzt fast alle Landkreise die sogenannte Notzeit ausgerufen. (Text)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.02.2010 um 11.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6039
Aus WELT-online
...doch in seiner Partei herrscht darüber Dissenz.
...er nehme keinen Millimeter zurück.
...doch als einzig wahrnehmbarer Belegschaftsvertreter wollen ihn auch die anderen Opel-Betreibsräte nicht mehr akzeptieren.
...in dem alle dazu nötigen Ingredienzien zusammen kommen. (aber "Ingredienzien" kommt ausnahmsweise einmal richtig daher)
...wenn es mit der Wirtschaft Bergauf geht
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 08.02.2010 um 10.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6033
vor allem die Nächte werden bitterkalt
nachts wird es bitter kalt
der Eis brechende Tonnenleger
("Blickpunkt" v. 08.02.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.02.2010 um 19.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6032
Variatio delectat
"...sagte, dass der Bundesfinanzminister in der politischen Verantwortung dafür stehe, das beim Datenkauf die Prinzipien des Rechtsstaates gewahrt blieben."
(FAZ v. 06.02., S.1)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 23.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6028
Sehr witzig ist auch tief dringend laut Duden DUW, 5. Aufl. 2003, dort sind alle Verbindungen von tief + Partizip I u. II nur getrennt geschrieben, außer tiefgefrostet und tiefgekühlt. Also auch tief schürfend, tief greifend, tief bewegt usw. Bei Eingabe von tiefdringend fragt Google "Meinten Sie: tief dringend", findet aber mehr als 10mal so viele Zusammenschreibungen, u.a. auch folgende:
Acrylate sind zu wenig tiefdringend und nicht genügend diffusionsoffen
Man stelle sich einmal vor, wie das nach dem DUW aussähe.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 22.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6027
Der Tieferlegung von Fahrzeugkarosserien schenkt der Duden (Rechtschreibung) erstmals anno 2000 Beachtung. (*_* = Rotdruck)
22. Auflage, 2000 (Kasten »tief«:) ein *tiefer gelegtes* [alte Schreibung tiefergelegtes] Fahrwerk (kein Stichwort)
23. Auflage, 2004 (Kasten »tief«:) ein *tiefer gelegtes*, auch tiefergelegtes Fahrwerk (kein Stichwort)
24. Auflage, 2006 (Kasten »tief«:) Vgl. auch tieferlegen, tiefgefrieren, tiefkühlen, tiefstapeln, tieftauchen (Stichwort:) tief|er|le|gen (Kfz-Technik): ein tiefergelegtes Auto
(Man beachte die falsche Trennung tief|erlegen.)
25. Auflage, 2009 (Kasten »tief«:) Vgl. auch tieferlegen, tiefgefrieren, tiefkühlen, tiefstapeln, tieftauchen (Stichwort:) tie|fer|le|gen (Kfz-Technik): ein tiefergelegtes Auto
Bei Bertelsmann/Wahrig (Rechtschreibung) ist die Tieferlegung erstmals 2002 dokumentiert. (*_* = Blaudruck)
Ausgabe 2002 (Kasten »tief empfunden/greifend«:) ein tiefer gelegtes Fahrzeug (kein Stichwort)
Ausgabe 2006 (Stichwort:) *tie|fer|le|gen* tr. 1; ein Auto *tieferlegen*
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 21.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6026
"Damals warfen sich auch die Bundespolitiker...mächtig...ins Zeug,..."
"...da der Bund den Löwenanteil der Finanzierung trägt."
(Stefan Dietrich in der FAZ v. 05.02.)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 13.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6024
Auch im Mannheimer Duden von 1986 ist tieferlegen nicht enthalten. (Auf dem Einband werden nur "mehr als 3000" neu aufgenommene Wörter erwähnt; da war man vielleicht etwas geizig mit den Neuaufnahmen.) Wahrig 2006 verzeichnet tieferlegen bemerkenswerterweise mit Blaudruck (Kennzeichnung als reformierte Schreibung).
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 12.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6023
Auf WELT-online berichtet heute Frank Stocker über Zucker als Anlagemöglichkeit. In dem Artikel verwendet er mehrmals den Begriff "Süßstoff" (Achtung, Ausdruck wechseln!). Zucker ist zwar ein süßer Stoff, aber ganz bestimmt kein Süßstoff. (Da werden doch nur die Kaffeetanten verwirrt, die ein Stück Würfelzucker einsparen – ca. 20 kcal – und gleichzeitig ihr Stück Sahnetorte – Schwarzwälder Kirsch, ca. 250 kcal/100 g – verputzen.)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 09.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6020
zu #5537, gerade im DLF gehört (ca. 9.20 Uhr): "... sie sei gezwungen, auf einen leeren Stuhl blicken zu müssen." (Man kann Menschen zu allem zwingen, sogar zu müssen.)
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 04.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6019
Zu Kratzbaum (#6010):
Gar so "weit gehend überholt" braucht das Korrekturprogramm nicht zu sein. Der Duden empfiehlt ja die Schreibung tief greifend. Wahrscheinlich könnte kein Korrekturprogramm in diesem Fall zwischen Flexion und Steigerung unterscheiden.
Der Duden empfiehlt zwar die Schreibung weitgehend, aber in der Einstellung "progressiv" schlägt der Duden-Korrektor stattdessen "weit gehend" vor.
Übrigens hat der Duden 2006 noch den Eintrag: "tie|fer|le|gen (Kfz-Technik); ein tiefergelegtes Auto".
Durch Schwarzdruck wird diese Schreibung als die herkömmliche gekennzeichnet. In meinem Duden von 1961 ist dieses Wort nicht aufgeführt. Weiß jemand, ob es in neueren Ausgaben steht? Warum wird hier die Getrenntschreibung nicht zugelassen? Übertragene Bedeutung oder Fachsprache?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 04.02.2010 um 19.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6017
Als Anfang der neunziger Jahre Ärzte der Universitätsklinik in Erlangen ein Kind von einer hirntoten Mutter entbunden hatten...
(Stephan Sahm in der FAZ v. 04.02.)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 04.02.2010 um 17.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6014
Neues aus dem Bundestag
„Sollten Sie nach einiger Zeit keine E-Mail erhalten haben, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner“.
Der das geschrieben hat, wollte etwas ganz anderes sagen: Sofern sie im Posteingang ...prüfen Sie Ihren Spam-Ordner.
„Bevor Sie sich einloggen können, müssen Sie durch anklicken des folgenden Links Ihr Benutzerkonto aktivieren. Alternativ können Sie die URL auch in die Adresszeile Ihres Webbrowsers kopieren und durch Drücken der Enter-Taste...“.
Das habe ich gerade vom Petitionsausschuß erhalten. Da sitzt vielleicht eine Elite! (die uns regiert).
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 04.02.2010 um 08.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6011
Der Plural "Lande" wird anscheinend immer weniger als solcher empfunden oder gerät überhaupt außer Gebrauch. "Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch" war einmal ein Werberslogan, der heutzutage wohl schon etwas gestelzt wirken würde. - Umgekehrt ist es mit der "Pfründe", die häufig als vermeintlicher Plural verstanden wird. Den richtigen Plural "Pfründen" lese ich kaum jemals.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 03.02.2010 um 22.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6010
"...die die britische Insel...tief greifender erfasst hat..."
"...spiegelt einen weit gehenden Konsens..."
(WELT-online scheint ein weit gehend überholtes Korrekturprogramm zu benutzen)
Und noch etwas von Paul Badde: "...das Fadenkreuz des Trommelfeuers..."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.02.2010 um 12.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6004
"...damit es heiß ... her geht..." schreibt die Oldenburgische Landesbank auf einem Plakat
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 31.01.2010 um 17.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#6000
Fundgrube WELT-online
Die Freiheit und die Freimut der Benoîte Groult (wenn man schon einmal im Femininum ist...)
Die Mehrwertsteuer war auf 7 von 19 Prozent gesenkt worden. (mal nachrechnen...die Wortstellung im Deutschen ist eben doch nicht so ganz frei)
Es galt, ein ganzes Jahr nachzuholen (hier würde ich kein Komma setzen)
Sylvia van de Vaart schlotterte mit den Zähnen (hätte sie besser vorher herausnehmen sollen)
Wer seinen Zusatzbeitrag nicht bezahlt, wird das Gehalt gepfändet.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 31.01.2010 um 11.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5999
...vorherrschenden Klischee der Kopftuch tragenden, unterdrückten...
Hier zu Lande aber werde Integration in der Weise missverstanden, den...
Frankfurter Neue Presse 28.1.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 30.01.2010 um 23.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5998
Lieber Kratzbaum, ich muß Ihnen noch für die Erwähnung des Potentialis danken, denn dadurch bin ich erst darauf gekommen, daß die Konditionalsätze in verschiedenen Grammatiken etwas unterschiedlich klassifiziert werden. Ich hatte mich hier (wie wohl die meisten) mehr an die Duden-Grammatik gehalten, nun sehe ich aber, daß der Irrealis bei Eisenberg nochmals in den Potentialis und den (eigentlichen) Irrealis unterteilt wird (Duden: Irrealis der Gegenwart und der Vergangenheit). Also eine vorherige Begriffsklärung ist schon wichtig.
Ansonsten hat mir die Diskussion erstmal eine Menge zum Verdauen geliefert. Die Sprachpraxis hält so viele Varianten und Kombinationen bereit, daß eine genaue Analyse manchmal sehr schwerfällt. Dank an alle, und nehmen Sie bitte alle meine Behauptungen nur als meine vorläufige Meinung.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 30.01.2010 um 02.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5997
Lieber Herr Riemer,
wenn Sie (wie geschehen) um 0.06 Uhr schreiben: »Gestern werden wir uns nicht mehr streiten«, dann ist das ein einwandfreier deutscher Satz – wenn denn der Kontext es hergibt. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn ich Sie um 0.05 Uhr gefragt hätte: »Wann werden wir uns wieder streiten?« Hätten Sie dann geantwortet: »Gestern jedenfalls nicht«, so wäre das nichts anderes gewesen als die Kurzform des Satzes »Gestern werden wir uns nicht mehr streiten«.
Natürlich ist mir klar, worauf Sie mit diesem Beispiel hinauswollen. Aber der Grundwiderspruch, den Sie hier vermuten, müßte im Falle der Kombination aus »weil« und Irrealis erst noch bewiesen werden.
Ich habe schon verstanden, daß wir über den Irrealis und nicht über den Konjunktiv reden. Sie schreiben, die von mir zitierten Sätze seien »typische Beispiele dafür, wie man vor lauter Bezugnahmen, Nebensätzen und Negationen die Übersicht über die Grundstruktur verlieren kann«. Allerdings machen Sie bei Ihrem anschließenden Versuch, diese Struktur zu verdeutlichen, indem Sie den Satz »sozusagen auf Normalform bringen«, aus meiner Sicht einen grundlegenden Fehler. »Die Formulierung wirkt irritierend, nicht, weil heute noch jemand ernsthaft behaupten würde« (nennen wir dies: Grund A) ist eben nicht, wie Sie suggerieren, gleichzusetzen mit »Die Formulierung wirkt irritierend, weil heute niemand mehr ernsthaft behaupten würde«. (Das meinte ich, als ich schrieb, daß minus mal minus nicht unbedingt plus ergibt.) Der Autor selbst widerspricht doch eindeutig dieser Betrachtungsweise, indem er darauf besteht, daß gerade nicht Grund A gegeben ist, sondern der im nächsten Satz formulierte Grund B (nämlich das Wort »Kulturbesitz«). »Die Formulierung wirkt irritierend, weil heute niemand mehr ernsthaft behaupten würde« ist geradezu das Gegenteil dessen, was der Autor sagen wollte. Deshalb taugt diese Umformulierung nicht, auch und gerade nicht zur Verdeutlichung der Struktur seiner Aussage.
Allmählich beschleicht mich das Gefühl, daß wir tatsächlich aneinander vorbeireden, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie, Herr Riemer, die zitierten Sätze des Bundespräsidenten völlig anders verstehen als ich. Möglicherweise streiten wir lediglich über die Frage, ob in den verhandelten Sätzen nur »nicht {nicht A}« oder auch »{nicht nicht A}« als Irrealis gelten darf. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an meine Formulierung von dem »im Wörtchen niemand bereits angelegten« Irrealis (#5971) und die Anmerkung von Urs Bärlein, es spiele »offensichtlich eine Rolle, ob die Aussage im Hauptsatz bejaht oder verneint ist« (#5993).
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 30.01.2010 um 00.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5996
Fast bräuchten wir einen eigenen Diskussionsstrang für den Konjunktiv.
Habe ich jetzt eigentlich gerade einen Irrealis verwendet? Ich meine nicht, aber ich habe den Eindruck, daß es genau darüber ein Mißverständnis gibt. Womöglich reden wir deswegen aneinander vorbei.
Ich habe niemals behauptet, nach weil könne kein Konjunktiv II stehen. Natürlich kann er das. Nur m.E. kein Irrealis!
"es gäbe" ist ein Konjunktiv II, aber ich sehe darin noch keinen Irrealis. Ein Irrealis kann erst durch den Satzzusammenhang entstehen.
"wenn es Gas gäbe" ist ein Irrealis, weil erstens durch das Wort wenn ausgedrückt wird, daß es zu dieser Aussage eine Alternative gibt, und weil zweitens durch den Konj. II ausgedrückt wird, daß die Aussage sehr unwahrscheinlich oder unmöglich ist. Statt dessen wird das Gegenteil der Aussage angenommen oder behauptet.
"weil es Gas gäbe" ist natürlich u.U. möglich, aber kein Irrealis, weil hierbei nicht wie beim Irrealis das Gegenteil der Aussage behauptet wird, sondern die Aussage selbst. Der Konjunktiv II hat hier m.E. eine ganz andere Funktion.
Ebenso: "es gäbe nicht" – Konjunktiv II (Zusammenhang unklar) "wenn es nicht gäbe" – Irrealis (Behauptung: es gibt doch) "weil es nicht gäbe" – kein Irrealis (Behauptung: es gibt nicht) Bitte berichtigen Sie mich, wenn ich das falsch sehe.
Ich weiß nicht, warum hier immer auf dem übrigen Kontext bestanden wird. Kommt es denn in dem Satz "Gestern werden wir uns nicht mehr streiten" auf den Kontext an? Der Satz enthält einen Grundwiderspruch, egal in welchem Kontext, er ist grammatisch fehlerhaft, die Zeitform des Verbs paßt einfach nicht. Der Satz Niemand muß frieren, weil es nicht genug Gas gäbe. enthält m.E. den gleichen Grundwiderspruch, nur nicht in der Zeitform, sondern im Modus.
Was in diesen einfachen Beispielen so übersichtlich und glasklar erscheint, bleibt leider nicht so, je komplizierter die Sätze werden. Ihre Zitate, lieber Herr Metz, sind typische Beispiele dafür, wie man vor lauter Bezugnahmen, Nebensätzen und Negationen die Übersicht über die Grundstruktur verlieren kann. Ich möchte einmal Ihren ersten Satz sozusagen auf Normalform bringen:
(a) Die Formulierung wirkt irritierend, nicht, weil heute noch jemand ernsthaft behaupten würde, ... (b) Die Formulierung wirkt irritierend, weil heute niemand mehr ernsthaft behaupten würde, ...
Sie sehen, es handelt sich keinesfalls um einen Irrealis! Es wird nicht das Gegenteil des Gesagten angenommen, sondern das Gesagte selbst. Entweder (a) ist die Annahme jemand würde ..., und hinterher wird verneint, oder (b) die Annahme ist gleich niemand würde ..., jedenfalls ist die Annahme immer genau das, was nach weil steht, nicht das Gegenteil. Der Konjunktiv hat hier eine andere Aufgabe als die, den Irrealis zu bilden, und widerspricht deshalb auch nicht dem Wort weil.
Mit Ihrem zweiten Beispielsatz (die vertragschließende Studentin) verhält es sich ähnlich.
Auch die Beispielsätze (1) bis (4) von Herrn Bärlein sind alle in Ordnung, nur finde ich darin ebenfalls keinen Irrealis, und die Art, wie Sie diesen definieren, lieber Herr Bärlein, ist mit meiner Auffassung völlig unvereinbar.
(3) Ich antworte noch einmal, weil ich nichts Besseres zu tun hätte.
Die Behauptung ist ja nicht etwa: ich habe etwas Besseres zu tun, denn sonst würde ich ja gerade nicht antworten. Also kein Irrealis.
Mit dem Satz (4) sind Sie vom gleichen Irrtum behaftet wie Herr Metz, bitte beachten Sie die Verneinung. Es sind, wie gesagt, alles Sätze in gutem Deutsch, aber keine Beispiele mit Irrealis, jedenfalls nicht nach meinem Verständnis, deshalb finde ich auch nicht, daß sie dem Wort weil widersprechen.
2. Niemand müßte frieren, weil es nicht genug Gas gäbe. (logisch falsch)
Wieso sollte das logisch falsch sein, lieber Kratzbaum? Wenn es genug Holz gäbe, dann müßte niemand frieren, weil es nicht genug Gas gäbe.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 16.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5994
Lieber Herr Riemer, Sie möchten auch im Hauptsatz den Konjunktiv. Da kommen Sie aber auf eine andere Ebene.
1. Niemand muß frieren. – Tatsachenbehauptung
Niemand muß frieren, weil es nicht genug Gas gäbe. – Einschränkung der Tatsachenbehauptung. Es ist denkbar, daß manche frieren, aber Gasmangel scheidet als Ursache aus.
2. Niemand müßte frieren, weil es nicht genug Gas gäbe. (logisch falsch)
Jetzt sind wir im Potentialis: In einer gerechten Gesellschaft müßte niemand frieren, weil es genug Gas (für alle) gäbe (geben würde). Im Indikatv: ...muß niemand frieren, weil es genug Gas gibt.
In der Gegenwart kann es meiner Ansicht nach nur heißen: Niemand müßte frieren, weil genügend Gas gibt. Deutlicher: Eigentlich müßte niemand frieren, weil es ja genügend Gas gibt. – Hier wird im Gegensatz zu obigem Beispiel 1.) allein der Gasmangel als möglicher Grund zugelassen.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 16.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5993
(1) Ich antworte noch einmal, weil ich nichts Besseres zu tun habe
(2) Ich antworte nicht noch einmal, weil ich nichts Besseres zu tun habe
(3) Ich antworte noch einmal, weil ich nichts Besseres zu tun hätte
(4) Ich antworte nicht noch einmal, weil ich nichts Besseres zu tun hätte
Es spielt offensichtlich eine Rolle, ob die Aussage im Hauptsatz bejaht oder verneint ist. (1) ist möglich und sinnvoll (ich antworte noch einmal, und ich habe nichts Besseres zu tun). (2) ist ebenfalls möglich und sinnvoll (ich antworte nicht noch einmal, und ich habe nichts Besseres zu tun).
(3) fällt aus der Reihe. Der Satz verneint scheinbar (4), ist aber unsinnig: Zwischen ich antworte noch einmal und ich habe Besseres zu tun paßt kein „weil“. Das, lieber Herr Riemer, scheint mir der Fall zu sein, auf den Sie hinauswollen.
Es geht hier aber um den Typ (4). Der Satz ist sowohl möglich als auch sinnvoll: Zwischen ich antworte nicht noch einmal und ich habe Besseres zu tun kann deshalb ein „weil“, stehen, weil ich eben doch antworte. Um dies klarzustellen, braucht man in diesem Fall den Irrealis.
Das alles ist jetzt immer noch sehr holprig und zeigt eher die Grenzen der Logik als ihre Tauglichkeit. Unter Umständen ist nämlich auch (3) sinnvoll: „Ich antworte noch einmal, weil ich nichts Besseres zu tun hätte!“
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 15.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5992
Eigentlich wollte auch ich mich nicht mehr zu dem Thema äußern, aber aus gegebenem Anlaß möchte ich Herrn Riemer dann doch noch folgendes unterbreiten.
Das Grußwort des Bundespräsidenten beim Festakt zu 50 Jahren Stiftung Preußischer Kulturbesitz enthält folgende Passage (Hervorhebungen im folgenden jeweils von mir):
»"Preußischer Kulturbesitz" – das ist eine Formulierung, die auf den ersten Blick irritierend wirkt. Nicht etwa, weil heute noch jemand ernsthaft behaupten würde, Preußen und Kultur – das seien unversöhnliche Gegensätze. Nein, es ist das Wort "Kulturbesitz", über das zumindest ich gestolpert bin.«
In einem taz-Artikel heißt es:
»Endzeitstimmung in Deutschland. Viele Indizien deuten darauf hin: [...] Da ist die 22-jährige Studentin Silja Becker aus Magdeburg, die soeben einen Vertrag im teuersten Fitnessstudio der Stadt abgeschlossen hat, nicht etwa, weil sie Geld hätte, im Gegenteil, "aber weil das Publikum hier gut drauf ist".«
Was ist hier falsch oder schlecht an der Kombination von »weil« und Irrealis?
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 14.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5991
Nur in 2. und 4. müßte statt muß, dann könnte ich auch alles unterschreiben.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 13.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5990
In der Ostfriesen-Zeitung von heute steht ein Interview mit der neuen Vorsitzenden des "Studierendenparlaments" der FH Emden/Leer. Außer bei den offiziellen Bezeichnungen verwenden sowohl Interviewer wie Interviewte fast nur den Ausdruck "Studenten": ..haben Sie Ihr Ohr nah an den Studenten. Was regt die Emder Studierenden auf ?" - "Nur Studenten mit dem finanziellen Hintergrund..." - "...kommende Studentengenerationen..."
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 12.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5989
Sehr interessant - aber eigentlich erledigt
Ich habe mich bewußt nicht mehr zum "Gas-Thema" geäußert, bin aber sehr angetan von den vielen klugen Beiträgen dazu,
Abschließend möchte ich aber doch noch ein Beispiel bringen, das womöglich besser als das zitierte die Bedeutungsunterschiede illustriert. (Übrigens hat der FAZ-Autor selbstverständlich gewußt, daß es genügend Gas gab, als er den bewußten Satz schrieb. Man kann daher nicht so argumentieren, als ob nicht.)
1. Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gibt. (Sachverhalt: Es gibt nicht genügend Gas. Aber man kann auf andere Weise heizen)
2. Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gäbe. (Sachverhalt: Es gibt genügend Gas. Aber mancher muß frieren, weil er es z.B. nicht bezahlen kann)
3. NIemand muß frieren, weil er das Gas nicht bezahlen kann. (Sachverhalt: Mancher kann das Gas nicht bezahlen. Er bekommt aber einen Zuschuß o.ä.)
4. Niemand muß frieren, weil er das Gas nicht bezahlen könnte, (Sachverhalt: Alle haben genug Geld, um das Gas zu bezahlen. Aber es gibt z.B. einen Versorgungsausfall)
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 05.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5984
"[Villepin] verdankt seine politische Erfahrung allein dem Vertrauen seines wichtigsten Mentoren Jacques Chirac"
FAZ.net vom 28. Januar
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 29.01.2010 um 03.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5983
Welch eine mörderische Übermacht:
"Im September 1988 wurden 31 Menschen von 105 Menschen an Bord getötet, nachdem ... ein Flugzeug ... abgestürzt war."
FAZ vom 26. Januar 2010
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5982
aus den DLF-Nachrichten, 19.00 Uhr: "Das Ministerium kündigte an, Konsequenzen ziehen zu wollen, ..."
Vorläufig will es noch nicht, aber bald will es, und dann kann es sicher auch nicht mehr lange dauern ...
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 04.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5981
"Vetter Saddam Husseins gehänkt"
Kaum zu glauben, aber wahr: So steht es in einer Unter-Überschrift auf der ersten Seite der FAZ vom 26. Januar.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 01.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5980
Ja, langsam wiederholt man sich, das ist wohl wahr. Aber der letzte Punkt ist hier noch nie diskutiert worden, nämlich daß die Zeitformen und Modi bei während, wenn, weil beiderseits eigentlich gleich sein müssen. Oder nicht?
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 01.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5979
Nein, schlimm fand ich »apodiktisch« auch nicht, aber ich hatte mir den gesamten Wortwechsel noch einmal durchgelesen und war dabei auf Ihre jüngsten Formulierungen »ist mir nach wie vor suspekt« und »will mich nicht völlig darauf versteifen« gestoßen, und da erschien mir »apodiktisch« etwas übertrieben bzw. nicht mehr ganz passend.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 00.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5978
Den Wechsel zu entschieden hatte ich gerade in Ihrem Beitrag bemerkt und war ebenfalls zu diesem Wort gewechselt, noch vor Ihrem letzten Eintrag. Aber ich fand apodiktisch gar nicht sooo schlimm.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 00.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5977
Verehrter Herr Riemer,
den Ausdruck »fast ein bißchen apodiktisch« hatte ich, kurz bevor Sie Ihren letzten Beitrag hier einstellten, bereits durch »sehr entschieden« ersetzt, weil er mir bei nochmaliger Lektüre meiner Zeilen unpassend erschien und ich gerade den Eindruck eines Vorwurfs vermeiden wollte. Da hat sich unser Getippe wohl gekreuzt.
Im übrigen empfinde ich durchaus Freude im positiven Sinne am Gedankenstreit mit Ihnen. Ihre Art zu argumentieren ist angenehm klar und direkt, und ich habe vom wiederholten Abwägen der ausgetauschten Argumente, so bilde ich mir zumindest ein, durchaus profitiert, und zwar in dem Sinne, daß ich sowohl Ihren Standpunkt als auch meinen eigenen jetzt besser bzw. noch besser verstehe als vorher. Aber irgendwann gelangt man an einen Punkt, an dem alles Wesentliche gesagt ist und neue Erkenntnisse einstweilen nicht zu erwarten sind. Hinzu kommen die durch die Schriftlichkeit des Austauschs begünstigten Mißverständnisse, die Unmöglichkeit, auf jeden kleinen Punkt eines längeren Beitrags einzugehen, Aussagen noch einmal zu erläutern, zurechtzurücken usw., schließlich auch die Gefahr, die anderen Foristen irgendwann zu langweilen.
So, und nur so, war der Schlußsatz meines letzten Beitrags gemeint.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 28.01.2010 um 00.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5976
Lieber Herr Metz, freuen wir uns doch auch richtig im positiven Sinne, nicht nur, daß wir uns nicht unbedingt einigen müssen, sondern freuen wir uns, daß wir so schön streiten können!
Gestern werden wir uns nicht mehr streiten. Finden Sie diesen Satz in Ordnung? Ich glaube nicht, ich denke, Sie werden sagen, das Adverb gestern kann keinesfalls zu einem zukünftigen Geschehen passen. Und wenn ich Sie doch zu überzeugen versuchte, daß das doch einwandfreies Deutsch wäre, dann würden Sie ebenso "entschieden" auf Ihrem Standpunkt bestehen, richtig?
Ich weiß natürlich, daß Sprache anders funktioniert als Mathematik. Aber etwas Logik gehört schon auch zur Sprachwissenschaft. Wie sonst sollte ich wohl Hermann Paul verstehen, der in seinem Wörterbuch schreibt, daß weil "kausale" Zusammenhänge widergibt? Dort finde ich auch: "gleichbed. denn". Wenn hier der Eindruck entstanden ist, ich setze viele sprachliche Ausdrücke unterschiedlicher Form und Bedeutung einfach gleich und reduziere Sprache nur auf Logik, dann habe ich mich sicher ungeschickt ausgedrückt, gemeint habe ich es nicht so. Wenn ich von Austauschbarkeit von Wörtern und Sätzen gesprochen habe, dann habe ich mich immer bemüht klarzustellen, daß dies ausschließlich unter dem schmalen Gesichtspunkt der logischen Bedeutung so ist. Andere Zusammenhänge waren davon nicht berührt.
Zuviel Logik? Ja aber bitte, wir streiten hier nun mal über ein Wort, welches kausale Zusammenhänge widerspiegelt. Wie anders könnte ich denn diesem Wort beikommen, als mit Hilfe von Aussagenlogik? Wenn wir uns ernsthaft darüber unterhalten, ob nach weil der Irrealis stehen kann, dann muß mir ein wenig Logik schon gestattet sein.
weil - while - während, letztere Bedeutung schwingt auch heute noch in weil mit.
Ich friere, während ich fahre. Ich fror, während ich fuhr. Ich fröre, während ich führe. (~)
Ich friere, während ich führe. (?) Niemand friert, während es zuwenig Gas gäbe. (?) (Man probiere bitte alle 5 Sätze auch mit wenn und weil statt während aus.)
Enthalten die letzten beiden nicht denselben Fehler wie in "Gestern werden wir ..."?
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 27.01.2010 um 20.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5975
Sätze sind keine mathematischen Formeln. 1 + 2 mag in der Mathematik dasselbe ergeben wie 2 + 1. In der Sprache funktionieren solche Verschiebungen nicht ohne weiteres. »denn« ist nicht identisch mit »weil«, »weil« nicht das gleiche wie »da«. Auch sind »Weil A der Fall ist, ist B geschehen« und »B ist geschehen, weil A der Fall ist« nicht austauschbar. Minus mal minus ergibt in real vorkommenden Sätzen nun mal nicht unbedingt plus. Das alles wissen Sie doch auch.
So habe ich mich nicht zu einem konstruierten Satz über die Versorgungsengpässe in der DDR geäußert, sondern zu dem Satz »Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gibt« im fraglichen FAZ-Artikel. Wir alle sind nicht gestern vom Himmel auf diese Erde gefallen. Der durchschnittliche Leser wird nicht auf die explizite Feststellung des Autors lauern, daß es genügend Gas gibt. Nach der Lektüre der Überschrift (»Warum die Gaskrise heute ausfällt«) darf er es für unwahrscheinlich halten, daß der Autor in seinem Artikel von einem Gasmangel berichten wird. Nun könnten Sie einwenden, daß Gaskrise nicht identisch sei mit Gasknappheit oder daß eine Krise, die heute nicht stattfindet, schon am nächsten Tag ausbrechen könne. Aber wir begegnen Texten doch nicht im luftleeren Raum. Jeder Satz hat einen Kontext und fällt bei der Lektüre auf den Boden unseres Weltwissens, unserer Erfahrungen und Erwartungen. Dies alles beeinflußt die Art, wie wir den Satz verstehen. So teile ich Ihre Auffassung, der Satz »Niemand mußte in der DDR hungern, weil es keine Bananen zu kaufen gab« enthalte die Aussage, »daß es halt irgendwas schon immer zu essen gab, gehungert wurde nicht«. Ich verstehe diesen Satz aber nur deshalb so, weil ich weiß, daß die Menschen in der DDR so wenig gehungert haben wie die Bürger der alten Bundesrepublik. Der gleiche Satz, bezogen auf einen anderen, mir unbekannten Staat, in einem bestimmten Kontext (der sich leicht konstruieren ließe), könnte aber etwas ganz anderes besagen, zum Beispiel daß die Menschen sehr wohl gehungert haben, nur eben nicht deswegen, weil es an Bananen gefehlt hat (hier wirklich: hat, nicht: hätte!).
Ich glaube, Ihre Position nun besser zu verstehen als am Anfang, teile sie aber nach wie vor nicht. Insbesondere finde ich Ihre (mitunter sehr entschieden vorgetragene) Auffassung, »weil« und Irrealis paßten nicht zusammen, nicht nachvollziehbar. Freuen wir uns gemeinsam darüber, daß wir uns nicht zu einigen brauchen.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr
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Dieser Beitrag wurde am 27.01.2010 um 12.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5973
Kein Geld für Erinnerung Heute gedenkt die Nation den Opfern des Nationalsozialismus. Gleichzeitig verfallen die jedoch die Gedänkstätten. So auch der 190 Hektar große Komplex in Auschwitz. Auf FR Online beschreibt Knut Krohn die Situation auf dem ehemaligen KZ-Gelände.
Heute CICERO online
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 27.01.2010 um 11.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5972
Nehmen wir den Satz: "Niemand mußte in der DDR hungern, weil es keine Bananen zu kaufen gab." (So ähnliche Sätze haben Verteidiger des Systems tatsächlich benutzt.) Sie meinen, lieber Herr Metz, damit legte sich der Autor darauf fest, daß es eben in der DDR doch Bananen gab? Nein, es gab zwar nicht nie welche, aber trotzdem bestand meistens Mangel. Gemeint ist damit nur, daß es halt irgendwas schon immer zu essen gab, gehungert wurde nicht.
Genauso finde ich es auch mit dem Satz "Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gibt." Wieso meinen Sie, der Autor legt sich damit darauf fest, daß es genug Gas gibt? Nein, vielleicht gab es was anderes zum Heizen, vielleicht auch doch genug Gas, man weiß es nicht. An der Stelle in dem Artikel jedenfalls wußte es wirklich noch keiner, Sie nicht und ich nicht, das wurde ja erst später im Artikel geschrieben.
(Übrigens: Für den Irrealis braucht man im allgemeinen kein Negationswort wie niemand, keiner, nicht, nie, deshalb würde ich auch nicht sagen, daß er in diesem Wort schon angelegt ist.)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 27.01.2010 um 09.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5971
Wenn ich es richtig verstehe, wollen Sie darauf hinaus, daß die Aussage des Satzes lautet: Niemand muß aus dem Grund »nicht genügend Gas vorhanden« frieren. Sie unterscheiden sozusagen zwischen dem abstrakten Grund »Gasmangel« und der konkreten Frage, ob es tatsächlich an Gas mangelt. Sie und ich wissen, daß genug Gas da ist, aber Sie meinen, daß dieser Gedanke für die Gesamtaussage unerheblich sei; Sie verteidigen den Autor mit dem Argument, daß es ihm egal sein dürfe, ob es genug Gas gibt oder nicht, und finden, daß er uns seine Meinung dazu auch gar nicht merken lassen wolle (vgl. #5947).
Es ist ihm aber offenbar nicht egal. Jedenfalls legt er sich mit der Aussage, daß niemand aus dem genannten Grund frieren müsse, darauf fest, daß dieser Grund nicht gegeben ist. Deshalb meine ich, daß er bei der Formulierung seines Satzes auf halber Strecke stehengeblieben ist. Der Konjunktiv, als Ausdruck des im Wörtchen niemand bereits angelegten Irrealis, hätte den Satz perfekt gemacht.
Meinen Sie nicht auch, daß Ihre Unterscheidung hochgradig theoretisch ist, jedenfalls viel theoretischer als der immerhin denkbare Fall, daß jemand den Satz ernsthaft so interpretiert, als wolle der Autor sagen, niemand müsse frieren, da es nicht genügend Gas gibt, und daß diese Unterscheidung im Ergebnis nicht hilfreich ist?
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 27.01.2010 um 01.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5970
Lieber Herr Metz, ich weiß, es ist gleich der erste Satz des Artikels, und die Aussage, daß genug Gas da ist, kommt erst ein ganzes Stück später.
„Demnach hätte der Autor des Ausgangssatzes Ihrer Ansicht nach, gewollt oder ungewollt, behauptet, es gebe nicht genügend Gas.“
Nein, das hat er meiner Ansicht nach mit diesem ersten Satz nicht behauptet. Es ist sehr gut, daß Sie so genau nachfragen, denn hier sehe ich jetzt auch einen Widerspruch, den ich aber im Moment nicht erklären kann. Einerseits kann ich nicht anders, als einfache Aussagen mit weil als Tatsachenaussagen zu betrachten (siehe die Beispiele weil/wenn es regnet, #5961), andererseits kann man diesen etwas komplizierteren Satz nur dann richtig erklären, wenn man die weil-Aussage als Teil einer Implikation auffaßt, deren Voraussetzung wahr oder falsch sein kann. (Herr Bärlein hat genau dieses Problem wohl in #5959 auch schon gemeint.)
„der Konjunktiv zur Kennzeichnung des Irrealis nicht >>notwendig<<“?
Das habe ich nirgends gesagt. Ich meinte, daß der Irrealis m.E. nicht notwendig ist, um die vermeintlich sprachlich unrichtige Formulierung des Satzes in eine sprachlich richtige zu verwandeln. Der Ausgangssatz ist m.E. sprachlich im Indikativ bereits richtig. (Ich denke, der Irrealis ist eine der möglichen Anwendungen des Konj. II.)
„Was besagt denn nun Ihres Erachtens der Ausgangssatz? Daß es genügend Gas gibt oder daß es nicht genügend Gas gibt?“
Natürlich keines von diesen beiden, sondern: Falls jemand friert, dann kann es nicht daran liegen, daß es zuwenig Gas gibt. Oder noch anders gesagt: Der rein theoretisch mögliche Fall "Es gibt zuwenig Gas" ist, selbst dann, wenn er zutrifft, nicht die Ursache für den ebenfalls rein theoretisch möglichen Fall "jemand friert", falls letzterer Fall eintritt.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 23.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5969
Jetzt bin ich etwas verwirrt, Herr Riemer.
Einerseits meinen Sie, daß eine Aussage, die mit weil eingeleitet wird, unabweislich eine Tatsachenaussage darstelle. Demnach hätte der Autor des Ausgangssatzes Ihrer Ansicht nach, gewollt oder ungewollt, behauptet, es gebe nicht genügend Gas.
Andererseits sagen Sie, daß der Konjunktiv zur Kennzeichnung des Irrealis nicht »notwendig« sei, was ja wohl heißen soll, daß der Indikativ hierfür ausreicht. In diesem Fall hätte der Autor Ihrer Ansicht nach behauptet, es sei nicht nicht genügend, also genügend Gas vorhanden.
Was besagt denn nun Ihres Erachtens der Ausgangssatz? Daß es genügend Gas gibt oder daß es nicht genügend Gas gibt?
(Nebenbei: Der Beitrag trägt den Titel »Warum die Gaskrise heute ausfällt«, und der vollständige Satz lautet: »Es ist kalt in Mitteleuropa, aber niemand muss frieren, weil es nicht genügend Gas gibt.«)
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 20.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5968
Lieber Herr Bärlein, ehrlich gesagt, nein. Ich meine, wenn ich weiß, daß eine Aussage nicht zutrifft, dann beginne ich sie vor allem nicht mit weil. Dadurch aber, daß sie so beginnt, wird sie zur Tatsachenaussage. Der Schreiber definiert sie an dieser Stelle als solche, egal, was über das Thema sonst noch im Text gesagt wird.
Außerdem ist sie ja nur eine Teilaussage, die der Aussage "Es gibt genug Gas" im Kontext gar nicht widerspricht! Es wird ja nur gesagt, daß "es gibt nicht genug Gas" nicht als Ursache in Frage käme, falls jemand fröre.
Mir ist der Irrealis nach weil nach wie vor suspekt. Ich will mich nun nicht völlig darauf versteifen, daß er gar nicht möglich ist, notwendig finde ich ihn aber keinesfalls. Ich bin mir wohl bewußt, daß hier einige mit solchen Dingen viel erfahrenere Teilnehmer nicht meiner Meinung sind, und bitte deswegen auch um Nachsicht.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 18.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5966
Lieber Herr Riemer, weil steht nie vor Tatsachen. Es steht allenfalls vor Aussagen über Tatsachen. Aussagen können zutreffen oder nicht zutreffen. Wenn man weiß, daß die Aussage nicht zutrifft, und wenn man dieses Wissen dem Adressaten nicht vorenthalten will, äußert man sich im Irrealis. Im hier diskutierten Fall trifft die Aussage "Es gibt nicht genügend Gas" nicht zu. Es gibt nämlich genügend Gas. Das ist die Tatsache. Einverstanden?
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 16.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5965
Lieber Herr Bärlein, das stimmt auch, aber mein Verschreiber läßt sich leicht korrigieren, er ist nicht einmal sehr mißverständlich. Ihren Verschreiber hätte ich natürlich auch nicht weiter beachtet, wenn er nicht so wesentlich für Ihre gesamte Begründung gewesen wäre. Sie können nämlich nicht einfach anstatt von einer Tatsache von einer Annahme sprechen, denn das ist ja gerade der Punkt:
wenn steht vor Annahmen, weil steht vor Tatsachen. (siehe meine Beispiele unten)
Daß nach weil kein Irrealis stehen kann, steckt also meiner Ansicht nach in der Bedeutung des Wortes weil.
Bezweifeln Sie denn diesen Bedeutungsunterschied? Halten Sie es für möglich, daß weil genau wie wenn vor einer bloßen Annahme steht? Was ist dann für Sie der Unterschied zwischen den beiden Wörtern?
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 15.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5964
Lieber Herr Riemer, ich hatte gehofft, daß Sie die Formulierung verstehen, nachdem Sie schon "irreale Ursachen" in die Diskussion eingeführt hatten. Aber Sie haben recht, besser wäre es natürlich gewesen, von einer unzutreffenden Annahme zu schreiben.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 14.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5963
Wenn eine Tatsache irreal sein kann, dann kann allerdings auch nach weil der Irrealis stehen, da bin ich völlig einverstanden.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 14.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5962
"Und genau aus diesem Grund, weil setzt das Gesagte gleichzeitig direkt und explizit als Tatsache voraus, kann doch danach kein Irrealis stehen!" (#5961)
Doch. Streng genommen muß er sogar. Denn die in der mit weil eingeleiteten Begründung genannte Tatsache ist irreal. Es gibt genügend Gas. Deshalb wäre die Begründung falsch, und zwar nicht nur dafür, daß niemand frieren müsse. "Es gibt nicht genügend Gas" kommt auch nicht als Begründung dafür in Betracht, daß manche doch frieren müssen, z.B. weil die Gaspreise zu hoch für sie sind oder das Leitungsnetz undicht ist. "Weil es nicht genügend Gas gibt, muß jemand frieren" ist nicht die Aussage, die durch "Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gibt" negiert werden soll. Der Satz läßt offen, ob gefroren wird oder nicht (vgl. die Kollektion von Herrn Metz, Ziffern 3 und 4).
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 12.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5961
Gut, lassen wir die formale Logik weg. Aber ich fühle mich immer noch mißverstanden. Was ist denn der Unterschied im Deutschen zwischen weil und wenn? Weil es regnet, werde ich naß – das heißt doch auch gleichzeitig, daß es regnet. Wenn es regnet, werde ich naß – das läßt offen, ob es tatsächlich regnet. *Weil es regnet, würde ich naß – wie soll das gehen? Und genau aus diesem Grund, weil setzt das Gesagte gleichzeitig direkt und explizit als Tatsache voraus, kann doch danach kein Irrealis stehen?! Jedenfalls nicht in diesem einfachen Satz. Man könnte höchstens einen komplexeren Zusammenhang konstruieren, wo es denkbar wäre zu sagen: "Jemand müßte frieren, weil es nicht genügend Gas gäbe.", weil dann der gesamte Sachverhalt in den Konjunktiv gesetzt würde.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 09.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5960
Vielleicht noch mal eine kleine gedankliche Bodenturnübung:
(1) Niemand muß frieren, denn es gibt genügend Gas.
ist, wie Herr Wagner (#5955) schreibt, unmißverständlich. Der kleine, aber feine Unterschied zu
(2) Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gäbe.
ist aus meiner Sicht die Absolutheit, mit der in Satz 1 behauptet wird, niemand müsse frieren. Wie von Kratzbaum (#5952) bereits angedeutet, kann es andere Gründe dafür geben, daß jemand friert. So könnte man also auch sagen:
(3) Niemand muß deshalb frieren, weil es nicht genügend Gas gäbe.
Oder, noch breiter getreten:
(4) Wenn jemand friert, dann bestimmt nicht deshalb, weil es nicht genügend Gas gäbe, denn es gibt ja genügend Gas.
Für mich ist Kratzbaums Satz (Nr. 2) der einzige von allen bisher formulierten, der genau diese Aussage in knapper Form enthält. Ich gebe Herrn Riemer allerdings recht, wenn er sagt, daß die meisten Leser den ursprünglichen Satz (Niemand muss frieren, weil es nicht genügend Gas gibt) richtig verstehen werden. Das dürfte aber nicht nur daran liegen, daß der Irrealis heute, und zwar nicht nur in der Umgangssprache, oft nicht mehr mit dem Konjunktiv gekennzeichnet wird, sondern hat durchaus auch mit dem Kontext zu tun und nicht zuletzt mit dem Weltwissen der Leser. Ein Mangel an Heizgas kann nun mal kein vernünftiger Grund dafür sein, daß niemand frieren muß.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 26.01.2010 um 07.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5959
Lieber Herr Riemer, wenn Logik und Sprache einander ins Gehege geraten, muß der Fehler nicht bei der Sprache liegen. Das gilt insbesondere für Sätze, in denen "weil" vorkommt. Die formale Logik kann Kausalität nur als Implikation darstellen, das heißt aber: nicht darstellen. In der Logik gibt es Voraussetzungen, für Ursachen ist sie nicht zuständig. Die von Ihnen angeführte Unterscheidung zwischen "realen" und "irrealen" Ursachen, die es erlaubt, Kausalität als Sonderfall von Implikation zu behandeln, ist ihrerseits nur ein Hilfskonstrukt, das logisch zwar möglich, ontologisch jedoch sinnlos ist.
Allgemeiner gesagt: Wer nichtformale Aussagen auf formale reduziert, läuft Gefahr, die falsche Nuß zu knacken (was nicht nur für Logiker gilt). Schließlich ist die von Kratzbaum vorgeschlagene Formulierung (weil mit Irrealis) gutes Deutsch. Übrigens geht sie auch logisch auf. In "... weil es nicht genügend Gas gäbe" wird nicht die Realität der Ursache dafür verneint, daß niemand frieren muß, sondern ein mutmaßbarer Kausalnexus zwischen der Menge des verfügbaren Gases und dem Umstand, daß manche Leute frieren und andere nicht.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 25.01.2010 um 23.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5958
Der Satz Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gibt. ist selbstverständlich nicht zu lesen als *{ Niemand muß frieren } , weil { es nicht genügend Gas gibt } . Es handelt sich statt dessen um die umgangssprachliche Negation des Satzes { Jemand muß frieren }, weil { es nicht genügend Gas gibt } . Weil oder denn sind logisch gesehen das gleiche. Letzterer Satz ist logisch äquivalent zu Wenn/Weil { es nicht genügend Gas gibt }, dann/- { muß jemand frieren } .
Das ist weder inhaltlich verkehrt noch muß irgendwo ein Konjunktiv hin, die Aussage ist auch in absolut keiner Weise kontextabhängig. Das gleiche gilt natürlich für die ursprüngliche Verneinung dieses Satzes.
Die o.g. sprachliche Negation ist natürlich nach rein formaler Logik nicht exakt, und darauf beziehen sich sicher Ihre inhaltlichen Zweifel beim Indikativ, lieber Kratzbaum. Aber umgangs- wie auch standardsprachlich wird durchaus so verneint, das ist m.E. völlig einwandfreies Deutsch. Schließlich wendet kein normaler Sprecher oder Schreiber die exakte logische Formel an: { nicht (A -> B) } <–> { A und (nicht B) }
Einen kleinen sprachlichen Unterschied zwischen weil/denn/da und wenn/falls gibt es noch: Innerhalb einer Schlußfolgerung der Form A -> B benennen weil/denn/da immer die real gegebene Ursache A, während wenn/falls eine reale oder irreale Ursache A bezeichnen können.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 25.01.2010 um 18.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5957
Auch der Jahrzehnte lange Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion...
AZ Mainz
Frei nach Napoleon offenbar kein großer Vorsitzender.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)
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Dieser Beitrag wurde am 25.01.2010 um 14.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5955
Statt (vgl. #5952)
Niemand muß frieren, weil es genügend Gas gibt
wäre doch
Niemand muß frieren, denn es gibt genügend Gas
besser geeignet, um es unmißverständlich auszudrücken – oder?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.01.2010 um 13.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5954
So war das nicht
Augenzeugen berichteten von einem lauten Geräusch und sahen dann ein Flugzeug brennend ins Meer stürzen.
("Blickpunkt")
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 25.01.2010 um 09.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5952
Lieber Herr Riemer, der Satz gewinnt selbstverständlich erst seinen vollen Sinn, wenn man den ganzen Artikel, bzw. die Kernaussage (es gibt genügend Gas) heranzieht. – Ich habe vorausgesetzt, daß der Leser meines Beitrags dies so verstehen würde. Es ist ja keine allgemeine Aussage, sondern eine auf einen konkreten Sachverhalt bezogene.
Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gäbe.
Mancher muß frieren, weil er es nicht bezahlen kann.
Niemand mußte frieren, weil es nicht genügend Gas gegeben hätte.
Mancher mußte frieren, weil er es nicht bezahlen konnte.
Im Indikativ ist der Satz aber so auch inhaltlich verkehrt. Er müßte heißen: Niemand muß frieren, weil es genügend Gas gibt.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 24.01.2010 um 00.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5947
Lieber Kratzbaum, weil + Konjunktiv, das paßt m.E. so nicht zusammen. Der Satz hat ja sinngemäß folgende Struktur: "Niemand { muss frieren, weil es nicht genügend Gas gibt } ."
In der Klammer steht soviel wie: Daß es nicht genügend Gas gibt, ist eine mögliche Ursache des Frierens. Wir wissen gar nicht, ob es tatsächlich genügend Gas gibt, es ist auch egal, und der Schreiber will uns seine eigene Meinung auch nicht merken lassen, er sagt nur: Wenn es nicht genügend Gas gibt, dann friert man. Es besteht kein Grund für einen Konjunktiv. Schließlich wird im äußeren Teil gesagt, daß niemand da ist, der aus diesem Grund frieren muß, warum auch immer.
Ich denke, nach weil kann der Konjunktiv z.B. als indirekte Rede u.a. stehen, aber nicht in Form des Irrealis. Der kann nur nach wenn/falls stehen oder wenn man wenn/falls ergänzen könnte: Jemand müßte frieren, wenn es nicht genügend Gas gäbe. Jemand müßte frieren, gäbe es nicht genügend Gas.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 23.01.2010 um 12.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5944
Gefühlte Ewigkeit
Bildunterschrift in WELT-online: Seit 60 Jahren hofft der Prinz, König zu werden. Prinz Charles ist 61.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 23.01.2010 um 09.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5943
Irrealis
"...niemand muss frieren, weil es nicht genügend Gas gibt." (Andreas Mihm in der FAZ v. 22.01.) – Es gibt genügend Gas. Also: Niemand muß frieren, weil es nicht genügend Gas gäbe.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 22.01.2010 um 15.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5937
Zum Beitrag aus der Thüringer Allgemeinen:
Tittisee find' ich gut. Es heißt ja auch Tittikackasee. - Lautprinzip eben.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.01.2010 um 20.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5932
...entgegen ihrem Anspruch und entgegen der Hoffnungen... (Kurt. A. Heller in der FAZ v. 21.10.) - Endlich haben Dativ und Genitiv zusammengefunden
Kontrolleurin soll Schuld sein (WELT-online) - Zitieren lohnt eigentlich nicht mehr.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 21.01.2010 um 15.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5931
Die "Halbwertszeit" von Scheibenwischerblättern sei geringer, als man denke, schreibt WELT-online heute unter Bezug auf einen ADAC-Test. – Gemeint ist die Lebensdauer. Aber Halbwertszeit tönt einfach zünftig, auch wenn der Schreiber wahrscheinlich nicht weiß, was das eigentlich ist – und schon gar bei Scheibenwischern. (Siehe auch "Quantensprung".) Journalisten sind eben immer in Gefahr, auf ihre eigenen Einfälle hereinzufallen und sich daran zu berauschen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 20.01.2010 um 15.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5925
Erfrischend sind einige Leserkommentare zum "Unwort" auf WELT-online:
Hab ich nie gehört.
Wat fürn Ding?
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2010 um 16.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5924
Genau so war meine Wortmeldung auch gemeint: als flammendes Plädoyer für das gängige und, wie auch ich finde, sehr anschauliche Bild von der Schere, die sich weiter öffnet oder eben größer wird.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2010 um 15.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5923
Richtig, Herr Metz, aber das Bild ist nun mal gängig und ja auch anschaulich, wenn auch nicht präzise. Man denkt ja nicht an eine Schere, die sich irgendwie zwischen Arm und Reich befindet, sondern Arm und Reich sind sozusagen selbst die Klingen.
(Der große Kunstgriff, kleine Abweichungen von der Wahrheit für die Wahrheit selbst zu halten..., ist auch zugleich der Grund unserer witzigen Gedanken, wo oft das Ganze hinfallen würde, wenn wir die Abweichungen in einer philosophischen Strenge nehmen würden. - Lichtenberg. - Wobei "witzig" sicher nicht im heutigen Sinne zu verstehen ist)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2010 um 14.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5922
Zedernstaat erwacht aus langem Dornröschenschlaf (PR - Artikel in der Ostfriesen-Zeitung)
Wie vermeide ich "Libanon" in der Überschrift? Ich habe mal was von den "Zedern des Libanon" gelesen, na bitte, schon bin ich originell. (lt. Wikipedia ist der Bestand an Zedern im Libanon infolge Raubbaus auf 2000 ha geschrumpft)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2010 um 14.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5921
Stimmt, das Bild ist eigentlich schief. Dem wäre aber, strenggenommen, nicht abgeholfen, wenn man sagte, daß die Schere zwischen Arm und Reich sich weiter öffne. Interessant ist bei diesem Bild ja nur die Öffnung zwischen den beiden Klingen und nicht, ob sich zwischen den Klingen noch eine Schere befindet und wie groß diese ist. Die Metapher läßt sich offenbar nur retten, wenn man akzeptiert, daß »Schere« in diesen Fällen für die Öffnung zwischen den Klingen, also für die Diskrepanz zwischen den beiden genannten Größen, steht.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2010 um 13.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5920
Schief
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. (Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn sie sich nicht auch immer weiter öffnete.)
Mehr als jeder vierte Deutsche ... (Wenn man keine Brüche mehr verwendet, dann kann man auch nichts mehr addieren)
("Blickpunkt")
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2010 um 08.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5919
"brutale Nachtmahr" (J. Hieber in der FAZ v. 18.01. - Was mag er sich darunter vorstellen?)
Brüssel nimmt Griechenland an die Kandarre. (WELT-online - im Text aber dann "kurze Leine"...)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.01.2010 um 20.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5912
Immobilien können der Finanzkrise nichts anhaben (aus einem ebay-Inserat)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 16.01.2010 um 09.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5911
das gesamt Projekt "Währungsunion" - WELT-online
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 15.01.2010 um 14.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5906
"Zhenjiang will Mannheimern das exotische Kochen lehren" "die vorrausfahrenden Autos" "Die Zhenji-anger"
(Mannheimer Morgen, 15.1.2010, S. 19)
"Zhenji-ang" auch zweimal im MM vom 13.1.2010, S. 18. Bei der Trennung bin ich unsicher. Kein Chinese würde in der Pinyin-Umschrift ji-ang trennen, weil es ein einziges Zeichen bedeutet und auch nur einsilbig gesprochen wird. Aber gilt das auch in deutschen Texten? Man sollte ja z.B. auch Eindeutschungen aus dem Griechischen richtig, also nach den griechischen Bestandteilen trennen. Muß das auch fürs Chinesische gelten?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 15.01.2010 um 09.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5905
...das einem Gewerkschafter würdig gewesen wäre
WELT-online
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 14.01.2010 um 20.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5901
Was in etwas *FAZ.Net*-Schreibung dahinter steckt
In einem Artikel auf *FAZ.Net* (zu Alexander Kluge am 14. Jan.) finde ich zur Groß- und Kleinschreibung eigentlich alles so, wie ich es auch geschrieben hätte: "Zum einen sind sie [s.u.] überrascht über diesen Tsunami an Informationen, der aus dem Netz auf Sie zurauscht", "der nichts anderes macht", "Und das gleiche haben Sie heute wieder bei Youtube" neben "Wir verwerfen alles Überflüssige." Auch fehlen alle verwirrenden Auseinanderschreibungen und unnötigen Bindestriche ("Einminutenfilme"). Bei der Kommasetzung kann man, will man leserfreundlich schreiben, nicht verschiedener Meinung sein: "Ich glaube Menschen zeigen angesichts des Internets zwei Reaktionen" und "Sie waren meist religiösen Inhalts oder es ging um die Aufhetzung zum Bürgerkrieg." (Beim zweiten Beispiel würde ich es jedoch nur meiner eigenen "zuverlässigen" Regel wegen setzen, nicht etwa, weil es das flüssige Lesen erleichterte.) Die sog. "Doppel-s-Schreibung nach kurzen Vokalen" beherrscht das Feld, wie zu erwarten: "Die neue Herausforderung an die Kunst ist nun, [...] dass die Kunst Leuchtfeuer, Häfen und Flöße schaffen muss." Fehler in jeder Hinsicht jedoch sind enthalten in meinem ersten Zitat oben und in "Beim Zettelkasten haben Sie Energie darauf verwendet, etwas aufzuheben, sie haben sich etwas dabei gedacht, es wird Ihnen also viel schwerer, etwas zu verwerfen" und in "Die Lebenszeit des Menschen ist begrenzt, das Internet gibt es wahrscheinlich noch in 1000 Jahre, die Maschinen überleben uns mühelos." (Gemeint ist doch wohl "in tausend Jahren". Später jedenfalls finden wir "Alexander Kluge ist in den sechziger Jahren einer der Vordenker des Neuen Deutschen Film.") Diese Fehler gehen auf fehlendes Korrekturlesen zurück. Dahinter steckt immer ein eben nicht zuverlässiges Korrekturprogramm.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr
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Dieser Beitrag wurde am 13.01.2010 um 13.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5892
Bremens Mesut Özil
Hoch begabt und heiß begehrt
Von Frank Heike, Hamburg
FAZ-online, 13.1.2010
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 13.01.2010 um 13.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5891
"...in dem er das Internet als Gehirn zersetzende Erfindung geißelte." (WELT-online)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 12.01.2010 um 16.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5884
Ihr Immunsystem stärken Sie am Besten mit vitaminreicher Ernährung
(FAZ v. 12.01.)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 12.01.2010 um 11.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5880
Das Rückrad
Ich habe mir den im Internet wieder mal (`Kratzbaum` hatte das auch schon) gefundenen "Begriff " rückrad(-ärmsten) vom Schreiber erklären lassen (einkopiert):
Mit Rückrad haben, zeigen meine ich jemand der Mut hat und es auch zeigt, auch durchsetzungsvermögen. Eine rückradarme, bzw rückradlose Person ist wankelmütig und schließt sich schnell der Mehrheitsmeinung an. Ich glaube ich habe damit irgendeinen Politiker bezeichnet.
Alles klar?
P.S. Wer rückradlos ist, hat ein Rad ab.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 23.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5875
»Biowetter umfasst alle auf Befinden und Gesundheit des Menschen bezogene Einflüsse, die mit dem Wetter in Verbindung stehen. Dazu zählen:
• UV-Strahlung der Sonne im erythemwirksamen (sonnenbrandwirksamen) Bereich • thermische Belastung (Hitze, Kälte) • Pollenflug • Wettereinfluss als Akkordwirkung des Wetters (Gesamtwirkung aller Wetterelemente auf den Menschen).«
Quelle: Deutscher Wetterdienst, Wetterlexikon (Stichwort »Biowetter« wählen)
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Tanja Gerber
Olten
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 19.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5874
"Biowetter". Was ist das?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 13.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5873
"...wo immer noch ein lebhafter Wind zusätzlich auskühlt.", schreibt die FAZ heute im "Biowetter". Ich würde auskühlen nicht transitiv gebrauchen.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 12.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5872
»Gewönne doch der Konjunktiv!« ist auch der Titel einer im Rowohlt-Taschenbuchverlag kürzlich erschienenen Glossensammlung von Wolf Schneider.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 12.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5871
Lieber Herr Roth, "frierte" tönt und mehr noch liest sich recht plausibel. Auch Sie wurden anscheinend verführt, was ja in keinem Alter eine Schande ist...ganz im Gegenteil. In diesem Sinne, Ihr Kratzbaum
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 12.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5870
Das mag durchaus so sein, lieber Herr Riemer. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, anstelle es fror es frierte zu sagen. Das war wohl ein Schnellschuß.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 10.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5869
Der Konjunktiv ist sprachlich eigentlich sehr schön, aber leider wirken besonders die mit den Umlauten ö und ü gebildeten Formen etwas antiquiert. Daher kommen wohl auch diese Fehler. Vor Jahren gab es mal einen lesenswerten Zeitungsartikel darüber: "Gewönne doch der Konjunktiv" (evtl. war es im Mannheimer Morgen).
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 11.01.2010 um 09.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5868
Lieber Kratzbaum, seit gestern rieselt die wegen des Konjugationsfehlers auf mein greises Haupt gestreute Asche zu Boden.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.01.2010 um 14.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5866
Lieber Herr Roth, es geht um den richtig gebildeten Konjunktiv Imperfekt von frieren in einem Kondtionalsatz in indirekter Rede. Der heißt nicht (wenn) ich frierte, sondern (wenn) ich fröre.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 10.01.2010 um 12.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5865
@Kratzbaum Ist der Konjunktiv zufrierten nicht sogar eleganter als zufrieren sollten? Das ist heutzutage vielleicht nicht gebräuchliche Ausdrucksweise, auch für einen Nicht-Muttersprachler schwer verständlich. Aber ist es falsch?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.01.2010 um 11.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5864
Botanisch riskant
"wie mit Luftwurzeln" bohrt sich der neue Hundertwasser-Turm in Abensberg mit abgespreizten Säulen in die Erde, berichtet der sonst so hochgeschätzte Dankwart Guratzsch in WELT-online. – Luftwurzeln "bohren" sich in die Luft, darum heißen sie so. Ein passender Vergleich wären z.B. sproßbürtige Wurzeln, wie man sie besonders gut am Mais beobachten kann.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 10.01.2010 um 09.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5863
Verwehungen
...da Oberleitungen und Weichen vom Schnee verweht waren.
...tötete eine Lawine fünf Bergsteiger (eine Lawine tötet niemanden)
Daisy hat "Schienen versenkt"
Richtung Norden weht ein kräftiger Nordostwind
...erst wenn der benachbarte Bodden und die Ostsee zufrierten, werde es dramatisch
(WELT-online vom 09.01.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 09.01.2010 um 13.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5859
WELT-online heute
Schneeschüppen (so sprechen das ja manche aus)
dick eingepackt in Mützen und Handschuhe (bei "eingepackt" denke ich eher an Jacken und Mäntel)
leer gefegt
...das Produkt Glysantin, der wichtigste Bestandteil von Frostschutzmitteln. (Glysantin ist ein Warenzeichen der BASF. Der Bestandteil heißt Ethylenglykol oder Ethandiol)
...der an der Enteisung profitiert
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 07.01.2010 um 23.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5854
Na ja, bei ca. 1710 Suchergebnissen für Matritze gegenüber ca. 18300 für Matrize stehen die Chancen doch bei annähernd 10% gar nicht so schlecht. Aber immerhin fragt Google: Meinten Sie Matrize?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.01.2010 um 21.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5852
"...wurde er posthum zum Ehrenmitglied der Staatskapelle ernannt." (Michael Ernst)
"...und im vergangenen Jahr postum... den Oscar ...erhielt." (Andreas Platthaus)
"...basieren auf restaurierten Matritzen..." (Michael Ernst)
FAZ v. 07. 01.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr
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Dieser Beitrag wurde am 07.01.2010 um 17.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5832
Fundstück: Leserbrief in der WELT 7.1.10
"Europa hat viel zu viele Probleme zu lösen. Es wäre unklug, sich neue Probleme aufzuhalsen. Es gibt aber auch die Lösung - unter den Problemen zusammen zu brechen"
welche Vorstellung!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 07.01.2010 um 15.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5831
Pik-knick trennt die FAZ heute im Fernsehprogrammteil – sieht aus wie ein Versuch in alter Rechtschreibung...
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 07.01.2010 um 00.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5828
Ich würde es so wie in Selbststudium aussprechen. Aber wo es möglich ist, wie in selbständig, würde ich die zwei aufeinanderfolgenden st auch lieber vermeiden.
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 06.01.2010 um 22.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5827
Selbstständig? ...lautet eine Werbeeinblendung im Internet.
Ruft man den Link auf, lautet es: Für Selbständige und Freiberufler.
Wie spricht man eigentlich selbstständig aus? Hat schon mal jemand bei einem anderen die zwei st herausgehört?
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 06.01.2010 um 13.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5826
Sprichwörtlich?
"Hier werden Menschen sprichwörtlich bloßgestellt."
(Prof. Regina Ammicht Quinn im WELT-Interview zu Nacktscannern)
Gemeint ist: im wahrsten Sinne des Wortes
(Aber wenigstens werden sie nicht bloß gestellt...)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 05.01.2010 um 21.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5821
Freudsche Finger
Wendelin Wiedeking hält heute in der SZ (Netzausgabe, Abb.) den Mittelfinger hoch.
"Manchmal unterbewusst, manchmal als gezielte Provokation.[...]".
Ich denke, das hätte in diesem Fall unbewußt heißen müssen.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 05.01.2010 um 20.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5820
Das wohl kalkulierte Manöver der Erika Steinbach
(Thomas Schmid in WELT-online)
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Robert Roth
Gau-Algesheim
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Dieser Beitrag wurde am 03.01.2010 um 21.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5818
Wie ein Polizeisprecher äußerte, werden die Täter unter den Mitgliedern der Trapp-Familie vermutet!
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Rominte van Thiel
Röttenbach
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Dieser Beitrag wurde am 03.01.2010 um 20.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5817
"Brennende Straßenbarrikaden hielten die Polizei in Hamburg auf Trapp." (t-online)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande
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Dieser Beitrag wurde am 01.01.2010 um 18.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5809
»Wochentage auf Polnisch
Unten findet ihr: Montag auf Polnisch, Dienstag auf Polnisch, Mittwoch auf Polnisch, Donnerstag auf Polnisch, Freitag auf Polnisch, Samstag auf Polnisch, Sonntag auf Polnisch – also kurz gesagt Wochentage auf Polnisch.«
(Quelle)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 01.01.2010 um 11.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5808
Wer ist das?
"Edel-Grantler aus Bonn" ? –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––- grandseignoral
sperrig humane Mitte
Bösendorfer Flügel (original aus Bösendorf)
(Eckhard Fuhr in der WELT)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 31.12.2009 um 18.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5806
*Phonetic spelling* auf deutsch: "Auch als Landärzten hat sie sich schon verdingt." (welt.de, Vemischtes: "[Vollweib] Christine Neubauer – fleißiger geht nicht [...]")
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 30.12.2009 um 00.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5800
zu 31#5794: Auch für zustande (so wie für beiseite) erlaubt Duden nur G, nach Ickler ist aber G+Z möglich. zuwege bringen entspricht genauso den §§ 8 und 10 im Ickler wie zustande_bringen, es ist ähnlich gebildet mit ähnlicher Bedeutung. Ich meine deshalb ebenfalls, daß auch zuwegebringen möglich ist.
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.12.2009 um 18.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5798
Haydn ist ein Hämiolen-Freak.
(Aus einem ZEIT-Interview mit Sir Simon Rattle)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 29.12.2009 um 17.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5797
Zu Herrn Achenbach und Herrn Riemer
Ich würde verschmähte Liebe als ein Gefühl sui generis – wenn denn Liebe ein Gefühl ist – ansehen. Dann stimmt es auch mit dem "aus" wieder.
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 29.12.2009 um 10.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5796
"Der Verbrecher aus verlorener Ehre" paßt eigentlich genau in eine Reihe weiterer Beispiele, die alle im Gegensatz zu "Mord aus verschmähter Liebe" stehen: - einen riskanten Sprung aus verzweifeltem Mut wagen - lügen aus falsch verstandener Freundschaft - fragen aus unverhohlener Neugier usw., immer geht das Handeln, Denken, Fühlen (hier: verzweifeln, verstehen, verhehlen, verlieren) von der gleichen Person aus, auf die sich auch das Substantiv bezieht (Mut, Freundschaft, Neugier, Ehre).
Aus diesem üblichen Gebrauch entsteht m.E. zunächst die Assoziation, daß der Mörder selbst seine Liebe verschmäht. Man muß unerwarteterweise erst erkennen, daß das keinen Sinn ergibt, und die Handlungsrichtung (das Verschmähen) gedanklich umkehren, die Handlung kommt sozusagen von außen.
Was Sie gegen wegen sagen, lieber Herr Achenbach, ist eigentlich genau mein Argument gegen aus. Ich empfinde hier nur ersteres als richtungsneutral, während mir aus hinsichtlich der Richtung festgelegt zu sein scheint. Mord wegen/aus Liebe, warum nicht? Beides ist eher ein Fall für Psychologen.
Ich finde aber, daß Sie recht haben, wenn Sie meinen, man darf es auch mit der Logik nicht zu weit treiben. Der Mut kann auch nicht verzweifeln oder verzweifelt sein, trotzdem sagt man sehr oft so, man versteht es ja.
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 29.12.2009 um 04.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5794
Gerade fällt mir auf, daß ich in meinem letzten Beitrag "beiseitelege" geschrieben habe. Nach dem alten Duden war das verboten ("es [beiseite] bleibt aber von einem nachfolgenden Verb immer getrennt"). Im Widerspruch dazu läßt der Ickler die Zusammenschreibung erfreulicherweise zu.
Die Regeln von 1996 verbieten ebenfalls die Zusammenschreibung nach § 34 E3 (2) ["(zusammengesetztes) Adverb + Verb"]. Die Regeln von 2006 schreiben die Zusammenschreibung dagegen zwingend vor.
Alle Wörterbücher und Regeln verbieten dagegen die Zusammenschreibung zuwegebringen. In den Regeln von 1996 beruht das ebenfalls auf § 34 E3 (2). Aber wie begründen alter wie neuer Duden, Ickler und die Regeln von 2006 dieses Verbot? In den Regeln von 2006 wird zwar die Getrenntschreibung zuwege bringen/zu Wege bringen in § 39 unter den Beispielen zur freigestellten Zusammen- oder Getrenntschreibung von "Fügungen in adverbialer Verwendung" aufgeführt, ein "Verbot" der Zusammenschreibung mit Verben läßt sich daraus aber nicht ableiten.
Ich finde es keineswegs einsichtig, daß man beiseitelegen schreiben darf/muß, dagegen nicht zuwegebringen schreiben darf.
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Klaus Achenbach
Berlin
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Dieser Beitrag wurde am 28.12.2009 um 21.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5791
Lieber Herr Riemer, wenn ich die Sache noch etwas enger sehen darf, dann ist es nicht richtig zu sagen "wegen verschmähter Liebe". Nicht die Liebe (mit welchem Attribut auch immer) ist ja die Ursache der Handlung, sondern die Verschmähung der Liebe. Richtig wäre daher nur "wegen Verschmähung seiner Liebe". Ebensowenig kann man über verschmähte Liebe enttäuscht sein, sondern nur über die Verschmähung der Liebe. Übrigens kann man eigentlich auch nicht "Mord aus Rache" sagen, denn der Mord ist die Rache. Mann kann nur sagen "Mord aus Rachsucht". Wenn ich aber die strenge Logik mal beiseitelege, gefällt mir "Mord aus verschmähter Liebe" doch noch am besten (s. Schillers "Der Verbrecher aus verlorener Ehre").
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 28.12.2009 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5789
WELT-online:
"Das hier ist die Superlative im Wind-Offshore-Bereich," sagt Irina Lucke.
... der Strom wird auf 110 000 Volt erhöht.
... ein 17 Meter hoher Wellenbrecher verbog ein Geländer, als sei es ein brüchiges Stück Draht. ("Brecher" schien wohl zu wenig anschaulich – und schon ging's daneben. – Brüchiger Draht bricht.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 28.12.2009 um 17.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5788
SZ-ausgehölte Zurechtschreibe: "sueddeutsche.de: In dem bundesweiten Ultra-Heft Blickfang Ultra erschrickt man bisweilen über die Verherrlichung der Gewalt. Gabriel: Zurecht, und diese breite Akzeptanz bereitet uns Sorgen." "Diese Grundlage wird bei der Verhängung von Stadionverboten ohne nachgewiesene Straftaten, nur weil man zu einer als gewaltbereit bezeichneten Gruppen gezählt wird, ausgehölt."
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Manfred Riemer
Mannheim
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Dieser Beitrag wurde am 27.12.2009 um 22.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5787
Vor einigen Tagen ging diese Meldung durch Zeitungen und Internet: "Lehrerin aus verschmähter Liebe erstochen", "Mord aus verschmähter Liebe". Geht das überhaupt? Ich meine, Mord aus Geldgier, Habsucht, Rache, Eifersucht, ..., sogar aus Liebe, das wären mögliche Motive, aber "aus verschmähter Liebe"? So formuliert man, wenn etwas aus dem eigenen Gefühl des Täters heraus getan wird. Hier geht es aber um die Verschmähung als wesentlichen Anlaß, also um etwas, das von außen kommt. Ich bin im Zweifel, aber es widerstrebt meinem Sprachgefühl. "... wegen verschmähter Liebe" könnte man m.E. richtigerweise sagen. Auch "Mord aus Enttäuschung über verschmähte Liebe" kommt mir nicht so verdreht vor wie "Mord aus verschmähter Liebe". Oder sehe ich das zu eng?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 27.12.2009 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5786
Welt.de, "Kultur": "Für ihre Leistung in 'Antichrist' wurde sie in Canne ausgezeichnet, und jetzt hat sie ihr zweites Album 'IRM' herausgebracht." — Zeigen Geographiekenntnisse nicht irgendwie auch Kultur? Sowas sind doch nicht nur Tippfehler!
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 27.12.2009 um 16.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5785
"Passend zum Weihnachtsfest nimmt sich der 'Tatort' ... dem Thema Familie an."
"Altvorerden" (was soll das heißen?)
(Karen Krüger in der FAZ)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA
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Dieser Beitrag wurde am 26.12.2009 um 17.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5784
Liest bei dpa wer Korrektur?
Breuberg (dpa): "Eine 57-jährige Frau soll Feuer in ihrem Haus gelegt haben. Dabei wurde sie selbst, ihr Ehemann und ihre Mutter leicht verletzt." Washington (dpa): "Dem Pilot gelang es, sicher zu landen." (Welt.de [Newsticker], 25.12.2009, 14:06 u. 21:56 Uhr)
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 24.12.2009 um 07.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5778
Zu lachen gibt es erst dann etwas, wenn man weiß, was der Schreiber eines befremdenden Ausdrucks wirklich meinte. Mein Tip: Sick glaubt, es könne richtigerweise nur "Koteletten vom Rentier" heißen. (Zum vermeintlichen Brüller, mit dem sich sogar die Überschrift bestreiten läßt, werden die "Rosetten" allerdings nur, weil er bei ihnen nicht an Kirchenfenster denkt.)
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Kratzbaum
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Dieser Beitrag wurde am 23.12.2009 um 16.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5776
Sick, der Spaßvogel
Die Speisekarte ist ja anscheinend aus dem Dänischen übersetzt. Es könnte beim Ren wie beim Rind ein Fleischstück namens "Rose" geben und nur die Übersetzung etwas holprig sein. Bei Adzvendzkranz usw. sind wohl der Einsender wie auch Sick einem Gag aufgesessen.
Nenne ein Wort mit vier tz: Atzventzkrantzkertze – ein alter Witz.
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Urs Bärlein
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Dieser Beitrag wurde am 23.12.2009 um 15.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5775
Rosetten vom Räucherlachs zumindest habe ich schon zu essen bekommen. Vermutlich hat Sick zwar kaum Ahnung von gehobener Gastronomie, dafür aber eine nicht ganz stubenreine Phantasie. Rührend ist immerhin die Anspruchslosigkeit seines Humors: So kann man auch mit kleinen Sachen dem Zwiebelfisch eine Freude machen. Als Kind hätte ich seine Entdeckung sicherlich auch lustig gefunden.
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch
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Dieser Beitrag wurde am 23.12.2009 um 13.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=31#5774
Bastian Sick amüsiert sich, und ich erkenne den Witz nicht: „Rosetten vom Rentier“ http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,668627,00.html Kann jemand einen fleischlos lebenden Rentier aufklären?
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Kratzbaum
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